Der Geschäftsklimaindex in den Elektrohandwerken stieg gegenüber der Herbstkonjunkturumfrage 2022 deutlich an.

Der Geschäftsklimaindex in den Elektrohandwerken stieg gegenüber der Herbstkonjunkturumfrage 2022 deutlich an. (Foto: © tadamichi/123RF.com)

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Die Stimmung in den E-Handwerken steigt

Ein gestiegener Geschäftsklimaindex und zunehmende Auftragsbestände und Umsatzzuwächse: Laut der aktuellen ZVEH-Frühjahrskonjunkturbefragung gibt es großen Optimismus bei den elektrohandwerklichen Betrieben.

Das Geschäftsklima in den E-Handwerken verbessert sich weiter: Eine wachsende Nachfrage nach erneuerbaren Energien und Zukunftstechnologien sowie zunehmende Auftragsbestände und Umsatzzuwächse führen zu großem Optimismus der elektrohandwerklichen Betriebe. Das ergibt die aktuelle Frühjahrskonjunkturbefragung des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH). Demnach wollen viele Unternehmen expandieren. Die immer größer werdende Fachkräftelücke hemmt diese Entwicklung aber.

Grund für die positive Stimmung ist die gute Nachfrage nach e-handwerklichen Leistungen, die im Zuge von Energiewende, Energiekrise und Digitalisierung weiter zunimmt. Und dies trotz der Herausforderungen im Baubereich durch Inflation, hohe Materialpreise, Kaufkraftverlust und steigende Bauzinsen mit einem für das laufende Jahr vorhergesagten Einbruch der Konjunktur, besonders im Berich Wohnungsbau um etwa 12,5 Prozent.

Hoher Geschäftsklimaindex

Der Geschäftsklimaindex stieg gegenüber der Herbstkonjunkturumfrage 2022 deutlich an (Herbst 2022: 79,5 Punkte) und liegt nun auf 83,6 Punkten und damit auf dem Niveau von vor dem Krieg in der Ukraine. 71 Prozent der Betriebe gaben an, aktuell über ein gutes Geschäftsklima zu verfügen – gegenüber 64,5 Prozent, die sich im Herbst zufrieden mit ihrer wirtschaftlichen Situation gezeigt hatten. Grund für die gute Stimmung ist auch der dauerhaft hohe Auftragsbestand. So verfügen mittlerweile 59,3 Prozent der Betriebe über Auftragspolster von mehr als zwei Monaten, 34,7 Prozent sogar über Auftragspolster von mehr als vier Monaten.

Durch den hohen Auftragsstand steigt der Fachkräftebedarf und die -lücke wird größer. 66,4 Prozent der Umfrage-Teilnehmer gaben an, offene Stellen nicht besetzt zu haben. Vor sechs Monaten waren es noch 63,4 Prozent. Allerdings ist die Zahl der offenen Stellen im Herbst wegen des beginnenden neuen Lehrjahres traditionell niedriger. Dass die Zahl der unbesetzten Stellen dennoch kontinuierlich zunimmt, zeigt der Vergleich mit den Umfrage-Ergebnisse aus dem Frühjahr 2022: So hatten vor zwölf Monaten lediglich 63,9 Prozent der Betriebe offene Stellen nicht besetzen können (Frühjahr 2023: + 2,5 Prozentpunkte).

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Betriebe wollen weiter wachsen

Was die Zahl ihrer Mitarbeiter angeht, sind die Unternehmen aber ebenfalls optimistisch. So gaben 35,9 Prozent der Befragten an, dass sie in den nächsten sechs Monaten von einer Steigerung der Beschäftigtenzahl ausgehen. Nur 9,3 Prozent erwarten einen Rückgang ihrer Beschäftigtenzahl. "Aktuell sehen wir widersprüchliche Marktindikatoren. Obwohl der schwächelnde Baubereich für die E-Handwerke als größtes installierendes Gewerk ein wichtiges Standbein ist, haben die dortigen Rückgänge bislang kaum Auswirkungen auf die Stimmung und Geschäftslage in unserer Branche", so ZVEH-Hauptgeschäftsführer Alexander Neuhäuser:

Quelle: ZVEH

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Text: / handwerksblatt.de