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Der Bund will die Förderung klimafreundlicher Heizungen reduzieren. Aktuell beträgt der Zuschuss bis zu 21.000 Euro. (Foto: © ZVSHK)
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Juli 2026
Die Bundesregierung plant die Kürzung der Heizungsförderung. Für das Fachhandwerk kommt das zu einem schlechten Zeitpunkt. Eingebunden in die Pläne war das SHK-Handwerk auch nicht.
Die Bundesregierung muss sparen und plant, die Förderung von Wärmepumpen und anderen klimafreundlichen Heizanlagen in den nächsten Jahren deutlich zu reduzieren. Die Förderbeträge sollen gekürzt werden. Für das Fachhandwerk kommt die Neuordnung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), zu der auch der Zuschuss für den Heizungstausch gehört, überraschend. "Und sie kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Verlässlichkeit und Planungssicherheit dringend notwendig wären", sagt Michael Hilpert, Präsident des Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK).
Vor allem ist man verärgert darüber, dass die Bundesregierung die SHK-Branche nicht in die Kürzungspläne einbezogen hat. Also diejenigen, die jeden Tag mit den Bürgerinnen und Bürgern über den Heizungstausch und mögliche Förderprogramme und Zuschüsse sprechen. "Das Handwerk weiß sehr genau, was funktioniert und was nicht", sagt Hilpert.
Der Verbandspräsident erwartet nun noch mehr Unsicherheit, mehr Erklärungsbedarf und noch weniger Vertrauen in die politische Verlässlichkeit. "Das belastet nicht nur die Betriebe, sondern verunsichert vor allem die Verbraucher, die vor einer Investitionsentscheidung stehen."
Ganz genau bekannt ist nach Angaben des Verbands auch noch nicht, wie die Förderung aussehen wird. Fragen zu künftigen Feinstaubgrenzwerten, zum Nachweis des neuen Local-Content-Bonus, zu Übergangsfristen und zur Umsetzung durch die KfW seien noch nicht geklärt.
Der Haushaltsausschuss des Bundestages muss sich jetzt mit den Kürzungsplänen voraussichtlich am 8. Juli befassen. Laut Medienberichten will mit der Kürzung bei der Heizungsförderung rund 2,1 Milliarden Euro bis 2030 sparen.
Man habe Verständnis dafür, dass der Bund sparen muss, und unterstütze den Weg auch ausdrücklich, so der Verband. Es sei richtig ist, soziale Zielgenauigkeit stärker zu berücksichtigen und besonders ineffiziente Gebäude gezielt in den Blick zu nehmen. "Aber von der angekündigten verlässlichen und auskömmlichen Förderung bis 2029 entfernt sich die Politik jetzt ein weites Stück: Geschwindigkeitsbonus und förderfähige Investitionskosten werden massiv zurückgeführt, der Effizienzbonus und Emissionsminderungszuschlag komplett gestrichen", so Hilpert. Wenn jetzt nicht die Strompreise runter gehen, Bürokratie abgebaut wird und Lohnnebenkosten sinken, dann wäre die Wärmewende "für viele Haushalte und Betriebe schlicht unbezahlbar".
Quelle: ZVSHK
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