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Baugewerbe attraktiver für junge Menschen

Zum Ende des vergangenen Jahres waren knapp 39.000 junge Menschen in einer Ausbildung am Bau. Das waren 5,3 Prozent mehr als Ende 2017.

Insgesamt haben 13.769 junge Menschen eine Ausbildung in einem der 18 Bauberufe begonnen. Foto: © Lisa Young/123RF.com
Insgesamt haben 13.769 junge Menschen eine Ausbildung in einem der 18 Bauberufe begonnen.

Die Zahl der jungen Menschen, die am Bau eine Ausbildung absolvieren ist gestiegen. Zum Stichtag 31. Dezember 2018 waren es knapp 39.000. 5,3 Prozent mehr als Ende 2017. Das meldet der Zentralverband Deutsches Baugewerbe. Insgesamt haben 13.769 junge Menschen eine Ausbildung in einem der 18 Bauberufe begonnen, das entspricht einem Plus von 8,3 Prozent. In den alten Bundesländern waren es 11.391 neue Ausbildungsverhältnisse (plus 7,3 Prozent), in den neuen Bundesländern 2.378 Ausbildungsverträge im ersten Lehrjahr (plus 13,7 Prozent).

"Diese Zahlen sind äußerst erfreulich, sie beweisen die Attraktivität des Arbeitgebers Bauwirtschaft. Auf der anderen Seite zeigen sie auch, dass allein durch Ausbildung die Facharbeiterlücke am Bau nicht geschlossen werden kann," kommentierte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des ZDB die aktuellen Zahlen der SOKA-Bau. Pakleppa wies darauf hin, dass die Branche über die Berufsbildungsumlage rund 357 Millionen Euro solidarisch an die Ausbildungsbetriebe und die Ausbildungszentren für die überbetriebliche Ausbildung ausschütte. "Um diese gemeinsame Finanzierung großer Teile unserer Ausbildung beneiden uns andere Branchen. Rechnet man die Kosten der Ausbildungsbetriebe, die auch noch zu bewältigen sind, hinzu, so investieren die Betriebe knapp 700 Millionen Euro in ihren Berufsnachwuchs."

Pakleppa forderte die Politik auf, bei der Beratung über das Fachkräftezuwanderungsgesetz nicht nur auf die IT-Branche zu schielen, sondern klassische Facharbeiter in den Bauberufen nicht außen vor zu lassen. "2020 läuft die sogenannte Westbalkan-Regelung aus. Sie ermöglicht es Fachkräften aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien auf vereinfachte Art, hier eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Da wir mit der Qualifikation und dem Einsatz dieser Arbeitskräfte sehr einverstanden sind, setzen wir uns dafür ein, dass diese Regelung trotz des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes über 2020 beibehalten wird."

Text: / handwerksblatt.de

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