Entscheidet sich Schulabgänger für einen Ausbildungsberuf Handwerk, zum Beispiel wie im Foto im E-Handwerk, treibt er aktiv Nachhaltigkeit und Umweltschutz voran.

Entscheidet sich Schulabgänger für eine duale Ausbildung, treibt er in vielen Berufen aktiv Nachhaltigkeit und Umweltschutz voran. Zum Beispiel im Elektro-Handwerk (Foto). (Foto: © ArGe Medien im ZVEH)

Start in den "Sommer der Berufsausbildung"

Den ganzen Sommer gibt es Events und Veranstaltungen rund um die duale Ausbildung. #AusbildungStarten lautet der Hashtag der Kampagne, die sich an Schüler, Eltern und Betriebe richtet. Start ist am 13. Mai bei der Handwerkskammer Trier.

Die Partner der "Allianz für Aus- und Weiterbildung" starten in den "Sommer der Berufsausbildung" und werben von Mai bis Oktober mit Events und Aktionen bundesweit für das Erfolgsmodell der dualen Ausbildung. Die große Auftaktveranstaltung ist am kommenden Freitag, 13. Mai, bei der Handwerkskammer Trier. Eine ganze Woche lang dreht sich dort alles um das Thema "Faszination Handwerk".

Foto: © BMWIFoto: © BMWI

Bundesweit stellen sich in diesem Sommer für viele tausende junge Menschen die Weichen. Sie fragen sich, ob sie nach der Schule eine duale Ausbildung wagen sollen. Und wenn ja, wie sehen eigentlich die Karrierechancen zum Beispiel im Handwerk aus?

Um solche Fragen und Antworten geht es den ganzen Sommer über bei zahlreichen Veranstaltungen auf Bundes-, Landes- und regionaler Ebene. Die Kampagne richtet sich an Jugendliche, Eltern und Betriebe, denn die Azubis von heute sind die Fachkräfte von morgen

Veranstaltungen auf Bundesebene und in der Region

Bis in den Oktober hinein gibt es Veranstaltungen, die Lust auf eine Ausbildung in Werkstatt, Büro oder Backstube machen und den Jugendlichen bei der Ausbildungsplatzsuche helfen sollen. Die Auswahl ist groß: Über 323 dual zu erlernenden Ausbildungsberufen gibt es momentan. "Eine berufliche Ausbildung eröffnet eine berufliche Perspektive, die nachhaltig und erfüllend ist", macht auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks deutlich.

Der "Sommer der Berufsausbildung" fand 2021 zum ersten Mal statt und war nach Angaben der Organisatoren mit über 800 Veranstaltungen und in den sozialen Netzwerken  unter dem Hashtag #AusbildungStarten sehr erfolgreich.     

Das sind die Schwerpunkte:

Zeitraum Schwerpunktthema
Mai – Juni Berufsorientierung nutzen, Praktikum machen und Ausbildung starten
Juli – August Attraktivität: Die Zukunft im Blick – Jetzt einen Ausbildungsvertrag abschließen!
Juli – August Vielfalt der Zielgruppen
September – Oktober Nachvermittlung und Fördermöglichkeiten für junge Menschen. Jetzt Auszubildende einstellen und Zukunft sichern.
Jetzt aber los! #AusbildungKlarmachen.

Quelle: ZDH

Botschaft von Bundeskanzler Olaf Scholz an die Jugendlichen

Bundeskanzler Olaf Scholz ermunterte in seiner Videobotschaft die Schulabgänger, sich für einen Beruf zu entscheiden, der Freude macht. "Denn Motivation und Zufriedenheit sind die beste Garantie für Erfolg im Leben und im Beruf." Wer bereits in der Ausbildung nicht nur "büffeln sondern anpacken" wolle, für den sei die eine duale Ausbildung genau das Richtige.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck betont, dass für die "spannenden und anspruchsvollen Berufe" im Energie- und Mobilitätsbereich oder bei der Digitalisierung gut ausgebildete Fachkräfte gesucht werden. "Die duale Ausbildung bietet jungen Menschen viele spannende und anspruchsvolle Berufe, mit denen sie beispielsweise die Energiewende aktiv mitgestalten können. "Wir brauchen eine viel intensivere Berufsberatung und wir müssen auf allen Ebene für die duale Ausbildung werben. Die Allianz ist dafür eine gute Basis."

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sagt: "Ich bin froh, dass das nach den langen Corona-Monaten jetzt wieder vor Ort in den Schulen und auf Messen mit Beratungsgesprächen durch die Arbeitsagenturen sowie Jugendberufsagenturen möglich ist. Mit dem Sommer der Ausbildung wollen wir den Schülern auch ermöglichen, durch Schülerpraktika möglichst früh Praxisluft zu schnuppern und die eigenen Stärken und Fähigkeiten im Betrieb zu erleben. So unterstützen wir die Schüler von heute dabei, die Auszubildenden von Morgen und die Fachkräfte von Übermorgen zu werden."

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger erklärt, eine duale Ausbildung sei ein hervorragender Start ins Berufsleben und biete viele Chancen. "Sichere Arbeitsplätze heute und sehr gute Entwicklungsperspektiven in der Zukunft.  Unsere gemeinsame Anstrengung ist enorm wichtig, denn wir brauchen schon heute dringend mehr Fachkräfte. Ich hoffe, dass möglichst viele junge Menschen noch in diesem Jahr eine Ausbildung starten!"

Mehr freie Ausbildungsstellen, weniger Bewerberinnen und Bewerber

Zum Start in den "Sommer der Berufsausbildung" melden Arbeitgeber bundesweit zwar wieder deutlich mehr Ausbildungsstellen; aber die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber geht weiter zurück. "Deshalb braucht es abgestimmte Initiativen der ‚Allianz für Aus- und Weiterbildung‘", betont Detlef Scheele, Vorsitzender des Vorstandes der Bundesagentur für Arbeit.

Nach den schwierigen Pandemiejahren komme es jetzt besonders darauf an, dass kein Jugendlicher am Übergang von der Schule in den Beruf verlorengeht. "Unser gemeinsames Ziel ist, dass möglichst alle Jugendlichen eine nachhaltige berufliche Perspektive erhalten – und eine duale Ausbildung bietet diese in nahezu allen Berufen."

Hintergrund: Die Allianz für Aus- und Weiterbildung ist ein Bündnis aus Verbänden, Ministerien, Gewerkschaften und Arbeitgebern. Sie setzen sich gemeinsam dafür ein, junge Erwachsene und Ausbildungsbetriebe zusammenzubringen, damit möglichst viele junge Menschen im Jahr 2022 eine Berufsausbildung beginnen. 

Quelle: Allianz für Ausbildung

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Text: / handwerksblatt.de

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