Das Thema Wohnungsbau dringend auf die Tagesordnung der Politik, sagt Felix Pakleppa. (Foto: © alphaspirit/123RF.com)

Baugewerbe fordert Impulse für Wohnungsbau

Der ZDB fordert von der Politik, Maßnahmen zu ergreifen, um den Wohnungsbau anzukurbeln. Die sinkenden Baugenehmigungen im ersten Halbjahr 2019 seien ein Alarmsignal.

Das Thema Wohnungsbau müsse dringend auf die Tagesordnung der Politik. Das sagt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB). "Die sinkenden Baugenehmigungen im ersten Halbjahr 2019 bei anhaltender Wohnungsnot sind ein Alarmsignal, das alle aufrütteln muss.“ Pakleppa fordert deswegen stärkere Impulse für den Wohnungsbau. Das Statistische Bundesamt meldete für das erste Halbjahr dieses Jahres 164.600 Wohnungsgenehmigungen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum waren das 2,3 Prozent weniger.

Hauptproblem fehlendes Bauland 

Die notwendigen Maßnahmen liegen laut Pakleppa auf der Hand: "Hauptproblem ist das fehlende Bauland. Hierzu hat die Baulandkommission umfangreich getagt. Jetzt müssen die Ergebnisse zügig umgesetzt werden. Insbesondere die Kommunen sind aufgefordert, bezahlbares Bauland auszuweisen. Daneben sollen Brachflächen aktiviert und mit einer entsprechenden Förderung saniert und baureif gemacht werden. Auch nicht mehr benötigte Flächen der Bundeswehr und der Bahn seien zügig in die Bebauung mit einzubeziehen.

"Wir brauchen außerdem bessere steuerlich Anreize, die langfristig wirken. Nur dann finden sich auch Investoren, die im bezahlbarem Wohnsegment bauen. Wir müssen die Baubremsen lösen, die Personalkapazitäten in den Verwaltungen müssen erhöht werden, ein zweites Planungs- und Beschleunigungsgesetz muss  schnellstens angegangen und verabscheidet werden, damit Plaungsprozesse nicht mehr jahrelang dauern. Mitepreisdeckel und -bremsen bauen keine Wohnungen, sondern sind eher dazu angetan, Investoren abzusschrecken."

Rahmenbedingungen müssen stimmen

Auch die Baufirmen stünden bereit, ihre Kapazitäten weiter auszubauen. Allein seit 2009 seien mehr als 150.000 neue Bauleute eingestellt worden. Dafür müssten die Rahmenbedingungen aber stimmen. "Das heißt auch: Weg mit dem Soli für die überwiegend als Personengesellschaften organisierten Bauunternehmen, damit mehr investiert werden kann.“

Text: / handwerksblatt.de

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