Neue Kunden oder Mitarbeiter gesucht? Im Beitrag erklärt Mohamad Chouchi, Handwerksmeister von Influently, wie Betriebsinhaber über Social Media neue Aufträge generieren oder Mitarbeiter gewinnen können.

Neue Kunden oder Mitarbeiter gesucht? Im Beitrag erklärt Mohamad Chouchi, Handwerksmeister von Influently, wie Betriebsinhaber über Social Media neue Aufträge generieren oder Mitarbeiter gewinnen können. (Foto: © meistx.com)

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Der direkte Draht zu Kunden und Mitarbeitern

Betriebsführung

So werden aus Followern treue Kunden und die besten neuen Mitarbeiter. Handwerksmeister Mohamad Chouchi erklärt, wie es geht – mit Hilfe von Social Media.

Hand aufs Herz: Wir Betriebsinhaber stecken viel Arbeit in unsere Social-Media-Kanäle – mit Bildern von Baustellen, fertigen Projekte und Einblicken in den Alltag. Aber dann: Warten wir nur auf Likes oder bauen wir wirklich etwas auf?

Hier kommt das Thema Community-Management ins Spiel: Es geht darum, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen, die dem eigenen Account folgen. In dem der Chef zuhört, ihre Fragen beantwortet und eine echte Beziehung aufbaut. Das ist der direkte Draht zu potenziellen Kunden und den Fachkräften von morgen.

Vertrauen ist die Währung

Mit Postings aus dem Betriebsalltag wecken Handwerker Interesse an ihrer Arbeit und können potenzielle Kunden akquirieren. Foto: © meistx.comMit Postings aus dem Betriebsalltag wecken Handwerker Interesse an ihrer Arbeit und können potenzielle Kunden akquirieren. Foto: © meistx.comWarum das so entscheidend ist? Weil Vertrauen die härteste Währung ist – auf der Baustelle wie im Netz. Eine Studie des amerikanischen Tech-Unternehmens und Social-Media-Plattformbetreibers Sprout Social aus dem Jahr 2024 hat herausgefunden, dass für die meisten Leute schnelle und persönliche Antworten die wichtigsten Faktoren für Markenvertrauen sind. Wer das liefert, hebt sich ab. Man ist nicht mehr nur ein Betrieb von vielen, sondern der Betrieb, dem die Menschen vertrauen.

Das Schmieden dieser Gemeinschaft fängt klein an: mit einer klaren Handlungsaufforderung, einem sogenannten Call to Action (CTA), der das Feuer entfacht. Eine simple Frage wie "Was haltet Ihr davon?" am Ende eines Posts öffnet die Tür für Kommentare. Wenn jetzt jemand durch diese Tür kommt, beginnt das eigentliche Handwerk. Mit einem öffentlichen Kommentar kann der Betriebsinhaber die Person abholen und das Gespräch oft ins Private, in die Direktnachrichten, verlagern.

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Beispiel Ein Beispiel: Der Chef postet ein Bild von einer neuen Terrasse. Jemand kommentiert: "Starke Arbeit! Welches Holz ist das?" Darauf gibt es zwei Möglichkeiten: Der Kommentar bekommt ein Like. Das ist nett, aber bringt nichts. Der Chef antwortet öffentlich: "Danke Dir! Das ist Bangkirai, superrobust. Hast Du auch ein Projekt geplant?"

Der Weg zum Kunden

Mit Option zwei, der Antwort, öffnet sich die Tür zu einem potenziellen neuen Kunden. Antwortet dieser, kann man den nächsten, entscheidenden Schritt planen und eine private Nachricht schreiben. Zum Beispiel: "Hallo [Name], freut mich, dass Dir unsere Arbeit gefällt. Wenn Du Fragen zur Terrassenplanung hast, lass es mich wissen. Können auch gerne mal 5 Minuten telefonieren." Denn Kommentare wie das im Beispiel genannte sind mehr als nur ein Lob aus – es ist ein Signal für Interesse an Qualität und der Firma. 

Der Wechsel zu einer Direktnachricht bietet gleich zwei Vorteile: Sie ist persönlich und auf Augenhöhe. Der Schreiber zeigt damit, dass er nicht Chef, sondern auch Mensch ist, der einen echten Einblick in die Firmenkultur erlaubt. Und das gilt nicht nur, wenn es um Projekte geht, sondern auch bei Posts rund um Personal. Social-Media-Experten sprechen hier von einem authentischen Employer Branding (Arbeitgebermarke), das im Ringen um Fachkräfte keine Stellenanzeige der Welt ersetzen kann. So lassen sich auch Leute finden, die nicht nur einen Job suchen, sondern ein Team, das zur Firmenkultur passt. Und das sind die Momente, in denen aus einem Interessenten ein Kunde oder ein zukünftiger Mitarbeiter wird – und so wird aus einem einfachen Post ein handfestes Ergebnis.

 Das eigentliche Potenzial liegt im Dialog

Die meisten Betriebe machen nur die halbe Arbeit. Sie posten regelmäßig, überlassen die Interaktion aber dem Zufall. Das eigentliche Potenzial liegt im Dialog. Und dieser Dialog folgt einer klaren Struktur: vom öffentlichen Post in die private Nachricht

  1. Verbinden Sie den Post mit einer Handlungsaufforderung. Eine einfache Frage wie "Welche Farbe würden Sie wählen?" oder "Haben Sie dazu Fragen?" lädt zur Interaktion ein.
  2. Jeden Kommentar nicht nur liken, sondern grundsätzlich öffentlich antworten: Bedanken Sie sich für den Kommentar und beantworten Sie die Frage kurz und prägnant. Das zeigt allen anderen, dass hier zugehört wird.
  3. Verlagern Sie den Dialog ins Private: Schreiben Sie der Person eine Direktnachricht. "Hallo [Name], danke für Ihren Kommentar. Wenn Sie mehr Details zum Projekt XYZ wissen möchten, melden Sie sich gern!"
  4. Mit der privaten Nachricht haben Sie einen geschützten Raum. Dort stellen Menschen Fragen, die sie öffentlich vielleicht nicht stellen würden und Sie können individuell beraten, einen kurzen Telefontermin anbieten oder einfach ein gutes Gespräch führen. Das Ergebnis: eine 1-zu-1-Beziehung auf, die auf Vertrauen basiert. 

 

Kontakt Mohamad Chouchi Hier geht es zum Online-Auftritt von Mohamad Chouchi und seinem Unternehmen Influently.

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Text: / handwerksblatt.de

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