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HWK Münster | Juni 2026
Chancen auf dem britischen Markt ausloten
Am 18. und 19. Juni finden individuelle Beratungstage für Handwerksbetriebe zum Markt in Großbritannien statt.
Vor allem Kinder sind im Zuge längerer Autofahrten oft von Übelkeit betroffen. Der Automobil-Club Verkehr (ACV) weiß, welche Maßnahmen lindernd sowie vorbeugend wirken können. (Foto: © anatoliygleb/123RF.com)
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Juni 2026
Ferienzeit ist Reisezeit – und häufig stehen damit längere Autofahrten in Verbindung. Der Automobil-Club Verkehr (ACV) gibt Tipps zur Linderung sowie Vorbeugung von Reiseübelkeit und erklärt, warum sie entsteht.
Hitze, Kurven, schlechte Luft oder der Blick aufs Display können während der Autofahrt Übelkeit auslösen. Kinder sind davon besonders oft betroffen, doch auch Erwachsene können darunter leiden. Warum die Übelkeit entsteht, was sofort hilft und wie man vorbeugen kann, erklärt der Automobil-Club Verkehr (ACV).
Reiseübelkeit im Auto tritt auf, wenn das Gehirn widersprüchliche Informationen über Bewegungen erhält. Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr registriert Kurven, Bremsungen und Beschleunigungen, während die Augen diese Bewegungen nicht immer erkennen – etwa wenn auf ein Buch oder Display geschaut wird. So kann das Gehirn kann diese widersprüchlichen Signale nicht klar bewerten. Die Reaktion: Übelkeit. Typischerweise sind Kinder anfälliger, da ihr Gleichgewichtssystem und die Verarbeitung von Bewegungsreizen empfindlicher sind.
Menschen am Steuer wird meist nicht schlecht, denn: Wer selbst fährt, schaut auf die Straße und sieht die Bewegung des Autos.
Zeigen sich erste Anzeichen von Übelkeit, empfiehlt der Automobil-Club Verkehr folgende Maßnahmen:
💡 Blick nach vorne auf die Straße oder in die Ferne richten
💡 Buch, Handy oder Tablet weglegen
💡 Kopf möglichst ruhig halten
💡 Fenster öffnen und frische Luft zuführen
💡 Wenn möglich, anhalten und aussteigen
💡 Kühle Umschläge im Nacken oder im Gesicht anwenden
💺 Sitzplatzwahl: Zur Vorbeugung von Reiseübelkeit empfiehlt sich die Wahl des richtigen Sitzplatzes, bevorzugt der Beifahrersitz mit freier Sicht nach vorne. Ob das für Kinder infrage kommt, hängt von Alter, Größe und Kindersitz ab. Ein Sitzplatz auf der Rückbank mit freiem Blick nach vorne kann ebenso helfen.
⏰ Planung der Fahrzeit: Familien berichten, dass längere Fahrten während der Schlafzeiten für Kinder oft einfacher zu bewältigen sind. Die fahrende Person sollte dabei natürlich ausgeruht sein.
🚗 Bedingungen im Auto: Gerüche können Beschwerden verstärken. Der Geruch von Essensresten, süßen Getränken, stark duftenden Lufterfrischern, Zigarettenrauch oder der Dampf von E-Zigaretten kann an Kleidung haften und im Innenraum wahrnehmbar bleiben. Im geschlossenen Wagen wird es so schnell unangenehm, hinzu kommt die (häufig hohe) Temperatur im Auto.
Regelmäßiges Lüften sowie ein moderater Einsatz der Klimaanlage sind empfehlenswert. Dabei sollte der Luftstrom Letzterer nicht direkt ins Gesicht gerichtet sein.
🎶 Die richtige Beschäftigung: Musik, Hörspiele oder Spiele (Kennzeichenraten oder "Ich sehe was, was du nicht siehst"), bei denen der Blick nach draußen oder in die Ferne geht, sind während der Fahrt empfehlenswert. Verstärkt wird Übelkeit hingegen oft durch Lesen, Filme schauen oder das lange Blicken aufs Smartphone.
🍽️ Ernährung: Vor und während der Fahrt sollten keine üppigen oder schweren Mahlzeiten verzehrt werden, welche die Verdauung belasten. Stattdessen rät der ACV zu kleinen, milden Snacks wie Brot, Cracker oder Bananen sowie Flüssigkeiten wie stilles Wasser oder milder Tee.
Ingwer (zum Beispiel als Tee, Bonbon oder kandiert) bietet sich zusätzlich als Hilfsmittel gegen Reiseübelkeit an.
Extra-Tipp des ACVBei unvermeidbarem Blick auf das Display bieten Apple-Geräte die Funktion "Vehicle Motion Cues" (Einstellungen > Bedienungshilfen > Bewegung > Fahrzeug-Bewegungshinweise anzeigen), bei welcher bewegte Punkte am Bildschirmrand erscheinen. Diese sollen Unwohlsein während der Reise reduzieren können, da sie die Fahrzeugbewegungen optisch nachvollziehbarer machen sollen. Für Systeme mit Android gibt es ähnliche Apps.
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Medikamente mit Wirkstoffen wie Dimenhydrinat können in Erwägung gezogen werden, sofern andere Maßnahmen nicht greifen. Sie sollten jedoch bevorzugt vor Fahrtantritt und nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden. Besonders bei Kindern ist Vorsicht geboten, da Nebenwirkungen wie Müdigkeit möglich sind und das Risiko für Flüssigkeitsmangel bei Erbrechen steigt. Erwachsene sollten beachten, dass durch Medikamente unter anderem die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt werden kann.
Kommt es während der Fahrt zum Erbrechen, dann gilt: Ruhe bewahren und den Verkehr nicht gefährden. Personen sollten während der Fahrt nicht abgeschnallt werden, auf der Autobahn sollte möglichst bis zur nächsten Ausfahrt oder zu einem Rastplatz weitergefahren werden. Bei einem Notfall ist jedoch die sofortige Sicherung von Fahrzeug und Person vorrangig. Nach dem Vorfall helfen frische Luft, Wasser und etwas Ruhe. Die Fahrt sollte erst fortgesetzt werden, wenn sich alle besser fühlen. Bei kleinen Kindern und wiederholtem Erbrechen sollte auf Anzeichen von Dehydrierung geachtet werden und gegebenenfalls ärztlicher Rat eingeholt werden.
ACV-Checkliste gegen Übelkeit bei Autofahrten⭐ Vor Abfahrt leicht verdauliche Speisen und ausreichend Trinken konsumieren
⭐ Wasser und leichte Snacks mitführen
⭐ Sitzplatz mit Blick nach vorne wählen
⭐ Hörspiele oder Spiele ohne Bildschirm bereithalten
⭐ Regelmäßige Pausen mit frischer Luft einplanen
⭐ Bei bekannter Reiseübelkeit: Medikamente vorab mit Arzt oder Apotheke klären
⭐ Spuckbeutel, Feuchttücher und Wechselkleidung griffbereit habenQuelle: ACV Automobil-Club VerkehrDHB jetzt auch digital!Einfach hier klicken und für das digitale Deutsche Handwerksblatt (DHB) registrieren!
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