Einfach nur Kult: der Airstream aus den USA.

Einfach nur Kult: der Airstream aus den USA. (Foto: © Airstream)

Caravaning: Und läuft und läuft und läuft ...

Mobilität

Die Corona-Krise brachte einen echten Boom für die Caravan-Branche. Wir werfen einen Blick auf die Neuheiten 2022.

Viele Reisende fühlen sich im eigenen Camper einfach besser geschützt. Das sorgte 2021 erneut für Rekordumsätze und die Nachfrage ist stärker als das Angebot, was sich preislich auswirkt. Witzig: Der Caravaning Industrie Verband (CIVD) teilt das Segment der Wohmobile in zwei Klassen. Er bezeichnet Fahrzeuge wie den Mercedes-Benz Marco Polo oder den VW California wegen fehlenden Waschraums und Toilette etwas flapsig als "No-Klos". Was an der Beliebtheit der kompakten und damit alltagstauglichen Fahrzeuge nichts ändert. Viele Kastenwagen in der Klasse um sechs Meter Länge auf Basis des Fiat Ducato sind deutlich günstiger und verfügen über Dusche und WC. Mit einem Marktanteil von über 60 Prozent machen die ausgebauten Kastenwagen aktuell mehr als die Hälfte des Marktes unter sich aus.

Insgesamt setzte die deutsche Caravaningbranche mit neuen und gebrauchten Reisemobilen und Caravans sowie mit Zubehör den Rekordwert von 13,9 Milliarden Euro um und konnte 2021 erstmals über 130.000 Freizeitfahrzeuge produzieren. Das Angebot kann die ungebrochen hohe Nachfrage schlicht nicht komplett befriedigen. Die Lieferengpässe und die damit verbundenen langen Lieferzeiten haben auch Auswirkungen auf die Preise von Neufahrzeugen und vor allem von gebrauchten Camp-Mobilen. Um bis zu 20 Prozent könnten die Preise für gebrauchte Fahrzeuge im aktuellen Jahr steigen, schätzen Branchenkenner. Denn der Markt ist so gut wie leergekauft, Interessenten zahlen Spitzenpreise. Da war es wenig hilfreich, dass Fiat beim beliebtesten Basisfahrzeug, dem Ducato, Modellvarianten strich – und Hersteller wie Hymer schauen nach neuen Anbietern.

Hymer Gruppe kooperiert mit Ford

Dass man bei Hymer jetzt auch auf Ford setzt, ist sicher nicht nur ein Resultat der Lieferengpässe bei Halbleitern. Die Erwin Hymer Group, zu der auch Hersteller wie Bürstner, Carado, Crosscamp, Dethleffs, Laika, LMC, Niesmann+Bischoff oder Sunlight gehören, will sich offenbar international breiter aufstellen. Und verweist in einer Pressemitteilung darauf, dass Ford "als weltweit agierender Konzern die Transit-Baureihe nicht nur in Europa produziert, sondern auch in Nordamerika und in China". Und für Ford ist die Zusammenarbeit die Chance, sich im Wachstumssegment Reisemobile künftig weitere Marktanteile zu sichern.

Ford liefert Kastenwagen und Tiefrahmen-Fahrgestelle sowie Custom-Kombis, aus denen Vans, Teilintegrierte und Alkovenmobile werden. Außerdem will Ford mit Blick auf Themen wie Digitalisierung, Elektrifizierung, Emissionsgesetzgebung, Konnektivität und die Integration von Sicherheits- und Assistenzsystemen Hymer künftig eng in die Entwicklungsprozesse mit einbinden. Gut möglich, dass auf absehbare Zeit auch der neue Ford E-Transit, der ab Mai als Kastenwagen zu einem Preis ab rund 66.500 Euro startet, als Reisemobil eine Rolle spielen wird.

Winnebago setzt auf E-Antrieb

Auch in den USA hat Winnebago ein erstes elektrisches Reisemobil auf Basis des Ford Transit vorgestellt, allerdings lediglich als Konzeptfahrzeug. Dabei nutzt Winnebago jedoch nicht den elektrischen Transit von Ford, sondern setzt auf einen in Zusammenarbeit mit Lightning eMotors entwickelten eigenen elektrischen Antrieb inklusive Batterie und Akkumanagement. Der Akku mit 86 kWh soll per Schnell-Lader in einer Dreiviertelstunde von zehn auf 80 Prozent geladen werden können, die Reichweite soll bei 200 Kilometern liegen. Ausgestattet ist das Fahrzeug mit Doppelbett, Kühlschrank, einem ausziehbaren Induktionskochfeld, einer Spüle sowie Dusche und WC. Auf dem Dach ist eine Klimaanlage mit Wärmepumpe verbaut, mit Strom wird nicht nur das Fahrzeug angetrieben, sondern auch Warmwasser erzeugt.

Auch die Wohnwagen-Ikone Airstream könnte künftig auf Strom setzen. Nach rund neun Jahrzehnten rüsten die Airstreamer ihren Kult-Camper für eine emissionsfreie Zukunft. Der eStream ist ein batteriebetriebener Wohnwagen, ausgestattet mit einem elektrischen Antriebsstrang aus zwei voneinander unabhängigen Motoren, die je eines der Räder des Anhängers antreiben. Die Motoren sollen den Caravan mit 242 PS anschieben und dem Zugfahrzeug die Arbeit erleichtern. Versorgt werden die E-Motoren von einer Hochspannungsbatterie mit 80 kWh und einer integrierten Brennstoffzelle. So soll eine Reichweite von rund 480 Kilometer möglich sein. Solarzellen sollen bis zu 900 Watt Energie in die Batterien einspeisen, mit denen die Bordelektrik betrieben wird. Ähnlich wie der Winnebago ist auch der eStream noch eine Studie.

Eura Mobil setzt auf den Stern

Der Profila von Eura Mobil Foto: © Eura MobilDer Profila von Eura Mobil Foto: © Eura Mobil

Beim teilintegrierten Profila setzt Eura Mobil auf den Sprinter von Mercedes-Benz. Bereits seit vergangenem Jahr kommt der Sprinter in der Contura-Serie der Sprendlinger zum Einsatz. Zwei Modelle des 712 Zentimeter langen teilintegrierten Profila mit dem optionalen Panorama-Dachfenster über dem Fahrerhaus wird es – für den Anfang – geben, beide mit Einzelbetten. Zwei Meter lang sind die Betten im Profila T 676 EB. Dazu gibt es eine Längsküche auf der Beifahrerseite und eine 1,25 Meter hohe Heckgarage.

Dort können auch E-Bikes verstaut werden, eine Ladestation für die E-Räder kostet 3.300 Euro extra. Mit an Bord sind ein Waschraum mit schwenkbarem Waschbecken und integrierter Duschkabine. Beim T 696 EB fällt die Bettenlänge mit 190 und 185 Zentimeter etwas kürzer aus, der Platz kommt der Winkelküche mit großem Kühlschrank zugute. Mit bis zu 500 Kilogramm bieten die Profilas in der Klasse mit 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht eine praxisgerechte Zuladung. Der Grundpreis von 79.900 Euro für die besternten Teilintegrierten liegt 6.600 Euro höher als bei den vergleichbaren Modellen auf Basis des Ducato. Für den Mehrpreis gibt es das kostspieligere Basisfahrzeug sowie ein Al-Ko Tiefrahmen-Chassis, eine Alde-Warmwasserheizung und einen 19,5 Zentimeter hohen Doppelboden.

Mercedes-Benz EQV als Reisemobil

Mercedes-Benz bietet eigene Reisemobile an. Und setzt dort künftig auf den E-Antrieb, der für Sprinter und V-Klasse bereits verfügbar ist. Als Beleg dafür dient der eCamper mit Komponenten der Schweizer Firma Sortimo Walter Rüegg. Auf Basis des 514 oder 537 Zentimeter langen EQV, im Prinzip eine V-Klasse, soll es der elektrisch angetriebene Camper mit aufstellbarem Dach inklusive Schlafstatt auf eine Reichweite (nach WLTP) von bis zu 363 Kilometer (beim EQV 300 mit 90 kWh-Batterie) bringen. Im Heck kann eine Kücheneinheit installiert werden, mit Schubladen für Besteck und Vorräte, Spüle, Gaskocher und Kühlbox.

Gegen Aufpreis gibt es eine Dreier-/Sitzliegebank. Mindestens 67.818 Euro muss man für den EQV hinlegen, Sortimo verlangt rund 4.600 Euro für das Schlaf- und Küchensystem und mindestens 9.600 Euro für das Aufstelldach. Mit großen Akkus, in der Langversion und mit allen möglichen verfügbaren Sortimo-Ausrüstungen kann man den Fahrzeugpreis auch auf rund 135.000 Euro bringen.

Hobby am Strand: Beachy

Beachy ist eine neue Marke von Hobby. Er will Strandfeeling vermitteln, zu einem günstigen Preis, ermöglicht durch die Kunst des Weglassens. So braucht nicht jeder Camper eine Heizung, viele sind ohnehin nur im Sommer unterwegs. So ist die Grundausstattung bei den Beachy Wohnwagen überschaubar, vieles wird lediglich als aufpreispflichtiges Zubehör angeboten. Bereits im vergangenen Jahr haben die Fockbeker die ersten Caravans zu Preisen ab knapp 12.000 Euro gezeigt, die jetzt um den Beachy Van ergänzt werden. Als Beachy Van 540 basiert der 5,4 Meter lange Kastenwagen auf dem Citroën Jumper. Im Heck gibt es eine zum Doppelbett umbaubare Face-to-Face-Sitzgruppe. Das aufstellbare Schlafdach schafft zwei weitere Schlafplätze. In einem Schienensystem können bis zu drei Integralsitze eingebaut werden, so stehen bis zu fünf Sitzplätze bereit. Einen Waschraum gibt es im Beachy Van nicht. Für den Notfall oder die Nacht gibt es ein WC. Ein Kompressorkühlschrank mit 70 Litern Inhalt ist ebenso an Bord wie ein mit Kartuschen betriebener Gaskocher.

Für Wärme sorgt eine mit Diesel betriebene Heizung. Potenzielle Kunden werden sich ohnehin noch etwa ein Jahr bis zu den ersten Auslieferungen gedulden müssen, der Preis dürfte knapp über 40.000 Euro starten.

Dethleffs bringt Camp One und Two

Auch Dethleffs kommt am Campingbus nicht vorbei. Und setzt auf den Globevan, der ab April auf Basis des Ford Transit Custom mit einer Basismotorisierung von 96 kW / 130 PS verfügbar sein soll. Zwei Versionen sollen kommen, der Camp One und der etwas komfortablere Camp Two, beide mit bis zu sechs Sitzplätzen und dank aufstellbarem Schlafdach bis zu vier Schlafplätzen.

Serienmäßig gibt es drehbare Sitze im Fahrerhaus, einen ausziehbaren Gaskocher sowie eine zum Bett umklappbare Sitzbank und herausnehmbare Staukisten, die auch als Sitze genutzt werden können. Der Transit bringt serienmäßig Berganfahrhilfe, Rückfahrkamera, Notbrems- und Seitenwindassistent und Anhängervorrichtung mit. Der Preis für den Dethleffs Globevan Camp One startet bei 49.999 Euro, 3.000 Euro mehr werden für den Camp Two fällig.

LMC setzt auf Einsteiger

LMC Innovan 590 in der Heckansicht Foto: © LMC Caravan GmbH && Co. KG.LMC Innovan 590 in der Heckansicht Foto: © LMC Caravan GmbH && Co. KG.

Auch LMC setzt auf den Ford Transit. Und komplettiert mit dem 5,98 Zentimeter langen und 206 Zentimeter breiten Innovan 590 das Quartett der Innovan-Baureihe. Er bietet im Wohnraum eine Stehhöhe von 208 Zentimeter. Leer soll der neue Innovan mit dem Doppelbett im Heck 2.756 Kilogramm wiegen, damit verbleibt bis zum Erreichen des zulässigen Gesamtgewichts eine Zuladung von rund 540 Kilogramm.

Preislich will LMC den Campingbus im Einstiegssegment positionieren. Dabei ist die Serienausstattung durchaus üppig, sie umfasst etwa das Panoramadach, eine Markise und die Softclose-Funktion für alle Schränke.

BaBum bringt die "gute Stube" auf Rädern

BaBum aus dem Umland von München macht die sogenannte "gute Stube" mobil. In der bäuerlichen Welt bezeichnete sie einen repräsentativen und nur zu besonderen Anlässen genutzten (Schlaf-) Raum. Bei BaBum verbirgt sich hinter der Bezeichnung "ein" Komplettausbau für den VW Bus. Gefertigt aus echtem Holz, durchdacht und mit cleveren Detaillösungen. So fließt etwa das Wasser aus einer stilechten Edelstahl-Milchkanne ohne Pumpe oder Elektrizität ins Waschbecken. Zum Ausbau gehört auch eine Möbelzeile auf der Fahrerseite.

Das separat erhältliche "Kastl" bietet mit Schubladen, Kühlbox und Tischfunktion für den gedrehten Beifahrersitz Stau- und Arbeitsfläche. Der Hochschrank bietet Platz für Kleidung, der Apothekerauszug und die integrierte Induktionsplatte sowie das kleine Waschbecken gehören zum eingebauten Küchenmodul. Zusätzlich installiert ist die Outdoor-Küchn mit zwei Gasbetrieben Kochstellen, die sich flexibel überall dort aufstellen lässt, wo man möchte. Die Bettkonstruktion lässt sich mit wenigen Handgriffen in eine Sitzbank umwandeln, unter dem Bett ist Platz für Kisten oder den optional lieferbaren Heckauszug.

Französische Absetzkabine Gazell bei Behl

Erhard Behl aus Esselbach bringt die Gazell nach Deutschland, absetzbare Wohnkabinen aus Frankreich für fast alle gängigen Pick-ups. Je nach Version wiegt eine zwischen 460 und 510 Kilogramm, im Wohnbereich gibt es Bett, Sitzgruppe, Küche und – je nach Modell – auch eine Duschmöglichkeit.

Die in Monoblock-Bauweise gefertigten Kabinen bestehen aus zwei laminierten Polyester-Schalen, die zu einer Kabine mit 20 Millimeter starker Isolation zusammengefügt werden. Zwei Bodenlängen mit 1,74 Metern oder 2,04 Metern sind verfügbar, für den Einsatz auf Doppel- oder Einzelkabinern.

Moormann und Custom-Bus bringen den Streifenwagen

Ein Duschzelt von einem Möbeldesigner: Nils Holger Moormann hat mit dem Custom-BusStreifenwagen seine Vision des VW T6.1 verwirklicht Foto: © Custom-BusEin Duschzelt von einem Möbeldesigner: Nils Holger Moormann hat mit dem Custom-BusStreifenwagen seine Vision des VW T6.1 verwirklicht Foto: © Custom-Bus

Nils Holger Moormann ist eigentlich Möbeldesigner. Hin und wieder entwirft er Reisemobile wie den minimalistischen "Streifenwagen" auf Basis des VW T6.1, der in Kooperation mit Custom-Bus entstand. Im Wohnraum setzt Moormann auf helle Oberflächen und Eschenholz. In die Seitenwände integrierte und indirekt beleuchtete Ablagefächer verleihen dem Raum Tiefe.

Eine dimmbare Akku-Leseleuchte kann aus ihrer Wandnische entnommen werden und als Outdoorlicht eingesetzt werden. Ein versteckter USB-Anschluss bietet in Griffnähe zu Sitzbank und Bett eine Lademöglichkeit für Handys oder Tablets. Die ausklappbare Sitzbank mit dem Polsterstoff im Streifendesign ist ursächlich für die Namensgebung des Streifenwagens. Die Küche bietet eine Edelstahl-Arbeitsplatte mit eingelassener Spüle und bündig integriertem Cerankochfeld. Eine umlaufende Abkantung verhindert das Überlaufen von Flüssigkeiten. Die von Hand mattierte Silvertouch-Oberfläche sorgt für gute Pflegeeigenschaften. Das große, rahmenlose Küchenfenster lässt sich komplett nach oben aufstellen und erlaubt regensicheres Lüften. Das Design hat – natürlich – seinen Preis: Fix und fertig ist der Streifenwagen mit 81 kW / 110 PS leistendem Zweiliter-Diesel ab 98.500 Euro zu haben.

Multifunktionaler Caravan von Farfalla

Für alle Caravans mit Schlafzelt bietet Farfalla jetzt ein Beach-Chair-Modul mit Panoramaklappe und Küchen-Sitz-Kommode auf der rechten Anhängerseite. Durch die Klappe lässt sich der Anhänger leichter be- und entladen, mit optionalem Ausstellfenster wird die Klappe noch variabler. Die Küchen-Sitz-Kommode dient von außen als Arbeitsfläche, in die im Heck des Anhängers ein Waschbecken integriert ist (mit 15 Liter Frisch- und 12 Liter Abwassertank). Vier große Schubkästen fassen insgesamt 160 Liter. Innen dient das Kombimöbel als Sitzgelegenheit am Tisch. 

Der Tisch wird innen in eine im Boden eingelassene Rosette eingesteckt, draußen ist er mit einem passenden Dreifuß nutzbar. Mit einem Dachzelt wird ein Farfalla Camper zum Campinganhänger für die ganze Familie. Weitere Extras sind Riffelblechkotflügel und Offroadbereifung, Folierung oder der Kugelkopf auf der Deichsel. So kann ein Träger für zwei Fahrräder angebracht werden. Mit einem Strompaket verfügt der Anhänger über eine 230V-Steckerleiste, einen Spannungswandler und einen 12V-Dreifachstecker.

Good Life Vans

Ein Einblick in das Camper-Modul von Good Life Vans, hier für den Ford. Foto: © Good Life VansEin Einblick in das Camper-Modul von Good Life Vans, hier für den Ford. Foto: © Good Life Vans

Aus Geretsried stammt das Start-up Good Life Vans, das mit einem Camper-Modul Kunden begeistern will. Tobias Vetter startete mit einem selbst entwickelten Prototyp im eigenen VW Bus, wenige Monate später übertraf das junge Unternehmen Good Life Vans die selbst gesteckten Jahresziele in Produktion und Verkauf. Das Modul kann – ohne Einbauspuren im Fahrzeug zu hinterlassen – von einem Bus in einen anderen umziehen. Durch den Schiebe-Drehmechanismus von Küchenblock und Bett kann der Wohnraum in wenigen Sekunden zum Schlafzimmer mit 160 x 200 Zentimeter großem Bett werden.

Die entwickelte Matratze liegt über der gesamten Liegefläche auf Tellerfedern, die auf einem Lattenrost verschraubt sind. Der Küchenblock bietet Platz für einen Kompressorkühlschrank, einen Kartuschenkocher, Wassertanks, eine Spüle sowie Stauraum. Ein Schwerlastauszug ermöglicht das Kochen im Freien unter der Heckklappe. Gegenüber des Küchenblocks bietet eine zweiteilige Sitzbank Stauraum, im vorderen Teil befindet sich die Toilette. Neben dem Modul hat Good Life Vans auch einen eigenen ausgebauten Bus im Portfolio – den Pure zu einem Einstiegspreis ab unter 40.000 Euro auf Basis des Ford Transit. Wer lieber einen VW Bus haben mag, muss mit 10.000 Euro mehr rechnen. Das Modul selbst gibt es ab 11.490 Euro.

Zu beiden Seiten offen: Spacecamper

Der Spacecamper, ein Umbau des VW T6.1. Foto: © SpacecamperDer Spacecamper, ein Umbau des VW T6.1. Foto: © Spacecamper

SpaceCamper macht den VW T6.1 mit einem ihrem variablen Ausbau zum Reisemobil, Transporter, Familienauto oder mobilen Büro. Der Limited Open ist das erste Serienmodell der Darmstädter mit zwei Schiebetüren, Heckauszug sowie Heck- und Frontküche. Da der Camper mit dem Aufstelldach von VW ausgestattet ist, können bis zu fünf Personen im Bus schlafen. Das Dachbett verfügt über ein Komfort-Lattenrost (120 x 200 Zenti- meter). Unten steht ein weiteres über die gesamte Fahrzeugbreite reichendes Bett bereit (165 x 208 Zentimeter).

In knapp einer Minute soll eine Person die Rückbank ohne Werkzeug komplett ausbauen können. Dank der zwei Schiebetüren können Kinder auf beiden Seiten einsteigen oder in die Kindersitze gesetzt werden. Den Limited Open gibt es mit Heck- und Frontküche. Wie alle SpaceCamper bietet auch der Limited Open fünf Sitzplätze. Zum Preis ab 65.900 Euro gibt es den 2.0l TDI-Motor mit 110 kW / 150 PS, Klima- anlage, Luft-Standheizung und Rückfahrkamera. Weitere VW-Optionen können dazu gebucht werden.

Tischer hübscht die Trail-Kabinen auf

Kompakte und variabel nutzbare Camper sind gefragt. Für viele ist ein Pick-up mit absetzbarer Wohnkabine die richtige Wahl. Denn der Pritschenwagen wird mit aufgesetzter Kabine zur mobilen Unterkunft. Bereits seit Jahrzehnten erfüllt Tischer entsprechende Kundenwünsche. Und setzt jetzt auf eine moderne Optik und hat den Alkoven der Trail-Kabine entspechend überarbeitet. Tischer bietet die Wahl zwischen zwei Kabinen-Varianten. Wer eine konventionelle Optik bevorzugt findet diese beim Klassiker, der Box-Variante. Interessenten, die Wert auf moderne Formgebung legen, finden mit der Trail-Kabine das passende Modell. Sie zeichnet sich durch kantiges, klares Design und eine ebene Frontfläche aus.

Durch die Form lassen sich auch Scheinwerfer an der Alkovenfront anbringen. Alle Kabinen von Tischer bieten ein voll ausgestattetes Bad, Küchenzeile, Essecke und Schlafbereich.

Neu bei Trigano: Die Panama Vans

Den Panama Van von Trigano gibt es in zwei Längen – 497 oder 534 Zentimeter – und fünf Ausführungen erhältlich, jeweils mit eigenem Grundriss, fünf zugelassenen Sitzen (zwei davon mit Isofix-Halterungen) und einem aufstellbaren Schlafdach.

An Bord sind außerdem die Küche mit Tisch, Kühlschrank, Kochfeld und Spülbecken, eine Duschbrause sowie eine Toilette. Basis des im Trigano-Werk Mediterraneo VDL in Spanien gefertigten und alltagstauglichen Vans ist der Ford Transit Custom. Die Preise starten bei 48.450 Euro.

Vanessa setzt auf den Stern

Auf den Citan Tourer von Mercedes-Benz setzt Vanessa mit einem Küchenmodul (ab 1.945 Euro) auf einem Schubladensystem für den Heckbereich. Das herausnehmbare Modul wiegt rund 60 Kilogramm und bietet einen Gaskocher, Spüle, eine 31 Liter fassende Kühlbos sowie und einen 13 Liter Frischwasservorrat.

Lieferbar ist das Modul in verschiedenen Farben, ein Schlafsystem (1.045 Euro) bietet eine 115 x 189 cm große Liegefläche. Zusammengeklappt kommt die Matratze im Laderaum über der Küchenzeile unter, die Rücksitze des Vans können so weiter genutzt werden.

Truma bringt BatteryPack für Kühlboxen

Die Kühlboxen von Truma als "DualZone"-Modelle bieten zwei individuell einstellbare Temperaturzonen. Vier unterschiedliche Energiequellen sind nutzbar: Die Fahrzeugbatterie, eine Kombination aus Batterie und Solarmodul, ein 230 V Netzstromanschluss oder das Truma Cooler BatteryPack.

Das ist mit allen Truma Kühlboxen kompatibel und kühlt Lebensmittel oder Getränke bis zu 18 Stunden lang ohne Stromanschluss. Das Truma Cooler BatteryPack gibt es ab 299 Euro.

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Text: / handwerksblatt.de

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