ZVSHK: Staat muss Vorbild sein beim Umgang mit Trinkwasser
Das SHK-Handwerk fordert einen effizienteren Umgang mit Trinkwasser. Der Staat müsse hier mit gutem Beispiel vorangehen und den Verbrauch in Schulen oder Behörden deutlich reduzieren.
Der aktuell leichte Nieselregen nimmt dem Thema nicht die Brisanz: Angesichts der wochenlang anhaltenden Trockenheit fordert der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) einen effizienteren Umgang mit Trinkwasser. Der Staat müsse hier mit gutem Beispiel vorangehen. Nach Ansicht des Verbands sollte neben kurzfristigen Maßnahmen wie Entnahmeverboten stärker darauf gesetzt werden, den Wasserverbrauch in Gebäuden dauerhaft zu reduzieren.
"Trinkwasser ist ein kostbares Lebensmittel. Wer Wasser spart, schützt nicht nur Ressourcen, sondern handelt in aller Regel auch wirtschaftlich", sagt Daniel Föst, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK. Das Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk (SHK) verfüge über technische Lösungen, mit denen sich der Verbrauch nach Angaben des Verbands teilweise mit überschaubarem Aufwand senken lasse.
Zum Beispiel wassersparende Armaturen und Duschsysteme, moderne WC-Spülungen, die Beseitigung von Leckagen sowie eine effizientere Warmwasserbereitung.
Der Verband fordert, Wassereffizienz deshalb stärker bei der Beratung, bei Gebäudemodernisierungen und bei staatlichen Förderprogrammen zu berücksichtigen. Auch öffentliche Gebäude nimmt der ZVSHK in die Pflicht. Bund, Länder und Kommunen sollten nach Ansicht des Verbands die derzeit verfügbaren Investitionsmittel nutzen, um unter anderem Schulen, Verwaltungsgebäude und andere öffentliche Einrichtungen zu modernisieren.
Infrastukturmilliarden auch für den effizienteren Umgang mit Wasser nutzen
"Mit den vielen Infrastrukturmilliarden sollte der Staat auch seine Schulen, Verwaltungsgebäude und öffentliche Einrichtungen sanieren und in effizienteren Umgang mit Wasser investieren", sagt Föst. Bei allen Einsparmaßnahmen müsse natürlich die Trinkwasserhygiene gewährleistet bleiben, betont der Verband.
Technische Veränderungen an Trinkwasserinstallationen sollten deshalb von qualifizierten SHK-Fachbetrieben geplant und umgesetzt werden. Der ZVSHK sieht im SHK-Handwerk einen wichtigen Ansprechpartner für Eigentümer, Betreiber und Verbraucher. Ziel müsse es aus Sicht des Verbands sein, den Wasserverbrauch nicht nur in Zeiten akuter Trockenheit, sondern dauerhaft effizienter zu gestalten.
Quelle: ZVSHK
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Text:
Kirsten Freund /
handwerksblatt.de
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