Maurer Christoph Rapp ist bei den World Skills in Russland mit dabei. (Foto: © Constanze Knaack-Schweigstill)

Fit für die Weltmeisterschaft 2019

Das Nationalteam des Deutschen Baugewerbes trainierte in Kenn. Sein hohes Niveau lässt auf Medaillen hoffen.

"Die Konkurrenz schläft nicht“, weiß Alexander Bruns, Zimmerer aus Bad Dürkheim. Als Teilnehmer des Nationalteams Deutsche Bauwirtschaft hat er in seiner Freizeit etwa 400 Stunden für die Berufsweltmeisterschaft "Worldskills" in Russland trainiert. Nachdem er 2018 in Budapest Europameister wurde, will der 22-Jährige nun auch den Weltmeistertitel holen: "Für diesen Traum habe ich jahrelang trainiert."

Wettkämpfe vom 22. bis 27. August

Zum Abschlusstraining vor dem internationalen Wettkampf, der vom 22. bis 27. August in Kasan stattfindet, hat HWK-Ausbildungsmeister Ralf Schmitz das WM-Team und dessen Coaches in den Bauhof nach Kenn geholt. Schmitz betreut als Co-Nationaltrainer Christoph Rapp. Mit dem Maurergesellen aus Schwaben hat er schon häufiger geübt und ihn gemeinsam mit Trainer Jannes Wulfes zum Europameister 2018 gemacht. Bei den Worldskills geht es noch höher hinaus: Am Start sind über 1.600 junge Fachkräfte aus mehr als 60 Ländern in insgesamt 56 nicht akademischen Berufswettbewerben.

39 Teilnehmer in 33 Disziplinen

Das Team von Worldskills Germany tritt mit 39 Teilnehmern in 33 offiziellen Disziplinen an. Die Konkurrenz ist also groß – die Motivation des deutschen Nationalteams allerdings auch. Zur Vorbereitung auf die WM haben die Nachwuchstalente in Kenn schon wie die Weltmeister gezimmert, gemauert, gefliest, geschalt und betoniert, findet Schmitz: "Der Wettbewerb wird zwar hart. Aber mit seiner dualen Ausbildung kann Deutschland in der Weltliga mitspielen." Mit Schmitz freut sich HWK-Chef Axel Bettendorf, den Champions eine WM-Probebühne geboten zu haben: "Wir drücken die Daumen und hoffen auf die eine oder andere Medaille." Sollte das nicht klappen – bei Redaktionsschluss standen die Worldskills noch bevor – baut das Team auf das olympische Motto "Dabeisein ist alles!"

Bruns sagt es so: "Hauptsache, ich bin am Ende mit meinen Leistungen zufrieden." Vorbild für Lehrlinge sind die Profis allemal. "Daher bleiben die Übungsgewerke im Bauhof erstmal stehen", sagt Schmitz.

Text: / handwerksblatt.de

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