Motivieren Sie Ihr Mitarbeiterteam!

Motivieren Sie Ihr Mitarbeiterteam! (Foto: © hxdbzxy/123RF.com)

Handwerk: So motivieren Sie Ihr Team!

Betriebsführung

Mit Schulterklopfen kommt der Handwerksmeister heute bei seinen Mitarbeitern nicht mehr weit. Wer sein Team zu besonderen Leistungen anspornen will, muss die Kunst der Motivation beherrschen.

Ein hoher Krankenstand, unbegründete Fehlzeiten, schlechte Arbeitsorganisation – das alles sind Anzeichen für eine Motivationskrise in Ihrem Betrieb. Sie sollten diese Probleme nicht ignorieren. Denn Mitarbeiter sind das wichtigste Kapitel jedes Unternehmens. Doch Handwerksunternehmer haben meist wenig Zeit. Aber Mitarbeiter lassen sich auch täglich ohne großen Aufwand motivieren.

Richtig loben will gelernt sein!

Anerkennung gehört zu den wichtigsten Motivations-Instrumenten. Sie steht ganz oben auf der Wunschliste der Mitarbeiter. Ein anerkennendes Nicken, ein aufrichtiges Lob oder ein Schulterklopfen wirken langfristig besser als regelmäßige Gehaltserhöhungen. Doch richtig loben will gelernt sein. Denn im Alltag werden Mitarbeiter für gute Leistungen oft mit einem Standard-Dank abgefertigt.

Checkliste Mitarbeitermotivation: Was Sie beachten sollten!

    • Ein Lob sollte ehrlich sein: Loben Sie zu häufig oder kommt die Anerkennung nicht von Herzen, nehmen Ihre Mitarbeiter sie nicht mehr ernst.
    • Loben Sie direkt: Wenn ein Lob zu spät kommt, kann der Eindruck entstehen, dass Sie erst von einem Dritten auf die Leistung des Mitarbeiters hingewiesen wurden – und sie folglich selbst gar nicht wahrgenommen haben.
    • Loben Sie konkret: Gehen Sie bei Ihrer Anerkennung auf die erbrachte Leistung ein, stellen Sie heraus, was daran so besonders war und begründen Sie Ihr Lob.
    • Geben Sie Lob weiter: Wenn sich Kunden oder Kollegen über die Leistung eines Mitarbeiters positiv geäußert haben, geben Sie diese Anerkennung auf jeden Fall weiter – selbst, wenn Sie eine andere Ansicht haben.
    • Loben Sie alle Beteiligten: Wenn ein Team gute Arbeit geleistet hat, loben Sie auch das ganze Team. Zeigen Sie vor allem Anerkennung für die gute Zusammenarbeit. Vorsichtig sollten Sie damit sein, die Leistung einzelner herauszustellen. Das ist nur bei einem wirklich guten Team-Klima sinnvoll.
    • Zeigen Sie Phantasie: Ungewöhnliche Betriebsausflüge und kleine Aufmerksamkeiten als Belohnung für eine außergewöhnliche Leistung werden Ihre Mitarbeiter bestimmt zu schätzen wissen.

Checkliste: Motivation ist Chefsache!

Viele Unternehmern wissen nicht genau, wie sie ihre Mitarbeiter anspornen können. Sicher ist: Motivation ist Chefsache. Das Management-Center Handwerk (MCH) hat die wichtigsten Motivations-Instrumente zusammengestellt.

  • Anerkennung Sie steht ganz oben auf der Wunschliste der Mitarbeiter, betont das MCH. Und sie kann sich ganz verschieden ausdrücken: Sprachlich oder nicht-sprachlich (Lächeln, Nicken, Schulterklopfen). Immateriell oder durch materielle Belohnungen, zum Beispiel Sonderzahlungen. "Wichtig ist, dass nicht allein der Wert dieser Belohnung die Motivation fördert, sondern die Tatsache, dass es ‚zum guten Ton des Chefs‘ gehört, bei gegebenem Anlass Anerkennung zu zeigen."
  • Mitarbeitergespräche Regelmäßige Gespräche mit Ihren Angestellten sollten eine feste Einrichtung in Ihrem Betrieb sein, rät das MCH: "Hier bietet sich die Gelegenheit, Stärken und Schwächen zur Diskussion zu stellen, neue Arbeitsziele zu vereinbaren und dem Mitarbeiter Perspektiven aufzuzeigen."
  • Zielvereinbarung Sie sollten Ziele mit Ihren Mitarbeiter gemeinsam absprechen und sie ihnen nicht "aufs Auge drücken", so die Empfehlung der MCH-Experten. "Realistische, aber trotzdem mit Anstrengungen erreichbare Ziele fordern, fördern und motivieren den Mitarbeiter."
  • Delegation Wer Arbeit delegiert, zeigt, dass er seinen Mitarbeitern vertraut – und motiviert sie damit. Dabei sollten Sie beachten: Aufgaben der Personalführung sind nicht delegierbar. Und die Verantwortung für die übertragenen Aufgaben gegenüber Außenstehenden tragen weiterhin Sie als Chef.
  • Teamtreffen Regelmäßige Teamtreffen an festgelegten Terminen verbessern nicht nur die Abläufe und Zusammenarbeit im Unternehmen, so das MCH: "Sie sind darüber hinaus vor allem Ausdruck dafür, dass Mitarbeiter mit ihren Potenzialen, ihren Erfahrungen und Anregungen ernst genommen werden.
  • Leistungsgerechte Entlohnung und Mitarbeiterbeteiligung Untersuchungen zeigen, dass das Entgelt nicht die Wunschliste der meisten Mitarbeiter anführt. Damit die Entlohnung mitivierend wirkt, sollte sie an die Leistung gekoppelt sein. "Mitarbeiter müssen wahrnehmen können, dass Leistung sich bezahlt macht.
  • Prestigeobjekte und Statussymbole Damit kein Neid im Team entsteht, sollten Handy, Dienstwagen, Büroausstattung oder prestigeträchtige Geschenke zum Geburtstag an klare und bekannte Maßstäbe gebunden sein, raten die MCH-Motivationsexperten. Sie haben eine – wenn auch kurzfristige – motivierende Wirkung und können die Verbundenheit mit Ihrem Unternehmen erhöhen.
Text: / handwerksblatt.de

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