Bier

Wenn das kein Grund ist, um anzustoßen: Die Privatbrauerei Moritz Fiege aus Bochum hat in eine energieeffiziente Flaschenwaschanlage investiert und dazu einen Zuschuss vom Bundeumweltministerium erhalten. (Foto: © zinkevych/123RF.com)

Privatbrauerei investiert in Klimaschutz

Die neue Flaschenwaschanlage der Privatbrauerei Moritz Fiege in Bochum spart bis zu 100 Tonnen CO2 pro Jahr. Die Anschaffung wurde vom Bundesumweltministerium gefördert.

Die Privatbrauerei Moritz Fiege, ein Familienunternehmen mit Sitz in Bochum, füllt ihre Biere in Mehrwegflaschen mit Bügelverschluss ab. Um in Sachen Klimaschutz noch einen Schritt weiter zu gehen, haben die Inhaberbrüder Hugo und Jürgen Fiege beschlossen, in eine effizientere Flaschenwaschmaschine zu investieren, die auch für Bügelflaschen geeignet ist.

Die neue Anlage hat über 1,2 Millionen Euro gekostet, davon kamen 350.000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums. Es handelt sich bei der Maschine um eine Innovation, die bei Fiege erstmals zum Einsatz kommt. "Innovativ an der Flaschenwaschmaschine sind zwei verstellbare pneumatische Einschubfinger, die das Verklemmen der Bügelverschlüsse in der der Waschanlage verhindern", erklärt Marc Zinkler, erster Braumeister und Betriebsleiter bei Fiege. Das gelte sowohl für Flaschenformate mit 0,5 als auch solche mit 0,33 Litern.

Wasser, Chemie und Energie sparen

Dank Einsatz von Einschubfingern könne die Maschine deutlich kompakter gebaut werden und biete damit Raum für diverse Wärmerückgewinnungssysteme, die den Energieverbrauch beim Erwärmen der Flasche und beim Ausspülen und Abkühlen verminderten. Die sinnvolle Verringerung der zu erwärmenden beziehungsweise zu kühlenden Oberflächen durch individuell angepasste Korbträger ist laut der Brauerei eine weitere Besonderheit der innovativen Anlage. Durch das neue Verfahren sinkt alleine der jährliche Dampfverbrauch bei Fiege um 393.625 kWh.

Das Bundesumweltministerium meldet zudem, es würden darüber hinaus durch die neue Maschine Chemikalien, Wasser und bis zu 100 Tonnen CO2-Emissionen damit pro Jahr eingespart werden können. Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat das Vorzeigeunternehmen besucht und das umweltfreundliche Mehrwegsystem in Augenschein genommen. Wer dem Vorbild der Brauerei folgen möchte, kann sich auf der Website des Förderprogramms über mögliche Zuschüsse informieren.

Text: / handwerksblatt.de

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