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Ein Zugpferd voller Emotionen

Die Partnerschaft zwischen der Signal Iduna und dem BVB ist ein Erfolgsmodell. Ein Gespräch mit Marketing-Chef Torsten Uhlig über Sportsponsoring – und warum es nicht immer Fußball sein muss.

Perfekte Aussichten auf den Signal Iduna Park: Torsten Uhlig, Bereichsleiter Marketing des Versicherungskonzerns, hat 2005 die Partnerschaft mit Borussia Dortmund auf den Weg gebracht. Foto: © Frank Rogner
Perfekte Aussichten auf den Signal Iduna Park: Torsten Uhlig, Bereichsleiter Marketing des Versicherungskonzerns, hat 2005 die Partnerschaft mit Borussia Dortmund auf den Weg gebracht.

Seit 13 Jahren ist die Signal Iduna als Sponsor von Borussia Dortmund aktiv und Namensgeber des größten – für viele auch des schönsten – Fußballstadions in Deutschland. Die jüngste Aktivität des Finanzdienstleisters: Die "Versicherung09" – eine voll digitale Privathaftpflicht- und Hausratversicherung (nicht nur) für BVB-Fans.Torsten Uhlig ist Bereichsleiter Marketing bei der Signal Iduna und hat die Partnerschaft mit der Borussia 2005 maßgeblich mitgestaltet. Der Vertrag läuft noch bis 2026.

Darüber und wie Handwerksbetriebe vom Sportsponsoring des Versicherungskonzerns – der übrigens auch den Hamburger SV und über seine Agenturen einige Amateursportvereine unterstützt – lernen können, sprach das Handwerksblatt mit dem Marketingprofi. 

Handwerksblatt: Sportmarketing, die Partnerschaft mit Borussia Dortmund, das sind Themen, die ja oft mit starken Emotionen verbunden sind ...
Uhlig: (lacht) Ja, man regt sich zwar manchmal auf, aber wegen der Emotionen geht man da ja auch hin. Aber ganz im Ernst: Das war tatsächlich schon 2005 eine unserer strategischen Leitplanken in der Überlegung, langfristiger Partner bei Borussia Dortmund zu werden. Wir wollten die Chance nutzen, unsere Versicherungsmarke mit Emotionen aufzuladen und das dann auch zu leben.

Handwerksblatt: Von der Signal Iduna kann man direkt auf das Stadion von Borussia Dortmund blicken. Als eine Ihrer ersten Amtshandlungen in der Konzernzentrale haben Sie im September 2005 den Erwerb der Namensrechte am damaligen Westfalenstadion verhandelt. Jetzt haben Sie die Versicherung09 für BVB-Fans vorgestellt. Wie kam es dazu?
Uhlig: Wir hatten schon 2006/2007 die ersten Erkenntnisse dazu gewonnen, welche Bedürfnisse die Fangemeinde bei Versicherungen hat. Durch das veränderte Kundenverhalten und parallel unser Engagement bei dem Berliner Versicherungs-Start-up "Element" waren wir jetzt in der Lage, schnell und voll digital zu agieren. Daraus ist die Versicherung09 entstanden.

Handwerksblatt: Welche Ratschläge können Sie einem Handwerksbetrieb geben, der vor Ort einen Verein unterstützen möchte?
Uhlig: Der Betrieb sollte sich als erstes fragen, welche Ziele er mit diesem Sponsoring verfolgt. Das kann zum Beispiel wie beim BVB und uns zu Beginn sein, dass über die Bekanntheit des Vereins oder die Sportart Sympathiewerte für den eigenen Betrieb erzeugt werden sollen. Oder, und das ist von Verein, Region und Sportart abhängig, dass darüber hinaus eine positive Emotionalität ausgelöst wird. Denn eines ist doch für das Geschäft des Handwerkers klar: Wenn mich meine potenziellen Kunden nicht kennen und dann auch nicht sympathisch finden, dann werden sie auch keinen Auftrag bei mir unterschreiben. Jeder Kauf einer Ware oder Dienstleistung setzt doch voraus, dass Käufer und Verkäufer miteinander im grünen Bereich sind.

Text: / handwerksblatt.de
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