Falschgeld: Immer weniger falsche Fünfziger

Banknoten-Fälscher sind einfallsreicher als dieser "Betrüger". Die Einführung der neuen Banknoten der Europa-Serie mit verbessertem Fälschungsschutz macht es ihnen allerdings schwerer. (Foto: © Yulia Saponova/123RF.com)

Falschgeld: Immer weniger falsche Fünfziger

In Deutschland sind weniger "Blüten" im Umlauf. Vor allem die gefälschten 50-Euro-Scheine nehmen deutlich ab, meldet die Bundesbank. Mehr Fälschungen gibt es bei 100-, 200- und 500-Euro-Bank­no­ten.

Foto: © Deutsche Bundesbank
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An­zahl der 50-Euro-Fäl­schun­gen geht zu­rück

Insgesondere die gefälschten 50-Euro-Banknoten waren stark rückläufig: Waren im Jahr 2018 noch 41.933 fal­sche 50-Euro-Bank­no­ten im Um­lauf, re­du­zier­te sich die An­zahl auf 31.038 Stück im Jahr 2019. Das ent­spricht einem Rück­gang von 26 Pro­zent. Ins­ge­samt ent­fie­len in Deutsch­land rund 80 Pro­zent des Falsch­geld­auf­kom­mens auf die 20- und 50-Euro-Bank­no­ten.  

Noten

Anzahl

 

Anteil (gerundet)

5 €

526

 

1 %

10 €

2.397

 

4 %

20 €

13.463

 

24 %

50 €

31.028

 

56 %

100 €

5.003

 

9 %

200 €

  1.299

 

2 %

500 €

1.443

 

3 %

Gesamt

55.159

 

 

 

Mehr Fäl­schun­gen bei 100-, 200- und 500-Euro-Bank­no­ten

Die Fälscher konzentrieren sich offenbar mehr auf die höheren Scheine: Die Bun­des­bank beobachtet eine stei­gen­de An­zahl an 100-, 200- und 500-Euro-Fäl­schun­gen. "Auf­grund der Aus­ga­be der neuen 100- und 200-Euro-Bank­no­ten im Mai 2019 ver­such­ten die Fäl­scher, die alten Fäl­schun­gen los­zu­wer­den", heißt es in einer Pressemitteilung der Bundesbank. 

Ins­ge­samt bleibe das Falsch­geld­auf­kom­men in Deutsch­land auf einem nied­ri­gen Ni­veau. Eine Büte" in die Hände zu be­kom­men sei sta­tis­tisch be­trach­tet ge­nau­so wahr­schein­lich wie 1.400 Jahre alt zu wer­den, betonte Bun­des­bank-Vor­stand Jo­han­nes Beer­mann bei der Vorstellung der Zahlen.

Sogar Münzen werden oft gefälscht

2019 wur­den in Deutschland rund 42.100 fal­sche Mün­zen entdeckt, 27 Pro­zent mehr als im Vor­jahr. Das betraf dann fast immer die 2-Euro-Münze (88 Pro­zent). "Rein rech­ne­risch kamen damit fünf fal­sche Mün­zen auf 10.000 Ein­woh­ner", so Bundesbank-Vorstand Beermann.

Text: / handwerksblatt.de

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