Klimaanlagen liegen im Trend: Deutschland importiert und exportiert seit zehn Jahren immer mehr Geräte.

Klimaanlagen liegen im Trend: Deutschland importiert und exportiert seit zehn Jahren immer mehr Geräte. (Foto: © pramotephotostocks/123RF.com)

Klimageräte boomen

Betriebsführung

Deutschland importiert immer mehr Klimaanlagen. In den letzten zehn Jahren stiegen die Ausgaben für die Geräte um etwa 40 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro im Jahr 2019.

Um der Hitze im Sommer zu trotzen, setzten die Deutschen offenbar vermehrt auf Klimaanlagen, so stieg der Import von Klimageräten oder Teilen davon laut Statistischem Bundesamt (Destatis) innerhalb der letzten zehn Jahre um 40 Prozent. Allein 2019 betrugen die Importkosten 1,9 Milliarden Euro.

Besonders hoch ist die Nachfrage bei Klimaanlagen für Gebäude oder sogenannten Standgeräten. Hier verzeichnet Destatis ein Importplus von 72 Prozent seit 2010 auf 146 Millionen Euro im Jahr 2019.

Weniger Klimaanlagen für Kraftfahrzeuge während der Corona-Krise

Während der Corona-Krise von Januar bis Mai 2020 nahm der Import laut Destatis allerdings im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ab – um elf Prozent auf 763 Millionen Euro. Vor allem Klimaanlagen für Kraftfahrzeuge wurden weniger importiert und verzeichneten einen Rückgang von minus 43,7 Prozent. Die Einfuhr von Kompaktgeräten für die Wohnung stieg jedoch im gleichen Zeitraum um 90,4 Prozent.

Wie kaum anders zu erwarten, steigt die Einfuhr der Geräte regelmäßig vor Beginn des Sommers in den Monaten des zweiten Jahresquartals. Auch 2019 wurden von April bis Juni die meisten Geräte importiert mit einem Wert von insgesamt 182 Millionen Euro. Ansonsten lagen die Einfuhrkosten in dem Jahr monatlich im Schnitt bei 161 Millionen Euro.

Auch der Export von Klimageräten nimmt deutlich zu

Die eingeführten Klimageräte, darunter motorbetriebene Ventilatoren, Kompaktgeräte, Klimaanlagen für den Innenraum von Autos oder Umkehrwärmepumpen, stammten 2019 hauptsächlich aus Tschechien mit einem wertmäßigen Anteil von 19 Prozent vom Gesamtanteil. Dahinter kommt Italien mit zwölf Prozent vom gesamten Import sowie China mit zehn Prozent.

Laut Destatis hat nicht nur der deutsche Import, sondern auch der Export von Klimageräten zugelegt. Er stieg innerhalb der vergangenen zehn Jahre um 65 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro im Jahr 2019. Den größten Anteil davon, insgesamt neun Prozent, übernahm China, gefolgt von Frankreich mit acht Prozent sowie Österreich mit sieben Prozent.

Quelle: Destatis

Text: / handwerksblatt.de

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