Sieger Michel Monz (M.) und sein Werkstück mit Staatssekretärin Petra Dick-Walther (r.) und Daniel Tombers, Geschäftsführer der Tischlerei PURA

Sieger Michel Monz (M.) und sein Werkstück mit Staatssekretärin Petra Dick-Walther (r.) und Daniel Tombers, Geschäftsführer der Tischlerei PURA (Foto: © LIV Tischler RLP)

Tischler-Azubis zeigen, was sie leisten können

Wettbewerb: Landesverband Leben-Raum-Gestaltung zeichnet in Koblenz die Gewinner seines Nachwuchswettbewerbs 2022 aus.

Michel Monz von der Föhrener PURA – Die Tischler GmbH & Co. KG ist Sieger des Lehrlingswettbewerbs im rheinland-pfälzischen Tischlerhandwerk 2022. Sein Schreibtisch-Organizer ist das herausragende Werkstück des Nachwuchswettbewerbs. Zweite Siegerin ist Julia Selzer mit ihrer Garderobenkombination aus Esche. Selzer wird bei der Trierer Lumatic Elements GmbH & Co. KG ausgebildet. Sergej Girsch, Auszubildender der Budenheimer Holzwerkstätte König, sicherte sich den dritten Rang mit seiner hängenden "Garderobe in Parametrischem Design". Alle 20 Wettbewerbsteilnehmer wurden Ende Juni im Kinosaal 9 des Kinopolis Koblenz durch die Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Petra Dick-Walther, Landesinnungsmeister Stefan Zock und Hermann Hubing, Geschäftsführer des rheinland-pfälzischen Tischlerverbands, ausgezeichnet.

Beeindruckende Leistungen der Auszubildenden

Dick-Walter zeigte sich in ihrem Grußwort sehr beeindruckt von den Leistungen der jungen Auszubildenden im zweiten Lehrjahr. Sie hob zudem die Wertigkeit und die gestalterische Qualität der Werkstücke hervor. Auch Hubing betonte die Bedeutung des eigenständigen Gestaltens bei der Arbeit. Dies sei für viele Tischler auch im späteren Berufsleben ein großer Antrieb. Die Freude an Form und Gestaltung spreche aus allen Wettbewerbsarbeiten. "Daher würde ich mich freuen, wenn ich Ihre Gesellenstücke und Sie als Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Landeswettbewerb 'Die gute Form‘ wiedersähe", resümierte Hubing.

Jurymitglied Marcel Klotz von der Wormser Fenster Klotz GmbH erläuterte, was ihn und Mitjurorin Alexandra Birk-Märker von der Berufsbildenden Schule Mayen bei den Siegerarbeiten besonders beeindruckt habe: Die Garderobe des drittplatzierten Sergej Girsch sei vor allem durch ihre gestalterische Dynamik und organische Formgebung aufgefallen. Dass die Funktionalität dabei zu Gunsten des Designs in den Hintergrund trete, tue dem keinen Abbruch. Im Gegenteil, durch die Auswahl der Materialien und der Farbgebung ordne sich die Wettbewerbsarbeit harmonisch in jede Raumgestaltung ein. Die ansprechende Verarbeitung der Materialien, insbesondere die Hervorhebung der natürlichen Maserung des Eschenbretts, verleihe der Garderobenkombination der Zweitplatzierten Julia Selzer ihren besonderen Reiz. Dazu trage auch die raffinierte und außergewöhnliche Idee der beweglichen Leisten und der Schuhhalterung ein, die an Klemmbretter erinnere, so Klotz. Eine besonders gut gelungene Umsetzung des Wettbewerbsmottos "Drunter+Drüber" bescheinigte Klotz dem Schreibtisch des ersten Siegers Michel Monz. Die Formgebung und Gestaltung seien außergewöhnlich harmonisch und durchgängig, zudem sei nach Ansicht der Expertenjury der Einsatz von unterschiedlichen Materialien und Farben in Optik und Haptik stimmig und sehr gelungen angelegt.

Der Wettbewerb, der jährlich vom Landesinnungsverband des Tischlerhandwerks unter der Schirmherrschaft des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums ausgerichtet wird, richtet sich an Auszubildende des zweiten Ausbildungsjahres, die zusätzlich zu ihrer Ausbildung im Bereich der Formgebung und Gestaltung Erfahrungen sammeln möchten. Er unterstützt die weitergehende Beschäftigung mit der Gestaltung, die einerseits Ausdruck der eigenen Persönlichkeit ist, andererseits aber auf die individuellen Wünsche späterer Kunden eingehen soll.

Quelle: LIV Tischler RLP

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Text: / handwerksblatt.de

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