Stimmt die Kohle? Über eine Million Arbeitnehmer, deren Abrechnung mit der Datev-Software erstellt wird, können das auch papierlos prüfen.

Stimmt die Kohle? Über eine Million Arbeitnehmer, deren Abrechnung mit der Datev-Software erstellt wird, können das auch papierlos prüfen. (Foto: © Antonio Guillem/123RF.com)

Die Gehaltsabrechnung kommt per Mail

Mehr als eine Million Arbeitnehmer bekommen ihre Lohnabrechnung nur noch digital, meldet die Datev. Durchschnittlich kommen jeden Monat 33.000 Arbeitnehmer hinzu.

Der Trend zur Digitalisierung macht auch vor dem Lohnzettel nicht halt. Mehr als eine Million Arbeitnehmer bekommen ihre Lohn- oder Gehaltsabrechnung über das Datev-Portal "Arbeitnehmer online" ausschließlich in digitaler Form. 

Jeden Monat 33.000 neue Nutzer

Die betroffenen Arbeitnehmer sind bei insgesamt 48.000 Unternehmen beschäftigt, die sich für die elektronische Zustellung entschieden haben. Im Juli 2018 waren es mit 500.000 nur halb so viele. Durchschnittlich kamen seither jeden Monat mehr als 33.000 Arbeitnehmer hinzu, meldet die Datev. Die Millionenmarke wurde im September überschritten. 

Potenziell könnten noch rund 13,5 Millionen Arbeitnehmer auf die elektronische Verteilung online umgestellt werden, da ihre Lohn- und Gehaltsabrechnungen mit Datev-Software erstellt werden, erklärt das Nürnberger Unternehmen, das nach eigenen Angaben zu den größten IT-Dienstleistern und Softwarehäusern in Deutschland zählt. 

Vorteile durch die digitale Verteilung

  • Die Arbeitnehmer haben Zugriff auf ihre Lohnsteuerbescheinigungen und Sozialversicherungsnachweise. Ihnen steht damit ein digitales Archiv mit den Auswertungen der letzten zehn Jahre und der Zugriff auf ihre Lohn- und Gehaltsdokumente zur Verfügung.

  • Für die Absicherung des Zugangs kann der Nutzer zwischen zwei Verfahren wählen: der eID-Funktion des elektronischen Personalausweises oder einem smsTAN-Verfahren.  

  • Postlaufzeiten fallen weg.

  • Für den Arbeitgeber verringern sich durch den elektronischen Austausch Arbeitsaufwand und Kosten für Konfektionierung und Porto.

  • Medienbrüche werden vermieden. Außerdem können Unternehmen ihren Beschäftigten im Portal zusätzlich auch aktuelle Hinweise rund um Lohn und Gehalt bereitstellen.  

Quelle: Datev

Text: / handwerksblatt.de

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