Der Renault Master.

Der Renault Master. (Foto: © Renault)

Renault Master – ein starker Franzose

Wenn’s mal etwas mehr sein darf, bietet Renault mit dem Master einen Transporter der XXL-Klasse an. Wir sind den Spezialisten für schwere Sachen gefahren.

Wenn es um die großen Transporter im leichten Nutzfahrzeugsegment geht, darf Renault nicht fehlen. Mit ihrem Master haben sie ein bewährtes Modell im Markt, das es mit einem Opel-Logo noch als Movano sowie mit optischen Variationen noch als NV400 bei Nissan gibt. Mit seiner Historie von rund drei Jahrzehnten ist der Transporter für die großen Dinge längst ein Klassiker. 2019 haben die Franzosen ihn leicht modifiziert und bieten ab Werk 350 Varianten an.

Sechs Motorisierungen

Der Renault Master Foto: © RenaultDer Renault Master Foto: © Renault

Wir sind mit einen Master L2H2 unterwegs, also mittlerer Radstand und hohes Dach. Unter der Motorhaube arbeitet ein Diesel mit satten 180 PS. Renault bietet sein Modell mit insgesamt sechs Motorisierungen an: 96 kW/131 PS, 99 kW/ 135 PS, 107 kW/146 PS, 110 kW/150 PS. 120 kW/163 PS und 132 kW/180 PS.  Allerdings gilt auch: Genau in die Preisliste schauen, nicht jede Motorisierung ist mit jedem Modell kombinierbar. Die 130-, die 145- und die 165-PS-Versionen sind beispielsweise nur als Heckantrieb lieferbar.

Nutzlast bis zwei Tonnen

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Die stärkste Motorisierung kommt nur als Fronttriebler daher und ist generell mit Start-Stopp-Automatik und dem Energy Smart Management, wie Renault die Rekuperation nennt, ausgestattet. Mit der Motorisierung ist klar: Egal, ob der Wagen seine maximale Nutzlast von 1.375 Kilogramm voll oder nur teilweise ausnutzt, mit dem Aggregat ist problemloses und vor allem flottes Ankommen gesichert. Wem übrigens diese Nutzlast nicht reichen sollte, kann auf einen aufgelasteten Master der Länge L3 zurückgreifen. Bis 1.998 Kilogramm reicht die Nutzlast. Dann bewegen wir uns in der Klasse mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 4,5 Tonnen, der Testwagen ist ein klassischer 3,5-Tonner.

Bis 22 Kubikmeter Ladevolumen

Der Renault Master Foto: © RenaultDer Renault Master Foto: © Renault

Geht es eher um voluminöse Materialien wie etwa Dämmmaterial, kann der Testwagen 10,3 Kubikmeter aufladen. Auch hier gilt: Renault bietet mehr.

In der Länge L4, dahinter verbirgt sich ein langer Radstand mit Überhang, passen bis zu 17 Kubikmeter hinein. Ab Werk kann der Master mit einem speziellen Kofferaufbau sogar bis 22 Kubikmeter aufnehmen.

Gute Verbräuche

Der Renault Master Foto: © RenaultDer Renault Master Foto: © Renault

Mit seinen 180 PS leistet der 2,3-Liter-Diesel ein Drehmoment von 400 Newtonmetern. Die Power reicht für eine Höchstgeschwindigkeit von 165 km/h und wer so heftig aufs Gaspedal tritt, treibt den Verbrauch in die Höhe.

In den technischen Daten steht ein Verbrauch zwischen 6,6 und 6,9 Litern auf 100 Kilometern, im Test pendelte es sich um 7,2 bis 7,4 Liter ein – ein sehr ordentlicher Wert bei ökonomischer Fahrweise. Bei halber Nutzlast kommt ungefähr ein Liter obendrauf.

Viel Fahrerkomfort

Der Renault Master Foto: © RenaultDer Renault Master Foto: © Renault

Der Fahrer kommt zahlreicher elektronischer Helfer entspannt und komfortabel voran. Rein optisch hat der Master durch das Facelift im letzten Jahr noch einmal zugelegt, unter dem Blechkleid haben die Neuerungen und Modifikationen den Fahrerjob noch angenehmer gemacht. Gleiches gilt für die Sicherheit. Zur Serienausstattung gehören zum Beispiel ein ESP mit Beladungserkennung und ASR sowie ein Seitenwindassistent.

Helfende Elektronik

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Beim Fahren hat der Fahrer eine gute Sicht, im Falle des Kastenwagens ergänzen elektronische Helfer mangelnde Sicht, etwa beim Ein- und Ausparken. Ab Tempo 30 schaltet sich der optionale Spurhalteassistent ein, der sich meldet, sobald der Fahrer die Spur verlässt, ohne das Manöver per Blinker anzukündigen. Auch im engen Stadtverkehr erweist sich der Master als komfortabel und wendig und bringt Ladung und Fahrer sicher ans Ziel.

Fazit

Wer einen Transporter für schwere Lasten oder großes Volumen sucht, ohne auf ein komfortables Vorankommen verzichten zu wollen, sollte den Master mit auf seine Liste setzen. Durch das breite Motorenprogramm sowie Karosserieformen ab Werk mit bis zu 4,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht dürfte es schwer sein, keinen passenden Master zu finden. Preislich startet der starke Franzose ab netto 25.220 Euro für eine Ecoline-Version mit 135 PS in der 2,8-Tonnen-Klasse mit normalem Dach und kurzen Radstand (L1H1).

Text: / handwerksblatt.de

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