"Es liegt mir persönlich sehr am Herzen, dass wir alles tun, damit alle jungen Menschen, die sich um eine Berufsausbildung bemühen, am Ende des Jahres auch einen Ausbildungsplatz gefunden haben", erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek zum "Tag des Handwerks". Das BMBF will die Nachvermittlung unversorgter Lehrstellenbewerber noch mit allen Kräften nach vorne bringen.

"Es liegt mir persönlich sehr am Herzen, dass wir alles tun, damit alle jungen Menschen, die sich um eine Berufsausbildung bemühen, am Ende des Jahres auch einen Ausbildungsplatz gefunden haben", erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek zum "Tag des Handwerks". Das BMBF will die Nachvermittlung unversorgter Lehrstellenbewerber noch mit allen Kräften nach vorne bringen. (Foto: © BMBF/Hans-Joachim Rickel)

Karliczeks Appell: "Wir müssen jetzt dranbleiben!"

Endspurt am Ausbildungsmarkt. Im Handwerk sind noch viele Lehrstellen unbesetzt. Anja Karliczek will alle Kräfte mobilisieren. "Wir müssen jetzt dranbleiben!", appelliert die Bundesbildungsministerin am "Tag des Handwerks".

Trotz der Corona-Pandemie hat sich auf dem Ausbildungsmarkt dieses Jahr schon viel bewegt. Über 170.000 bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber haben zuletzt einen Ausbildungsplatz gefunden. "Dank des großen persönlichen Engagements aller Beteiligten", erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek zum "Tag des Handwerks" exklusiv gegenüber handwerksblatt.de. 

Beste Chancen für Bewerber

Allerdings seien – Stand Ende August – immer noch 84.000 Bewerberinnen und Bewerber unversorgt und mehr als 150.000 betriebliche Ausbildungsstellen unbesetzt. "Es liegt mir persönlich sehr am Herzen, dass wir alles tun, damit alle jungen Menschen, die sich um eine Berufsausbildung bemühen, am Ende des Jahres auch einen Ausbildungsplatz gefunden haben", betont Anja Karliczek. 

Rechnerisch seien die Chancen gut, auch während des bereits begonnenen Ausbildungsjahres noch einen Ausbildungsplatz zu finden. Umso wichtiger sei die Phase des Endspurts. "Wir müssen jetzt dranbleiben und möglichst allen jungen Menschen eine Ausbildung ermöglichen."

Unterstützung des BMBF

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geht mit gutem Beispiel voran. Anja Karliczek verweist auf Initiativen, Kampagnen und Programme, an denen ihr Haus beteiligt ist.

Im "Sommer der Berufsbildung" setzen sich die Akteure der Allianz für Aus- und Weiterbildung weiterhin für Information, Beratung und Vermittlung zu den über 300 bundesweit geregelten dualen Ausbildungsberufen ein.

Mit der Kampagne "Die Duale" informiere man – so Karliczek – noch einmal verstärkt über die großartigen Karriereperspektiven, die auf einer dualen Ausbildung aufbauen.

Die Ausbildungsbetriebe erhalten direkte finanzielle Unterstützung. Das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" des Bundesbildungs- und Bundesarbeitsministeriums helfe dabei, das Ausbildungsplatzangebot und bestehende Ausbildungsplätze auch in Pandemiezeiten zu sichern. 

700 Millionen Euro für Bundesprogramm

Für das Programm "Ausbildungsplätze sichern" stelle das Bundesbildungsministerium allein 2021 Jahr Haushaltsmittel in Höhe von 500 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere 200 Millionen Euro seien 2022 vorgesehen. "Der Bedarf an Fachkräften ist enorm. Für den Aufschwung nach der Krise brauchen wir sie dringend", steht für Bundesbildungsministerin Anja Karliczek fest.

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Text: / handwerksblatt.de