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Auch Tesla plant für 2020 einen Pick-up

Tesla: Seit rund sechs Jahren trägt Elon Musk die Idee eines Pick-ups mit sich herum. 2020 könnte das erste Modell vom Band laufen.

Dieser Artikel gehört zum Themen-Special Pick-up mit dem Pick-up
Foto: © Tesla

Geht es um das Thema Elektroauto, fällt schnell der Name Tesla. Elon Musk hat es geschafft, sein Modell fest in den Köpfen der Autofahrer zu verankern, wenn es um Elektromobiliät geht. Und jetzt scheint endlich der Knoten geplatzt, schreibt doch das Unternehmen erstmals schwarze Zahlen. Doch der umtriebige Manager Musk, der sein Vermögen als Gründer von Paypal verdankt, hat mehr Visionen als nur einen Personenwagen. Eine davon gilt dem Warentransport. Schon vor sechs Jahren, so Musk, habe er eine Vorstellung von einem rein elektrisch betriebenen Pick-up gehabt. Vor Jahresfrist verkündete er daher die Idee, künftig seinen Kunden auch einen verbrennerlosen Pick-up anzubieten.

Die Ankündigung, im Laufe des Jahres 2018 schon eine Studie zu präsentieren, hat sich aber nicht ganz erfüllt. So präsentierte Musk im Sommer seine Ideen zu einem Elektro-Truck, näheres zum Pick-up-Truck gab es aber nicht. Hinweise sammelte die Fangemeinde aus seinen Tweets. So fragte der Tesla-Gründer im Juni per Twitter, was seine Fangemeinde in einem Pick-up-Truck von Tesla denn alles sehen wolle.

Reichweite von etwa 600 bis 800 Kilometern geplant

Im gleichen Atemzug verriet er, dass der Pick-up Autopilot-Funktionen haben wird, natürlich Allradantrieb und einen Doppelmotor. Das Drehmoment bezeichnet er selber als verrückt (crazy torque), die Aufhängung soll sich der Beladung dynamisch anpassen. Wer Strom braucht, kann sich an den 240V-Steckdosen bedienen, die einen kompletten Tag Leistung liefern und Generatoren hinfällig machen würden. Zudem soll der Pick-up eine Reichweite von 400 bis 500 Meilen haben, was 600 bis 800 Kilometer entspricht. Außerdem habe er mehr Platz für den Einbau einer Batterie, so argumentierte er. So lassen sich mehr Batterien hineinpacken und damit die Reichweite erhöhen. Geschickt gesetzte Marketing-Botschaften, denen erst einmal weiter nichts folgte.

Ganz einfach dürfte die Platzierung eines Pick-ups seitens Tesla nicht werden. Nicht gerade als Billiganbieter bekannt, will er mit einem eigenen Angebot im Revier des F-150 von Ford wildern. Denn das ist seit Jahren das meistverkaufte Ford-Modell und zählt generell seit Jahrzehnten zu den meistverkauften Fahrzeugen in den Vereinigten Staaten. Musk hat auf die Daten geschielt und seinen Pick-up-Truck etwas größere Dimensionen als die des F-150 angedient.

Erstmals schwarze Zahlen

Aktuell macht Tesla aber mit seinen Pkw Furore. Erstmals meldete das Haus schwarze Zahlen, sein Model 3 läuft nach einem holprigen Start läuft so gut, dass die Produktion kaum nachkommt. Chef Elon Musk füttert aber schon die Medien mit Informationen zu seinem kommenden Modell, dem Tesla Model Y. Das soll voraussichtlich ab Mitte 2019 vom Band laufen und ist ein Crossover. Mit diesem Modell will Tesla schaffen, bis 2020 eine Million Teslas gebaut zu haben. Elon Musk rechnet damit, dass das Model Y sogar noch besser einschlagen soll als das Model 3. Dazu sind aber neue Fertigungsstätten notwendig, da die bisherigen Standorte für die ehrgeizigen Ziele nicht ausreichen.

tesla.com/detesla.com/de

 

Text: Gerhard Prien
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