Das Handwerk ist weiterhin positiv gestimmt. Trotz Corona-Krise und Nachwuchsproblemen blickt es optimistisch in die Zukunft.  Das belegt eine Studie des forsa-Instituts im Auftrag der IKK classic.

Das Handwerk ist weiterhin positiv gestimmt. Trotz Corona-Krise und Nachwuchsproblemen blickt es optimistisch in die Zukunft. Das belegt eine Studie des forsa-Instituts im Auftrag der IKK classic. (Foto: © Dmitrii Shironosov/123RF.com)

Umfrage: Handwerk blickt selbstbewusst in die Zukunft

Betriebsführung

Trotz Krise bleibt das Handwerk optimistisch, das geht aus den Ergebnissen einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag der IKK classic hervor. Mehr als zwei Drittel der Betriebsinhaber im Handwerk gehen davon aus, dass die Existenz der Handwerksunternehmen sicher ist.

Die vom forsa-Institut durchgeführte Umfrage im Auftrag der IKK classic zum Binnenklima im Deutschen Handwerk zeigt eine optimistische Grundstimmung der befragten Handwerker. Ein Großteil der an der Umfrage beteiligten Handwerker “blicken selbstbewusst in die Zukunft und zeigen eine zuversichtliche Haltung gegenüber den großen Herausforderungen der Branche“, sagt Frank Hippler, Vorstandsvorsitzender der IKK classic.

Über 80 Prozent der Befragten sehen ihre betriebliche Existenz trotz Corona-Krise nicht in Gefahr. Sie gehen davon aus, dass dem anhaltenden Fachkräfte- und Nachwuchsmangel durch neue junge Arbeitskräfte und Integration Einhalt geboten werden kann.

Von der Offenheit des Handwerks überzeugt

Viele Beschäftigte im Handwerk sind offen gegenüber neuen Kollegen mit ausländischen Wurzeln. Foto: © IKK-ClassicViele Beschäftigte im Handwerk sind offen gegenüber neuen Kollegen mit ausländischen Wurzeln. Foto: © IKK-Classic

Ein Großteil der im Handwerk tätigen Arbeitgeber - rund 80 Prozent - halten das Handwerk für einen attraktiven Karriereweg für Jugendliche. Um den vorhandenen Nachwuchs- und Fachkräftemangel – eines der größten Probleme des Handwerks – zu bekämpfen, halten viele der Befragten die Integration und Beschäftigung von Zuwanderern für eine gute Idee. Über 70 Prozent der befragten Mitarbeiter sind bereit, neue ausländische Kollegen aktiv bei der Integration zu unterstützen.

Gesundheitsmanagement im Aufschwung

Die Corona-Maßnahmen haben viele Handwerksfirmen in den letzten Monaten stark getroffen, weiß Frank Hippler, Vorstandsvorsitzender der IKK classic. Foto: © Thorsten SchmidtkordDie Corona-Maßnahmen haben viele Handwerksfirmen in den letzten Monaten stark getroffen, weiß Frank Hippler, Vorstandsvorsitzender der IKK classic. Foto: © Thorsten Schmidtkord

Die Bedeutung von gesundheitlicher Förderung in Betrieben wird durch die Umfrage erneut bestätigt. Das Interesse an digitalen Angeboten zur Gesundheitsförderung ist auf Seite der Mitarbeiter fast doppelt so hoch wie auf der Seite der Betriebsinhaber.

Am meisten gewünscht sind Themen wie Stressreduzierung (58 Prozent) und Rückengesundheit (49 Prozent). Bei den Arbeitgebern liegt das Thema Arbeitssicherheit (95 Prozent) hoch im Kurs. Insgesamt liegt die Quote der Arbeitnehmer, die gerne solche Angebote nutzen würden, bei knapp 40 Prozent. Von den an der Umfrage beteiligten Arbeitgebern würden 26 Prozent ihren Mitarbeitern Angebote zur Gesundheitsförderung bereitstellen.

Familienfreundlich und flexibel

Aus familiären Gründen einen Tag frei zu nehmen, ist im Handwerk kein Problem, bestätigen die Ergebnisse der forsa-Umfrage. Foto: © IKK-ClassicAus familiären Gründen einen Tag frei zu nehmen, ist im Handwerk kein Problem, bestätigen die Ergebnisse der forsa-Umfrage. Foto: © IKK-ClassicJob und Familie in Einklang zu bringen ist eine der grundlegenden Herausforderungen, die in der Corona-Krise noch einmal zusätzlich an Bedeutung gewonnen haben. Laut Umfrageergebnissen sind sich über 80 Prozent der Betriebsinhaber und Angestellten sicher, dies im Betrieb flexibel zu gestalten.

So erklären 86 Prozent der Arbeitgeber, dass es bei ihnen kein Problem sei, kurzfristig einen Tag frei zu nehmen. Bei den Arbeitnehmern liegt die Quote mit 81 Prozent leicht unter der der Betriebsinhaber.

Text: / handwerksblatt.de

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