Rund jede vierte Person in Deutschland leidet unter Schlafstörungen – das geht aus einer aktuellen Befragung der Stiftung Gesundheitswissen hervor. Wie kleine Veränderungen Großes bewirken können.
Schlechter Schlaf kann ernste Folgen haben. "Kurzfristig kommt es häufig zu Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und verlangsamten Reaktionen – ein nicht zu unterschätzendes Risiko, etwa im Straßenverkehr. Langfristig kann Schlafmangel die Gesundheit beeinträchtigen", erklärt die Stiftung Gesundheitswissen dazu. "Wissenschaftliche Studien zeigen, dass der Schlaf unter anderem das Immunsystem, den Stoffwechsel und das Hormonsystem beeinflusst."
Laut einer Befragung der Stiftung Gesundheitswissen berichten 22 Prozent der Menschen in Deutschland, dass sie Probleme haben, durchzuschlafen, oder deutlich zu früh aufwachen. Darüber hinaus geben neun Prozent der Befragten an, Schwierigkeiten beim Einschlafen zu haben. Für Gesundheit und Wohlbefinden spielt erholsamer Schlaf jedoch eine wichtige Rolle.
Video: Die Schlafphasen im Überblick
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Einfache Anpassungen für einen gesunden Schlaf
Welche Maßnahmen helfen, die sogenannte Schlafhygiene zu verbessern? Die Stiftung Gesundheitswissen gibt Antworten.
An erster Stelle steht ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus: Der natürliche Schlafrhythmus wird unterstützt, indem man möglichst jeden Tag – auch am Wochenende oder an Feiertagen – zur gleichen Zeit ins Bett geht. Dabei sollte Schlafrhythmus zum persönlichen Schlaftyp passen. Für sogenannte "Eulen-Typen", die abends spät müde werden und morgens länger schlafen möchten, ist es beispielsweise schwerer, sich an sehr frühe Aufstehzeiten anzupassen.
Vorsicht beim Mittagsschlaf: Dieser sollte maximal 20 Minuten dauern, Menschen mit Schlafstörungen sollten besser ganz darauf verzichten.
🛏️ Eine fördernde Schlafumgebung
Im Schlafzimmer sollte es so dunkel wie möglich sein, da Licht den Schlaf stören kann. "Blickdichte Vorhänge oder Rollläden sowie das Entfernen leuchtender Displays helfen, den Raum zu verdunkeln", rät die Stiftung. "Auch der Wecker sollte so stehen, dass das Zifferblatt nachts nicht sichtbar ist." Ebenso wichtig: Ruhe. "Eine möglichst geräuscharme Umgebung fördert den Schlaf. Lassen sich Lärmquellen wie Straßenverkehr oder ein schnarchender Partner nicht vermeiden, können Ohrstöpsel eine einfache Lösung sein.
Darüber hinaus sorgt ein kurzes Lüften vor dem Schlafengehen für ein angenehmes Raumklima, eine Raumtemperatur von unter 18 Grad Celsius ist ideal.
💡 Gewohnheiten anpassen
Alkohol macht zwar durchaus müde, beeinträchtigt jedoch die Schlafqualität – insbesondere in der zweiten Nachthälfte kommt es durch den Alkoholabbau zu leichterem Schlaf und häufigerem Erwachen.
Koffein, Nikotin und schwere Mahlzeiten können den Schlaf ebenso stören. "Besser sind beruhigende Abendrituale, die beim Abschalten helfen – etwa eine Tasse warme Milch oder Kräutertee, ein Buch lesen, ruhige Musik hören, Tagebuch schreiben oder Entspannungsübungen", so die Stiftung Gesundheitswissen.
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