Bei der Kompetenzenmessung von Auszubildenden geht der Trend laut einer BIBB-Studie klar zu computerbasierten Testinstrumenten.

Bei der Kompetenzenmessung von Auszubildenden geht der Trend laut einer BIBB-Studie klar zu computerbasierten Testinstrumenten. (Foto: © Antonio Guillem/123RF.com)

Kompetenzen digital zu messen liegt voll im Trend

Unternehmensführung

Eine Studie des BIBB liefert erstmals einen systematischen Einblick über die in der Forschung entwickelten Methoden zur Kompetenzmessung in der beruflichen Bildung in Deutschland.

Die Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten für das Lernen und Prüfen in der beruflichen Bildung. Das gilt auch für die Kompetenzenmessung bei Auszubildenden. In der Forschung zeigt sich dabei klar ein Trend hin zu computerbasierten Testinstrumenten. Das ist ein Ergebnis der literaturbasierten Überblicksstudie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), die erstmals einen systematischen Einblick über die in der Forschung entwickelten Methoden zur Kompetenzmessung in der beruflichen Bildung in Deutschland liefert.

Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem für die Ausbildungsberufe Industriekaufmann, Kfz-Mechatroniker sowie Medizinischer Fachangestellter Tests zur Kompetenzmessung vorliegen. Diese meist computerbasierten Testinstrumente mit hohem Standardisierungsgrad nehmen hauptsächlich die fachlichen Kompetenzen in den Blick, gefolgt von den allgemeinen Kompetenzen wie Lese- und Mathematikkompetenzen und den sozial-kommunikativen Kompetenzen.

Aufwendig, aber sehr vorteilhaft

Die BIBB-Studie zeigt, dass die Entwicklung computerbasierter Testverfahren zwar ressourcenaufwendig ist, ihr Einsatz in der Praxis jedoch sehr viele Vorteile bietet. So böte sich die Möglichkeit, Prüfungen für eine große Anzahl von Auszubildenden auf der Grundlage gleicher Standards durchzuführen. Als Lehr- und Lerninstrumente könnten computerbasierte Kompetenztests die Ausbildungspraxis ergänzen und unterstützen sowie konkrete Förderbedarfe von Auszubildenden im Kompetenzerwerb identifizieren.

Die Publikation kann kostenlos beim BIBB heruntergeladen werdenBIBB-Forschungsdirektor Prof. Dr. Hubert Ertl sieht in der Studie einen wichtigen Beitrag zum Thema digitale Kompetenzmessung: "Mit dieser Studie liegt jetzt erstmalig ein guter Überblick zu diesem wichtigen Zukunftsthema vor. Sie zeigt für die Wissenschaft auf, wo noch Forschungslücken bestehen. Und sie verdeutlicht für die Berufsbildungspraxis, welche Vorteile computerbasierte Testverfahren bieten."

Text: / handwerksblatt.de

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