TÜV Süd

TÜV Süd (Foto: © TÜV SÜD)

Die Prüfer der neuen Mobilität

Neue Mobilitätskonzepte, Antriebe und automatisiert fahrende Fahrzeuge sollen sicher sein. Dafür stehen Prüforganisationen wie der TÜV Süd – und zwar weltweit

Wie sieht die internationale Entwicklung bei Regulierungen, Richtlinien und Standards aus? Wie werden autonome Fahrzeuge getestet? Einblicke in die Prüfarbeit gab der TÜV Süd, der mit dem ungarischen Prüfgeländebetreiber ZalaZone eine neue Kooperation eingegangen ist. Dabei geht es auch um die Entwicklung und Erprobung neuer Prüfmethoden – allen voran virtueller. Denn das Prüfzentrum bietet die Möglichkeit, Ergebnisse aus physischen Tests nahtlos zu digitalisieren, um sie so für die Erforschung, Etablierung und Validierung virtueller Testmethoden einzusetzen.

Lange hinkte der Fortschritt der Regulierungen hinter dem der Technologie her, jetzt gibt die Gesetzesseite Gas. Für Deutschland ist aktuell die AFGBV (Autonome Fahrzeuge-Genehmigungs- und Betriebsverordnung) verabschiedet worden. Damit setzt der Gesetzgeber die europäische EU L4-Richtlinie in nationales Recht um. Deutschland kann damit als erstes Land AVs nach L4-Maßgaben homologieren. Nicht nur in Deutschland und Europa – TÜV SÜD-Experten sitzen weltweit in allen wichtigen Gremien und Forschungseinrichtungen. Das hilft, um global als neutraler Übersetzer zwischen Herstellern und Regulierungsbehörden die Verabschiedung international gültiger Regelwerke zu beschleunigen.

Stichwort: Intermodale Mobilität

Nachhaltigkeit – das ist eine der großen Erwartungen an die New Mobility. Die Digitalisierung und Automatisierung des Verkehrs versprechen große Sprünge in Sachen Sicherheit, Effizienz und damit Nachhaltigkeit. Bereits seit 2007 verfolgt die EU das Ziel, die Zahl der Verkehrstoten weiter zu senken. Tatsächlich wurde mit dem Projekt Vision Zero viel erreicht: Die Zahl der Verkehrstoten ist seitdem deutlich und beinahe Jahr für Jahr kleiner geworden. "Autonomes Fahren wird einen weiteren großen Sprung in Richtung der Null bringen, wenn die Technologie sicher und die Konnektivität gegeben ist und damit die Schnittstelle Mensch/Maschine ideal funktioniert", so Patrick Fruth, CEO Division Mobility bei TÜV SÜD. Auch für die Umwelt bringt autonomes Fahren ein Plus: Von A nach B per Rad, Auto, Zug, Schiff oder Flug, wie es für die Umwelt am günstigsten geht, das wird in nicht allzu ferner Zukunft ein Algorithmus bestimmen. Das Stichwort dazu lautet intermodale Mobilität.

"Autonomes Fahren stellt sicher, dass Energie maximal effizient eingesetzt wird. Eine durch und durch nachhaltige Technologie also, die uns auch hier weiter an die Null bringt – keine umweltschädlichen Emissionen nämlich", sagt Fruth. Stichwort alternative Antriebstechnologien: TÜV SÜD verfügt als einziger Prüfdienstleister über ein globales Netzwerk von Prüflaboren für große Antriebsbatterien. Zudem gehört die Institution europaweit zu den führenden Zertifizierern von Ladestationen und setzt sich seit Jahren für global einheitlich hohe Sicherheitsstandards in der Elektromobilität ein. Außerdem arbeitet TÜV SÜD an verschiedenen Verfahren, um die CO2-Bilanz batteriebetriebener Fahrzeuge zu verbessern, etwa um Zustand und Wert einer Batterie zu bestimmen.

 

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Text: / handwerksblatt.de

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