Egal, ob Kleinstgarten oder Parkanlage – Biodiversität ist immer möglich. Der Aufwand und die Kosten sind dabei auch nicht höher als in einem klassischen Garten.

Egal, ob Kleinstgarten oder Parkanlage – Biodiversität ist immer möglich. Der Aufwand und die Kosten sind dabei auch nicht höher als in einem klassischen Garten. (Foto: © Stihl)

Klimaschutz: Das Biotop hinter dem Haus

Tief durchatmen und abschalten – schneller und einfacher als im eigenen Garten geht es kaum. Für viele ist Biodiversität wichtig, wie das "Stihl Garten-Barometer 2022" belegt.

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Manchmal muss es Goethe sein: "Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen, denn das Glück ist immer da." Der gern genutzte, leicht abgewandelte Vierzeiler "Erinnerung" wirbt oft um Touristen, doch er passt noch mehr auf das Refugium vor der eigenen Tür: den Garten. Glücklich, wer einen Garten hat, lassen sich doch hier Kraft für Körper und Geist tanken, aber auch so manche tolle Beobachtung machen. Denn deutsche Gartenbesitzer legen großen Wert auf Biodiversität, wie das "Stihl Garten-Barometer 2022", eine Umfrage unter 1.000 Gartenbesitzern, belegt.

Für jeden zweiten Gartenbesitzer ist Vielfalt relevant – und mehr als 70 Prozent von ihnen fördern gezielt den Artenreichtum. Weniger überraschend ist die Tatsache, dass dieser Wunsch unter den Besitzern steigt, je urbaner das Umfeld ist. Anders gesagt: Gartenbesitzer in der Großstadt fördern sie mehr als die aus der ländlichen Umgebung oder in Dörfern. Dabei überlassen sie die Arbeit im Garten nicht unbedingt der Natur: Für 42 Prozent der Befragten steht ein aufgeräumter und gepflegter Garten nicht im Widerspruch zur biologischen Vielfalt.

Erfolge bei der Biodiversität

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Das lässt sich an der Gestaltung ablesen. Für 86 Prozent ist anstelle eines englischen Rasens eine Wiese mit Klee, Gänseblümchen und anderen Wildkräutern denkbar. Jeder dritte mäht seinen Rasen nur alle zwei Wochen, ein weiteres Drittel sogar nur alle vier Wochen – und hilft so den Insekten, Nahrung und Unterschlupf zu finden. Mehr noch: Drei von vier Gartenbesitzern schaffen Nahrungsquellen für Vögel, Insekten & Co., indem sie auf regionale Pflanzen setzen, abgeblühte Pflanzen erst einmal stehen lassen und gezielt Blühstreifen einrichten. Ein Vogelhaus, ein Insektenhotel (Totholz) oder eine Hecke anstelle eines Zauns gehört fast schon zum Standard bei den um Biodiversität bemühten Gärtnern. Nur jeder Fünfte traut sich dabei an größere Projekte wie einen Gartenteich oder eine Trockenmauer für Amphibien und Reptilien heran.

Erste Erfolge meinen die Befragten schon festgestellt zu haben: 95 Prozent meinen, dass die Vielfalt in den letzten Jahren gleich geblieben ist, 61 Prozent meinen sogar, sie hätte zugenommen. Daher informieren sich auch drei von vier Befragten, wie sie gezielt die Vielfalt fördern können. An den Kosten scheitert das übrigens auch nicht: Genauso viele sind der Ansicht, dass Biodiversität im Garten weder mehr kostet noch mehr Aufwand und Pflege bedeutet.

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Text: / handwerksblatt.de

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