In Mecklenburg-Vorpommern können die allgemeinbildenden und beruflichen Schulen nun Mittel aus dem DigitalPakt Schule erhalten, um damit Tablets, Laptops oder interaktive Tafeln zu kaufen. Bildungsministerin Bettina Martin (2.v.r.) sieht das Land bestmöglich auf die flächendeckende Umsetzung des DigitalPakts vorbereitet.

In Mecklenburg-Vorpommern können die allgemeinbildenden und beruflichen Schulen nun Mittel aus dem DigitalPakt Schule erhalten, um damit Tablets, Laptops oder interaktive Tafeln zu kaufen. Bildungsministerin Bettina Martin (2.v.r.) sieht das Land bestmöglich auf die flächendeckende Umsetzung des DigitalPakts vorbereitet. (Foto: © Silke Winkler)

DigitalPakt Schule: In Mecklenburg-Vorpommern geht’s los

Bildung

Am 9. Oktober hat in Mecklenburg-Vorpommern (MV) die Umsetzung des DigitalPakts Schule begonnen. Die beruflichen Schulen können einen Sockelbetrag von 75.000 Euro sowie einen Schülersatz in Höhe von 340 Euro pro Kopf erhalten.

Die Schulen werden über den DigitalPakt Schule bei Aufbau oder Verbesserung ihrer digitalen Vernetzung in Schulgebäuden und auf dem Schulgelände unterstützt. Gefördert werden schulisches WLAN, Anzeige- und Interaktionsgeräte wie etwa Whiteboards, digitale Arbeitsgeräte oder schulgebundene mobile Endgeräte. Betrieb, Support und Wartung der Schul-IT werden zentral mit den kommunalen Partnern abgestimmt.

Die ersten 24 Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern werden in Kürze eine Förderung für den Aufbau ihrer digitalen Infrastruktur erhalten, so das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Ziel des Bund-Länder-Programms sei es, die Schulträger bei ihrer Aufgabe zu unterstützen, die digitale Ausstattung aller Schulen voranzubringen. Bildungsministerin Bettina Martin habe einen 10-Punkte-Plan für den Roll-Out und die Umsetzung des Programms im Land vorgelegt.

Knapp 100 Millionen Euro für MV

Der DigitalPakt Schule umfasse bundesweit fünf Milliarden Euro Bundesmittel. Mecklenburg-Vorpommern werde davon insgesamt 99,2 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren erhalten. Darüber hinaus werde das Land für alle Schulträger die zehnprozentige Kofinanzierung übernehmen und damit nochmal knapp zehn Millionen Euro einbringen. Um Fördermittel aus dem DigitalPakt zu erhalten, müssen die Schulen ein Medienbildungskonzept vorlegen. Die Schulträger müssen zudem einen Medienentwicklungsplan einreichen.

In Mecklenburg-Vorpommern können alle Schulen laut dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eine Förderung erhalten: Der Sockelbetrag betrage je nach Schulart 40.000 Euro (Grundschulen), 50.000 Euro (weiterführende Schulen) oder 75.000 Euro (berufliche Schulen). Hinzu komme ein Schülersatz in Höhe von 340 Euro pro Kopf. Ein Roll-Out-Plan für die gesamte Laufzeit des DigitalPakts liege vor. Er sei mit den kommunalen Landesverbänden gemeinsam beschlossen und an die Schulträger kommuniziert.

Bestmöglich auf digitale Welt vorbereiten

"Wir haben uns in MV gemeinsam mit den kommunalen Schulträgern und den Schulen bestmöglich auf die flächendeckende Umsetzung des DigitalPakts vorbereitet. Nun kann es losgehen", so Bildungsministerin Bettina Martin (SPD). Mithilfe des DigitalPakts Schule werde MV einen großen Schritt vorankommen und alle Schulen besser mit digitaler Technik ausstatten. Die Digitalisierung sei bereits heute Teil der Lebens- und Arbeitswelt. "Schulen müssen diese Entwicklung aufnehmen und Kinder und Jugendliche bestmöglich auf ein selbstbestimmtes Leben in der digitalen Welt vorbereiten. Dafür brauchen sie die notwendige technische Ausstattung." In vielen Schulen gebe es schon Tablets, Laptops und interaktive Tafeln, aber eben noch nicht überall. Hier werde der DigitalPakt vor Ort in den Schulen viel verbessern.

Text: / handwerksblatt.de

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