Die Energiekosten seien ein entscheidender Faktor für die Wertschöpfung in Deutschland deswegen braucht es eine verlässliche Stromversorgung und -preise für die energieintensive Branchen in der Wertschöpfungskette Backwaren.

Die Energiekosten seien ein entscheidender Faktor für die Wertschöpfung in Deutschland deswegen braucht es eine verlässliche Stromversorgung und -preise für die energieintensive Branchen in der Wertschöpfungskette Backwaren. (Foto: © ZDB/Darius Ramazani)

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Bäcker und Konditoren erwarten verlässliche Energiepolitik und Bürokratieabbau

Handwerkspolitik

Das Bäcker- und das Konditorenhandwerk fordern praxistaugliche und verlässliche politische Rahmenbedingungen bei Energie und Rohstoffen und einen konsequenten Bürokratieabbau. Anders sei die Versorgungssicherheit bei Brot und Backwaren nicht zu gewährleisten.

Damit das Bäcker- und Konditorenhandwerk die Versorgung mit einer breiten Vielfalt an Brot und Backwaren erhalten können, müsse die Politik praxistaugliche und verlässliche politische Rahmenbedingungen bei Energie und Rohstoffen schaffen. Dazu müsse sie die Bürokratielast für die Betriebe deutlich zurückfahren. Das forderten die Verbände der Backwaren-Wertschöpfungskette, darunter der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks und der Deutsche Konditorenbund. Die Versorgungssicherheit mit Backwaren sei kein Selbstläufer.

Laut Bäckerverband backen 70 bis 80 Prozent der Betriebe noch mit Gas. "Wir brauchen Planungssicherheit und Zeit für den Umstieg, sonst riskieren wir die dezentrale Versorgung und die Existenz vieler Bäckereibetriebe", erklärt Roland Ermer, Präsident des Bäckerhandwerks. Die Energiekosten seien ein entscheidender Faktor für die Wertschöpfung in Deutschland deswegen braucht es eine verlässliche Stromversorgung und -preise für die energieintensive Branchen in der Wertschöpfungskette Backwaren.

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Fachkräftegewinnung bleibt Herausforderung

Bürokratie und Regulierung dürften Innovation nicht lähmen. Die Verbände fordern daher den Mut zur Vereinfachung, besonders bei Dokumentationspflichten und im Arbeitszeitrecht, und ein "Frühjahr der Reformen". Ermer forderte eine Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes: "Weg von der täglichen, hin zur wöchentlichen Höchstarbeitszeit sowie eine Ausweitung der erlaubten Backzeiten an Sonn- und Feiertagen, um der Lebensrealität moderner Betriebe gerecht zu werden."

Wenn die Hürden für Betriebsübergaben durch Bürokratie und hohe Lohnnebenkosten weiter steigen, werde es immer schwerer, junge Gründer für die Nachfolge zu begeistern, so Bettina Schliephake-Burchardt, Präsidentin des Konditorenbundes. Sie forderte: "Regelungen in allen Bereichen mit Augenmaß, die einer Gründerkultur nicht entgegenstehen." Auch das Thema Fachkräftegewinnung bleibe in allen Branchen eine Herausforderung. Roland Ermer sagte: "Wir brauchen endlich bessere berufliche Orientierung an Schulen, bezahlbaren Wohnraum für Auszubildende und ein klares Bekenntnis zur Gleichstellung von beruflicher und akademischer Bildung."

Quelle: Zentralverband des Deutschen BäckerhandwerksDHB jetzt auch digital!Einfach hier klicken und für das digitale Deutsche Handwerksblatt (DHB) registrieren!

Text: / handwerksblatt.de

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