Der Malerbetrieb Leisenheimer - Die Malerwerkstätte unterstützt seine 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wo es nur geht.

Der Malerbetrieb Leisenheimer - Die Malerwerkstätte unterstützt seine 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Pflege oder Kinderbetreuung. (Foto: © Leisenheimer Die Malerwerkstätte)

Malerwerkstätte Leisenheimer mit Otto Heinemann Preis ausgezeichnet

Betriebsführung

Die Malerwerkstätte Leisenheimer e.K. unterstützt seine Mitarbeiter bei der Pflege ihrer Angehörigen, bei Krankheiten oder der Kinderbetreuung wo es nur geht. Der Betrieb aus Rheinland-Pfalz ist bei der Berliner Pflegekonferenz mit dem Otto Heinemann Preis ausgezeichnet worden.

Die Malerwerkstätte Leisenheimer ist im Rahmen der Berliner Pflegekonferenz am 11. November in der Kategorie der kleinen Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten mit dem Otto Heinemann Preis ausgezeichnet worden. Der Preis würdigt Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die ihren Beschäftigten besonders pflegefreundliche Arbeitsbedingungen bieten. 

Das Unternehmen von Holger und Iris Leisenheimer unterstützt seine 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wo es nur geht, wenn sie Angehörige pflegen: mit Beurlaubungen oder Freistellungen, Weiterbildungsangeboten für Beschäftigte in Pflegezeit und individuellen Teilzeitmodellen, die auf die Betreuung und Pflege von Angehörigen abgestimmt sind.

Holger und Iris Leisenheimer Foto: © Leisenheimer Die MalerwerkstätteHolger und Iris Leisenheimer Foto: © Leisenheimer Die Malerwerkstätte

Der Familienbetrieb besteht seit 112 Jahren in vierter Generation. Holger und Iris Leisenheimer vermitteln ihren Mitarbeitern Ansprechpartner, helfen beim Ausfüllen von Anträgen und bei der Suche nach Betreuungsangeboten, begleiten auch im Trauerfall und fördern den Austausch der betroffenen Angehörigen untereinander.

"Momentan haben vier unserer Mitarbeiter etwas mit Pflege zu tun", erzählt Iris Leisenheimer. Sie selbst pflegt seit vier Jahren ihre 93 Jahre alte Mutter und gibt ihre Erfahrungen und Kontakte an ihre Mitarbeiter weiter. 

"Ich vereinbare auch Arzttermine für meine Mitarbeiter", berichtet die Unternehmerin. "Inzwischen kenne ich mich mit jeder Krankheit meiner Mitarbeiter aus."

In Kürze startet zum Beispiel die Wiedereingliederung eines Mitarbeiters, der lange wegen einer Knie-OP ausgefallen ist. Eine  Mitarbeiterin, die sechs Jahre in Elternzeit war, steigt demnächst wieder für einen Tag in der Woche ein.

Das Engagement der Unternehmer hat auch einen ganz praktischen Grund: Der Fachkräftemangel betrifft auch das Malerhandwerk. Neue Mitarbeiter zu finden gelingt fast nur noch, wenn der Betrieb ein gutes Arbeitsklima und ein familienfreundliches Umfeld bietet. 

Rückenschule, familiengerechte Urlaubsplanung und Teambesprechungen

 "Wir wollen, dass es allen Mitarbeitern gut geht. Teilzeitbeschäftigung, familiengerechte Urlaubsplanung, gemeinsame Aktivitäten und morgendliche Teambesprechungen sind eine Selbstverständlichkeit", sagt das Unternehmerehepaar. 

Die Malerwerkstätte Leisenheimer bietet noch viel mehr. Zum Beispiel im Winter eine Stunde Rückenschule oder Faszientraining unter Anleitung eines qualifizierten Physiotherapeuten für jeden Mitarbeiter. Ganz wichtig: "Wir als Chef und Chefin gehen natürlich mit auf die Matte, wir machen alle Übungen mit." Viele der Angebote werden von der IKK Südwest finanziert, erzählt Iris Leisenheimer. 

Eine Rehamaßnahme für das gesamte Team wiederum wurde über die Deutsche Rentenversicherung ermöglicht. Außerdem hat der Malerbetrieb einen Rücken schonenden Auswaschplatz für Pinsel installiert, sowie eine Sackkarre zum Transport schwerer Lasten angeschafft.

Malerwerkstätte Leisenheimer Die Malerwerkstätte Leisenheimer in Windesheim in Rheinland-Pfalz bietet ein umfangreiches Angebot an Maler-, Tapezier- und Lackierarbeiten, Verputz und Wärmedämmung sowie Denkmalpflege und Restaurierung an. Iris Leisenheimer engagiert sich auch bei den Unternehmerfrauen im Handwerk und ist Schatzmeisterin im Bundesverband.

"Gute Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Pflege und Beruf dienen nicht nur dem Wohl der Mitarbeitenden, sondern tragen dazu bei, Beschäftigte an den Betrieb zu binden und auf diese Weise Fachkräfte für den Betrieb zu sichern", erklärte ZDH-Geschäftsführer Karl-Sebastian Schulte bei der Online-Preisverleihung.

Daher sei der Otto Heinemann Preis gerade auch im Handwerk ein Preis mit Signalwirkung, sich als Betrieb aktiv den demografischen Veränderungen zu stellen und den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Lösungen anzubieten.

Der ausgezeichnete Handwerksbetrieb Malerwerkstätte Leisenheimer zeige eindrucksvoll, dass eine eher kleine Betriebsgröße keinesfalls ein Hindernis für familien- und pflegefreundliche Rahmenbedingungen sei.

Hintergrund: Der Otto Heinemann Preis zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zeichnet Betriebe, Unternehmen und Institutionen aus, die mit klugen Konzepten und vorbildlichen Lösungen ihre Mitarbeitenden durch eine gute Balance von Beruf und Pflege entlasten und denen es gelingt, wirtschaftlichen Erfolg und pflegefreundliche Personalpolitik in Einklang zu bringen. Der Otto Heinemann Preis wird von der spectrumK GmbH, dem BKK DV und IKK e.V. seit 2015 jährlich im Rahmen der Berliner Pflegekonferenz vergeben. Der ZDH unterstützt seither den Wettbewerb.

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Text: / handwerksblatt.de

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