Registrierkassen, Kassenprüfung, Finanzamt

"Für Betriebe mit Bargeldeinnahmen insbesondere in Handel, Handwerk, Hotellerie und Gastronomie wird dadurch einiges einfacher", sagt Datev-Expere Ralf Steinhäuser. (Foto: © ammentorp/123RF.com)

Registrierkassen: Neuer Standard für die Daten

Hersteller von Kassensystemen haben sich auf einen Datenstandard verständigt. Das erleichtert Betrieben mit Bargeld, etwa Handwerker, Gastronomen und Einzelhändlern, die Arbeit.

Kassenhersteller und Anbieter von Kassen und Software haben sich auf einen Datenstandard geeinigt, der eine möglichst automatisierte (Weiter-)Verarbeitung der Daten aus den Kassensystemen in Handel, Gastronomie und Handwerk ermöglicht. Diese sogenannte "DFKA-Taxonomie-Kassendaten" soll den durchgängig digitalen Prozess rund um den baren oder bargeldlosen Zahlungsverkehr ermöglichen. DFKA steht für Deutscher Fachverband für Kassen- und Abrechnungstechnik e.V. 

Der IT-Dienstleister Datev begrüßt die Einigung. Der neue Standard für Daten aus elektronischen oder computergestützten Kassensystemen oder Registrierkassen vereinfache die automatische Weiterverarbeitung dieser Daten, beispielsweise für die Finanzbuchführung oder die verpflichtende Kassendatenarchivierung.

Leichterer Austausch der Daten mit dem Steuerberater

"Für Betriebe mit Bargeldeinnahmen insbesondere in Handel, Handwerk, Hotellerie und Gastronomie wird dadurch einiges einfacher", sagt Datev-Expere Ralf Steinhäuser. "Beispielsweise wenn sie in Zusammenarbeit mit ihrem Steuerberater ihre kaufmännischen Abläufe den gesetzlichen Anforderungen und heutigen technischen Möglichkeiten anpassen."

  • Den branchen- und systemübergreifenden Standard können laut Datev alle Hersteller von Kassensystemen und anderen kaufmännischen Lösungen in ihre Software einbauen.
  • Anwender können dadurch ihre Daten nun mit anderen Abteilungen im eigenen Unternehmen, mit Behörden und dem Steuerberater austauschen und weiterverarbeiten. "Durch Taxonomien sind Doppelerfassungen oder aufwändige Datenkonvertierungen nicht mehr notwendig", betont Steinhäuser. 

Mit der DFKA-Taxonomie-Kassendaten könnten Hersteller ihre Softwarelösungen branchenübergreifend so weiterentwickeln, dass die Kassendaten einfach in ein digitales Kassenarchiv, in ein elektronisches GoBD*-konformes Kassenbuch und dann in die Finanzbuchführung übernommen werden könnten.

Die Datev plant für 2019 eine automatische Anbindung des Datev Kassenarchiv online an das Datev Kassenbuch online.

Quellen: Datev eG; Deutscher Fachverband für Kassen- und Abrechnungssystemtechnik im bargeld- und bargeldlosen Zahlungsverkehr e.V.

 

Text: / handwerksblatt.de

Kommentar schreiben

Das könnte Sie auch interessieren: