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Ab Herbst fährt der Crafter elektrisch

Pünktlich zur IAA 2016 zeigten die Hannoveraner von Volkswagen ihren E-Crafter. Ab Herbst soll er ohne Verlust an Ladevolumen auf die Straßen rollen.

Dieser Artikel gehört zum Themen-Special Elektroautos – eine Alternative für Handwerker
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Der E-Crafter von Volkswagen wurde auf der IAA 2016 vorgestellt. Es ist ein zukunftsfähiges Elektro-Nutzfahrzeug. (Foto: © Volkswagen)

VW Nutzfahrzeuge hatte es spannend gemacht. Einen elektrisch getriebenen Crafter? Nein, dazu könne man nichts sagen, ließ der Vorstand bei der Weltpremiere des VW Crafter Anfang September 2016 verlautbaren. Doch nur 14 Tage später erzählten sie dazu nicht nur eine Geschichte, sondern fuhren auch gleich mit dem e-Crafter vor. Püntklich zur IAA Nutzfahrzeuge in Hannover zeigte VW Nfz den ersten elektrisch angetriebenen Crafter als seriennahe Lösung für den emissionsfreien innerstädtischen Lieferverkehr. Die ersten E-Crafter sollen – ohne Einschränkung beim Ladevolumen und mit einer Zuladung von bis zu 1,7 Tonnen – noch in diesem Jahr auf die Straße kommen.

Bereits bei den ersten Konstruktionsdaten des Crafter war der E-Antrieb als Antriebsvariante eingeplant. Durch den E-Antrieb hat sich der Charakter des Crafter nicht verändert. Die Studie bietet eine größtmögliche Nutzlast, ein Ladevolumen von 11,3 Kubikmetern und eine maximale Laderaumhöhe von 1.961 Millimetern. Dabei steht eine Durchladebreite zwischen den Radkästen von 1.380 mm und eine maximale Laderaumlänge von 4.855 mm zur Verfügung.

Mit dem Crafter auf die Stadtautobahn 

Der 100 Kilowatt starke E-Antrieb beschleunigt das Nutzfahrzeug mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 4,25 Tonnen auf die erlaubte maximale Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Damit sind Fahrten auf der Stadtautobahn wie auch Überlandfahrten möglich. Das maximale Drehmoment von 290 Newtonmetern steht quasi ohne Verzögerung zur Verfügung. Praxisgerechte Fahrleistungen sollen, so verspricht VW, auch bei maximaler Zuladung von 1.709 Kilogramm drin sein.

Das Batteriepaket besteht aus 312 Zellen mit einer Gesamtkapazität von 43 Kilowattstunden und ist platzsparend unter dem Ladeboden platziert. So bleibt die Laderaumkapazität unverändert. Die Batterieeinheit soll eine Reichweite – je nach Fahrzeugauslegung – von mehr als 200 Kilometern möglich machen. Je nach Ladestromkapazität sind die Akkus nach 45 Minuten wieder zu 80 Prozent geladen.

Der E-Crafter ist zukunftsfähig 

Das Fahrzeugkonzept des E-Crafter berücksichtigt bereits kommende Batterieentwicklungen, mit denen frei konfigurierbare Reichweiten bis zu 400 Kilometern möglich werden sollen. Interessante Perspektiven für viele Branchen, auch über den rein innerstädtischen Verkehr hinaus. Von den Dieselversionen hebt sich die Studie des E-Crafter durch eine spezielle Lackierung im Farbton "Reef Blue Metallic" mit entsprechend lackierten Stoßfängern und Seitenschutzplanken sowie einer blauen Leiste im Kühlergrill ab. Darüber hinaus ist der Crafter von vorn durch das Tagfahrlicht in C-Signatur, typisches Erkennungsmerkmal der E-Fahrzeuge von VW, zu erkennen. Das Cockpit unterscheidet sich durch das "Powermeter" statt des Drehzahlmessers, durch ein Lederlenkrad mit blauer Dekornaht sowie Sitze in Titanschwarz mit blauen Applikationen von den Selbstzündern.

Der Laderaum ist für die Anforderung von morgen, denen sich insbesondere die KEP-Branche stellen muss, gerüstet. Die Elemente Ladeboden mit ProSafe-Ladungssicherungssystem, Flex-Rack-Einrichtung und Regalsystem "Globelyst" stammen vom Ausbau-Spezialisten Sortimo.

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