Gegen die Verbreitung des Corona-Virus helfen auch mobile Raumluftreiniger.

Gegen die Verbreitung des Corona-Virus helfen auch mobile Raumluftreiniger. (Foto: © Bartolomiej Pietrzyk/123RF.com)

Mobile Raumluftreiniger mindern Infektionsgefahren

Zu den Bausteinen einer guten betrieblichen Hygieneorganisation im Kampf gegen eine SARS-CoV-2-Infektion gehört Frischluft.

Neben dem Abstandsgebot, der Mund-Nase-Bedeckung und der Desinfektion von Flächen gehört auch Frischluft zu den Bausteinen der Hygieneorganisation im Betrieb, um das Corona-Infektionsrisiko zu senken. Aerosolpartikel in der Umgebungsluft konnten in den zurückliegenden Monaten mittels freier Lüftung wie offene Fenster gut aus Arbeitsräumen abtransportiert werden. Das ist spätestens seit Beginn des Herbstes nicht mehr so uneingeschränkt möglich. Der Paragraf 2c – die "Innovationsklausel" – der aktuell gültigen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW weist darauf hin, dass anstelle der Lüftung mit Frischluft auch innovative Techniken der Luftfilterung zum Einsatz kommen können. Eine ausreichende Wirksamkeit dieser Geräte muss bezogen auf die betreffenden Einsatzgebiete und Räumlichkeiten wissenschaftlich plausibel belegt sein. Die Geräte sollten auch größere Luftvolumenströme beherrschen und über hochwertige Filter der Klasse H14 oder ähnliche verfügen. Zur Verhinderung von indirekten Infektionen ist entweder eine gute Frischluftzufuhr oder eben eine gute Filterung der Raumluft notwendig. Eine hohe Luftwechselrate ist sehr wichtig, weil nur dadurch mögliche infektiöse Aerosolpartikel schnellstmöglich verdünnt werden können.

Raumgeometrie ist wichtig

Auch die Geometrie des Raumes hat Einfluss auf die Wirkungsweise eines Luftreinigers. Ein gutes Strömungsprofil mit gerichteter Zirkulation zwischen angesaugter Luft und Verteilung der gereinigten Luft im Raum ist wichtig. Üblicherweise kommen in den Geräten mehrere Filterstufen zum Einsatz. Entscheidend in der jetzigen Zeit ist es, virenbehaftete Aerosole zuverlässig herauszufiltern. Trotz aller Techniken sollten die persönlichen und organisatorischen Maßnahmen immer mit greifen. Zur Vermeidung gesundheitsschädlicher chemischer Zusatzstoffe zur Reinigung sind aktuell besonders zwei Reinigungsverfahren als eine zusätzliche Filterstufe in den Geräten verbaut: die UV-C-Strahlung und die Plasmaquelle. Mittels UV-Licht wird eine chemische Reaktion ausgelöst, die mit Hilfe von freigesetzten Sauerstoffradikalen die Raumluft zu einem sehr hohen Prozentsatz auch von Viren und Bakterien befreien kann. Im Plasma lassen sich unter Anlegen von Hochspannung dann Elektronen beschleunigen, welche auch ungewünschte Bestandteile der Raumluft durch Dissoziation und Oxidation ebenfalls zu einem hohen Prozentsatz eliminieren können.

Auf das CE-Zeichen achten!

Ein mobiles Raumluftreinigungsgerät sollte unbedingt ein CE-Zeichen aufweisen. Der Hersteller beziehungsweise "Inverkehrbringer" hat sich dann im Vorfeld auch Gedanken zu den unterschiedlichen Gefährdungsarten gemacht und das gehören natürlich auch infektionsbedingte Gefährdungen. Die produktbezogene Sicht auf mögliche Gefährdungen gilt es in den Betrieben mit der mitarbeiterbezogenen Sicht eines guten Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu verknüpfen.

 

Hintergrund Fragen zu einer effizienten Organisation des Arbeitsschutzes mit technischen, organisatorischen und persönlichen Bausteinen beantwortet bei der Handwerkskammer Münster Thomas Melchert, Tel.: 0251/ 5203123, E-Mail: thomas.melchert@hwk-muenster.de

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Text: / handwerksblatt.de

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