Eine neue Studie von Hero-Software bestätigt, dass das Handwerk als KI-resistent und zukunftssicher gilt. Dennoch wähl(t)en nur zehn Prozent der Befragten den Weg ins Handwerk.

Eine neue Studie von Hero-Software bestätigt, dass das Handwerk als KI-resistent und zukunftssicher gilt. Dennoch wähl(t)en nur zehn Prozent der Befragten den Weg ins Handwerk. (Foto: © auremar/123RF.com)

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Eine neue Studie geht der Frage nach, warum trotz Krisensicherheit und KI-Resistenz immer noch zu wenig junge Menschen den Weg ins Handwerk wählen.

Das neue Ausbildungsjahr hat begonnen – mit leicht ansteigenden Zahlen für das Handwerk, wie der Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) Ende Juli vermeldet. Eine gute Nachricht, vor allem, da der Trend im vierten Jahr anhält. Nach wie vor ist jedoch noch Luft nach oben. Eine neue Studie von Hero-Software bestätigt, dass das Handwerk als KI-resistent und zukunftssicher gilt. Dennoch wähl(t)en nur zehn Prozent der Befragten den Weg ins Handwerk. 

Wahrnehmung des Handwerks positiv – Entscheidung dafür hinkt hinterher

HERO hat eine Umfrage unter 1.000 Befragten zum Image von Berufen im Bauhandwerk durchgeführt. Foto: © Hero Software GmbHHERO hat eine Umfrage unter 1.000 Befragten zum Image von Berufen im Bauhandwerk durchgeführt. Foto: © Hero Software GmbH

In einer Befragung von 1.000 Deutschen zwischen 16 und 49 Jahren ist der Anbieter von cloudbasierter Software aus Hannover der Frage nachgegangen, wie es um das Image des Bauhandwerks bestellt ist und warum tausende Ausbildungsplätze im Handwerk unbesetzt bleiben. Die Ergebnisse zeigen: Die Wahrnehmung des Handwerks ist erstaunlich positiv. Gegenargumente sind körperliche Belastung und vermeintlich geringe Modernität. 

Unter den Befragten stimmten mit 4,7 auf einer Skala von eins bis sechs der Aussage zu, dass das Handwerk krisenresistent und zukunftssicher sei. 45 Prozent sehen Büro- und Verwaltungsberufe als die durch künstliche Intelligenz am stärksten bedrohte Berufsgruppe. In dem Ranking zu durch KI-gefährdete Berufe landet das Handwerk mit nur elf Prozent auf dem letzten Platz. Also ein klares Argument für das Handwerk. Dennoch setzen viele diese Erkenntnis nicht in die Tat um.

Handwerksausbildung: Interesse und Entscheidungsbarrieren

Immerhin 54 Prozent der 16-49-Jährigen haben eine Handwerksausbildung zumindest in Betracht gezogen, davon haben jedoch nur zehn Prozent den Gedanken in die Tat umgesetzt. Rund ein Viertel sehen es als eine Option unter mehreren. 19 Prozent haben sich ernsthaft damit beschäftigt und sich letztlich dagegen entschieden.

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Der Gap von über 40 Prozentpunkten zeigt: Das Handwerk verliert nicht beim ersten Eindruck, sondern irgendwo zwischen Interesse und Entscheidung. Positiv bei den Befragten, die das Handwerk zumindest in Betracht gezogen haben, wurde praktische Arbeit mit sichtbaren Ergebnissen gewertet (46 Prozent), gefolgt von Jobsicherheit (44 Prozent) und persönlichem Interesse (40 Prozent). Auch KI-Resistenz wird mit 29 Prozent ein wachsendes Argument für das Handwerk.

Körperliche Belastung als Ablehnungsgrund

Unter den Befragten, für die das Handwerk nicht infrage kommt oder kam, belegt körperliche Belastung mit 66 Prozent Platz eins. Mit erstaunlich geringen Abweichungen unter den Geschlechtern. 65 Prozent der ablehnenden Männer nennen diesen Grund, bei Frauen sind es 67 Prozent.

Mit nur fünf Prozent spielen Imagegründe eine untergeordnete Rolle, ebenso wie die Wahrnehmung von Modernität. Hier lohnt ein genauerer Blick: Spontan beschreiben nur 15 Prozent der Befragten das Handwerk als „modern und technologiegetrieben“, bei gezielter Nachfrage stimmen 40 Prozent zu. Das zeigt, dass die Modernität auf Nachfrage anerkannt wird, aber bei spontaner Reaktion nicht in den Sinn kommt.

Jugendliche zeigen sich aufgeschlossener, aber Konkurrenz mit dem Studium

Unter den 16- bis 24 Jährigen (n=220) schließen rund 58 Prozent eine Handwerkausbildung nicht kategorisch aus, ein höherer Wert als in allen anderen Altersgruppen. Bürojobs werden als die am meisten durch KI bedrohten Berufe angesehen (44 Prozent), hier glauben nur rund zehn Prozent, dass das Handwerk durch KI bedroht sei. Schlagendes Argument für das Handwerk ist für die meisten das Thema Jobsicherheit.

Dennoch bleibt auch in dieser Gruppe die Lücke zwischen Offenheit und tatsächlicher Entscheidung riesig. Von den 58 Prozent „Aufgeschlossenen“ bleiben nur rund zehn Prozent, die eine Ausbildung tatsächlich machen oder gemacht haben. Besonders hoch ist die Ablehnungsrate unter jungen Abiturienten, die das Handwerk zwar als zukunftssicher ansehen, sich letztlich trotzdem fürs Studium entscheiden.

Quelle: Hero Software

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Text: / handwerksblatt.de

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