Ein Facelift hält den Tonale frisch für seinen zweiten Lebensabschnitt.

Ein Facelift hält den Tonale frisch für seinen zweiten Lebensabschnitt. (Foto: © Alfa Romeo)

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Alfa Romeo Tonale: Feinschliff im Detail

Mobilität

Alfa Romeo hat den Tonale überarbeitet und ein Facelift gegönnt. Neben optischen Retuschen gibt es auch Neuerungen unter dem Blech.

Drei Jahre nach seinem Marktstart wurde der Alfa Romeo Tonale einer Modellüberarbeitung unterzogen. Das Update umfasst ein optisches Facelift, das dem italienischen Kompakt-SUV einen frischen Look verleiht, sowie technische Verbesserungen. Besonders auffällig ist die überarbeitete Front mit einem größeren Scudetto-Grill, markanteren Lufteinlässen und einem zentral statt seitlich versetzt angebrachten Nummernschild. An den Rückleuchten des gelifteten Tonale setzen dagegen neue 3D-Lichtsignaturen einen modernen Akzent. Abgerundet wird das Ganze durch Aluräder in Bi-Color-Farbgebung sowie drei zusätzliche Lackierungen, die den Italiener noch dynamischer wirken lassen.

Der Fahrer steht im Mittelpunkt

Der neue Drehregler für die Automatik liegt gut zur Hand. Foto: © Alfa RomeoDer neue Drehregler für die Automatik liegt gut zur Hand. Foto: © Alfa Romeo

Im Innenraum befindet sich die größte Neuerung an der Mittelkonsole. Der traditionelle Schalthebel für Doppelkupplung oder Automatik wurde durch einen schlanken Drehregler ersetzt. Die Displays mit 12,3 Zoll für die Instrumente und 10,25 Zoll für das Alfa-Connect-System bleiben hingegen unverändert. Typisch Alfa: Der Fahrer steht weiterhin im Fokus. Viele physische Schalter ermöglichen dabei eine intuitive Bedienung, fernab von einer digitalen Überfrachtung. Das gefällt.

Auch die verwendeten Materialien im Inneren überzeugen durch ihre solide Verarbeitung. Der Kunststoffmix wirkt besonders in Kombination mit der stimmungsvollen Ambientebeleuchtung hochwertig. Für mehr Individualität gibt es Optionen wie feuerrote Ledersitze oder die dezente Schwarz-Weiß-Kombination aus Alcantara und Kunstleder im Launch-Modell "Sport Speciale". So lässt sich der Tonale dem persönlichen Geschmack entsprechend anpassen.

Überarbeitetes Fahrwerk und Motoren

Der gefahrene Tonale Plug-in-Hybrid verfügt nun über etwas weniger Leistung. Foto: © Alfa RomeoDer gefahrene Tonale Plug-in-Hybrid verfügt nun über etwas weniger Leistung. Foto: © Alfa Romeo

Technisch hat Alfa ebenfalls nachgebessert: Das Fahrwerk wurde aufgerüstet. Eine breitere Spurbreite reduziert hierbei die Seitenneigung in Kurven und mindert das Untersteuern, was sich bereits auf den ersten Metern positiv auf die Fahrdynamik auswirkt. Außerdem erfüllen nun alle Motoren – vom Mildhybrid über den Diesel bis hin zum Plug-in-Hybrid – die strengste Euro-6e-Norm. Wie gehabt leistet der Selbstzünder 130 PS.

Dafür wächst die Systemleistung des Mildhybriden um 14 auf 174 PS, während der Plug-in-Hybrid Tonale Ibrida Plug-in Q4 mit 268 PS (statt zuvor 280 PS) antritt. Der 1,3-Liter-Turbobenziner an der Vorderachse arbeitet mit einer Sechsgang-Wandlerautomatik zusammen, während der E-Motor an der Hinterachse bei Bedarf für Allradantrieb (e4WD) sorgt. Der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert beim PHEV mit 6,6 Sekunden zwar jetzt etwas länger (+0,4 s) und die Höchstgeschwindigkeit sinkt auf 195 km/h. Angesichts des Effizienzfokus sind diese Werte jedoch akzeptabel.

Fahrspaß mit kleinem Manko

Auf Wunsch lässt sich der Alfa mit roten Ledersitzen ausstatten. Foto: © Alfa RomeoAuf Wunsch lässt sich der Alfa mit roten Ledersitzen ausstatten. Foto: © Alfa Romeo

Das adaptive Fahrwerk des Plug-in-Hybriden bietet eine breite Palette von weich bis straff und sorgt dafür, dass der Tonale nun satter auf der Straße liegt. Die Lenkung reagiert direkt, fühlt sich durch die starke Servounterstützung aber etwas künstlich an. Sie könnte mehr Fahrbahnkontakt vermitteln. Lobenswert ist jedoch, dass das Brake-by-Wire-System dem Alfa eine gefühlvolle Bremsdosierung ermöglicht.

Der Einstiegspreis für den überarbeiteten Alfa Romeo Tonale beginnt in Kombination mit dem 130-PS-Dieselmotor bei 34.874 Euro (alle Preise netto). Der 174 PS starke Hybrid ist mit 34.790 Euro sogar etwas günstiger. Der gefahrene Plug-in-Hybrid startet in Verbindung mit serienmäßigem Allradantrieb dagegen erst bei 43.950 Euro.

 

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Text: / handwerksblatt.de

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