Den beiden 1. Bundessiegern aus der Region, Levin Schnell (l.) und Jonas Kauling (r.), gratulierte Handwerkskammer-Vizepräsident Jürgen Kroos (M.) auf der Abschlussveranstaltung des Leistungswettbewerbs in Berlin.

Den beiden 1. Bundessiegern aus der Region, Levin Schnell (l.) und Jonas Kauling (r.), gratulierte Handwerkskammer-Vizepräsident Jürgen Kroos (M.) auf der Abschlussveranstaltung des Leistungswettbewerbs in Berlin. (Foto: © ZDH/B. Trenkel/P. Lorenz)

Münsterländer Handwerker siegten als Berufsbeste

Vier junge Handwerker aus dem Kammerbezirk Münster haben in zwei bundesweiten Berufswettbewerben die ersten Plätze errungen.

Gleich zweimal gewann der Steinmetz und Steinbildhauer mit der Fachrichtung Steinbildhauerarbeiten Levin Schnell aus Warendorf (Ausbildungsbetrieb: Stefan Lutterbeck in Everswinkel). Mit einer Eule als Arbeitsprobe überzeugte er die Jury des Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks, die ihm den Titel "1. Bundessieger" in seinem Beruf verlieh.

Außerdem holte Schnell mit einem Widderkopf aus Anröchter Kalksandstein als Gesellenstück im Bundeswettbewerb "Die Gute Form" den 1. Preis in seinem Gewerk für die hervorragende Gestaltung.

Weitere Bundessieger aus dem Kammerbezirk

"1. Bundessieger" im Leistungswettbewerb wurde außerdem der Orthopädieschuhmacher Jonas Kauling aus Steinfurt (Ausbildungsbetrieb: Christian Gebhardt in Emsdetten). Seine Maßschuhe für Problemfüße aus hellem Leder mit blauer Absteppung, die er für die Gesellenprüfung fertigte, wurden als die Besten seines Gewerks bewertet. 

Den Titel "2. Bundessieger" errang der Zweiradmechatroniker mit der Fachrichtung Fahrradtechnik Tim Göttker aus Coesfeld (Radwelt Coesfeld Peter Baumeister) "3. Bundessieger" wurde der Fliesen-, Platten- und Mosaiklegermeister Malte Laurich aus Vreden (Fliesen Lepping in Vreden).

 

Vorausschau führte zum 1. Bundessieg Orthopädieschuhmacher Jonas Kauling (20) aus Steinfurt, 1. Bundessieger im Praktischen Leistungswettbewerb Foto: © Andreas BuckOrthopädieschuhmacher Jonas Kauling (20) aus Steinfurt, 1. Bundessieger im Praktischen Leistungswettbewerb Foto: © Andreas BuckOrthopädieschuhmacher Jonas Kauling (20) aus Steinfurt, 1. Bundessieger im Praktischen Leistungswettbewerb: "In meinem Beruf fließt Kreativität in die handwerkliche Arbeit ein. Zugleich hilft man Menschen. Diese Kombination finde ich schön. In der Gesellenprüfung wusste ich, wie lange ich für die den praktischen Teil haben würde. Ich hatte die Aufgabe, Maßschuhe für Problemfüße herzustellen. Mein Ausbilder, Orthopädieschuhmachermeister Christian Gebhardt aus Emsdetten, hat mir beigebracht, bei jedem Arbeitsschritt gedanklich schon beim nächsten zu sein und zu überlegen, was man parallel machen kann. So gewann ich Zeit, um in Ruhe über das nachzudenken, was mich mehr interessiert, und das ist die Gestaltung der Schuhe. Sie sollten nicht aus schwarzem Leder, sondern hell mit sportlicher Absteppung in blau sein. Es hat geklappt. Ich möchte erst in meinem Beruf und einige Gesellenjahre im Ausbildungsbetrieb bleiben und weiter an meinen handwerklichen Fertigkeiten schleifen. Ich bin entspannt, was in der Zukunft kommt – der Meister oder eine andere Weiterbildung."
Gleich zwei erste Plätze errungen Steinmetz und Steinbildhauer Levin Schnell (24) aus Warendorf, 1. Bundessieger im Praktischen Leistungswettbewerb und 1. Preisträger im Wettbewerb Die gute Form Foto: © Andreas BuckSteinmetz und Steinbildhauer Levin Schnell (24) aus Warendorf, 1. Bundessieger im Praktischen Leistungswettbewerb und 1. Preisträger im Wettbewerb Die gute Form Foto: © Andreas BuckSteinmetz und Steinbildhauer Levin Schnell (24) aus Warendorf, 1. Bundessieger im Praktischen Leistungswettbewerb und 1. Preisträger im Wettbewerb "Die gute Form": "Ich habe schon die Meisterschule am Steinmetzzentrum Königslutter begonnen. Vielleicht werde in der Zukunft auch noch Restaurator im Handwerk. Ich freue mich, dass ich nach der Ausbildung bei Steinmetz- und Steinbildhauermeister Stefan Lutterbeck in Everswinkel als Geselle bleiben kann und darf. Der Betrieb hat mich sehr gut ausgebildet und für das Leben als Handwerker vorbereitet. Mein Gesellenstück war ein steinerner Widderkopf. Das Tier finde ich spannend und gerade das Gehörn bot sich an, die Themen Leben und Tod symbolisch auszuarbeiten – der Kopf hat eine lebende und eine tote Seite. Mit dem Widder gewann ich den Preis ‚Die gute Form‘. In der Arbeitsprobe für den Leistungswettbewerb bekamen alle die Aufgabe, eine Eule in einen Stein einzuarbeiten. Die Jury fand meine Arbeit am besten, weil ich als einziger die Blickrichtung der Eule von der Vorlage veränderte. Sie schaut zur Seite statt nach vorn. Diese künstlerische Freiheit mag ich an meinem Beruf."

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Text: / handwerksblatt.de

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