Das Interesse verschiedenster Fachfirmen war groß am Fachgespräch zum Thema Kreislaufwirtschaft auf dem Bau, das vor Kurzem bei der Handwerkskammer Koblenz stattfand. Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich (11. v. r.) freute sich bei seiner Begrüßung darüber, dass so viele kleine und mittlere Unternehmen sich über das Thema informieren und austauschen wollten

Das Interesse verschiedenster Fachfirmen war groß am Fachgespräch zum Thema Kreislaufwirtschaft auf dem Bau, das vor Kurzem bei der Handwerkskammer Koblenz stattfand. Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich (11. v. r.) freute sich bei seiner Begrüßung darüber, dass so viele kleine und mittlere Unternehmen sich über das Thema informieren und austauschen wollten (Foto: © HwK Koblenz)

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Kreislaufwirtschaft gemeinsam gestalten

Ein Fachgespräch bei der Handwerkskammer Koblenz lieferte Fakten, Informationen und gab Gelegenheit für Fachfirmen, ihr Wissen zu vertiefen und sich auszutauschen.

Wie kann das Bauhandwerk ressourcenschonender und zugleich rechtssicher arbeiten? Mit dieser Frage befasste sich ein Fachgespräch zur Kreislaufwirtschaft auf dem Bau, zu dem die Handwerkskammer Koblenz Vertreter aus Handwerk, Entsorgungswirtschaft, Planung und Verwaltung eingeladen hatte. Ein zentraler Baustein war das Thema "Abfallrecht & Dokumentation" und die "Praxis der Entsorgung und Kreislaufführung". Im Mittelpunkt standen hier zum einen die Vermittlung der Grundsätze des Abfallrechts und der Gewerbeabfallverordnung.

In seinem Grußwort machte Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich deutlich, dass Kreislaufwirtschaft zunehmend zu einem zentralen Zukunftsthema für das Bau- und Ausbauhandwerk wird. "Nachhaltiges Bauen ist ein sensibles Thema und das endet nicht beim energieeffizienten Gebäude – es beginnt bereits bei der Frage, wie wir Materialien einsetzen, trennen, wiederverwenden und im Kreislauf halten", betonte er. Zugleich verwies er auf steigende gesetzliche Anforderungen und neue Chancen für Betriebe.

Hintergrund der Thematik sind neue rechtliche Vorgaben wie die Ersatzbaustoffverordnung sowie geplante Anpassungen im Abfallrecht, die eine stärkere Wiederverwertung von Baustoffen und mehr Dokumentationspflichten mit sich bringen. Für viele Betriebe bedeutet das neue Herausforderungen im Baustellenalltag – von der Trennung mineralischer Stoffe bis zur rechtssicheren Entsorgung. Deutlich wurde in Koblenz: Kreislaufwirtschaft betrifft viele Gewerke entlang der gesamten Baukette – vom Abbruch über Hoch- und Tiefbau bis hin zu Ausbau, Planung und Entsorgung. 

 

Hintergrund: Kreislaufwirtschaft Hintergrund Damit Stoffkreisläufe funktionieren, ist ein enges Zusammenspiel aller Beteiligten notwendig. In Rheinland-Pfalz wird die Kreislaufwirtschaft im Baugewerbe durch das "Bündnis Kreislaufwirtschaft auf dem Bau" vorangetrieben. Das Netzwerk aus Ministerien, Behörden, Baubetrieben, Kammern und Verbänden unterstützt kleine und mittlere Unternehmen dabei, gesetzte Ziele zu erreichen und so Ressourcen zu schonen, damit mineralische Abfälle als Sekundärrohstoffe weiter genutzt werden können. Landesweit hat sich die Kreislaufwirtschaft im Bauhandwerk Anfang 2026 zu einem zentralen Praxisthema entwickelt, das im Mittelpunkt einer Veranstaltungsreihe von Fachgesprächen an den Standorten der rheinland-pfälzischen Handwerkskammern stand.
Online Hier gibt es weitere Informationen rund um das Thema. 

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Text: / handwerksblatt.de

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