Hat schon jetzt Kultstatus: der neue 2CV Berlingo Fourgonnette.

Hat schon jetzt Kultstatus: der neue 2CV Berlingo Fourgonnette. (Foto: © Citroën)

Zurück in die Zukunft – mit der Kastenente

Citroën: Die Franzosen haben ihrem Berlingo als Hommage an den 2CV Fourgonnette einen Retrolook verpasst. Außen Vintage, innen modern, ist das Sondermodell mit einer Kleinserie demnächst bestellbar.

Drehen wir das Rad der Zeit 70 Jahre zurück und landen 1951. Wer sich für Fahrzeuge interessierte, erlebte die Premiere des 2CV Fourgonnette AU, der sich bis 1987 steter Beliebtheit erfreute. Genau: 2CV, da war doch was – die Ente. Ein Kultauto, das die einen liebten, die anderen hassten, aber jeder hatte eine Meinung dazu. Und mit U für Utility im Namen kam eben Nützlichkeit hinzu: Als Kleintransporter mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 bis 50 km/h ließen sich fünf Zentner damit transportieren oder ein Raum mit 1,88 Kubikmeter füllen.

Fast 1.250.000 Exemplare wurden verkauft, jetzt hat sich das Citroën-Designerteam und der italienische Karosseriebauer Caselani dieses Urtyps angenommen – und auf Basis des Berlingo das Sondermodell 2CV Berlingo Fourgonnette geschaffen. Außen retro, innen modern.

Neuinterpretation des Erfolgmodells Berlingo

Hat schon jetzt Kultstatus: der neue 2CV Berlingo Fourgonnette. Foto: © CitroënHat schon jetzt Kultstatus: der neue 2CV Berlingo Fourgonnette. Foto: © Citroën

Es ist eine Neuinterpretation des Erfolgsmodells Berlingo, der mit Innovationen wie drei Sitzen vorne, der elektrischen Feststellbremse oder der Überlastanzeige in seiner von 1996 an währenden Geschichte glänzte. Denn Retro liegt gerade in Italien und Frankreich im Trend, der Berlingo ist bereits das dritte Modell, dem eine Hommage an frühere Modelle zugeordnet wird. Der Designer David Obendorfer verwandelte schon den Jumper und den Jumpy in Retromodelle. Sein Job: Den Charme des alten Modells mit dem modernen Können der heutigen Modelle zu verbinden. Das lässt sich an den Nutzfahrzeugdaten ablesen: Der alte, neue 2CV kann eine Tonne transportieren und hat ein Ladevolumen von 4,4 Kubikmetern.

Die Hommage gelingt natürlich vor allem optisch. Von vorn sieht man nichts vom Berlingo, sondern hat den charakteristischen Kühlergrill, die Stoßstange und die Radkästen übernommen – auch wenn sie heute aus Glasfaser bestehen. Hinzu kommt das Streifendesign der Motorhaube, die runden Scheinwerfer finden sich auch wieder, wenn auch integriert und nicht wie im Original für sich komplett abgesetzt.

Unverwechselbare Wellblechverkleidung

Natürlich darf an den Seiten auch nicht die Wellblechverkleidung fehlen, die die Fahrzeuge so unverwechselbar gemacht hatte. Sie ist allerdings heute als zweite Haut über die normalen Blechteile des Berlingo gezogen und hat nur dekorativen Charakter. Ursprünglich hatte sie den Modellen mehr Stabilität verliehen. Außerdem findet sich im Heck an jeder der hinteren Türen ein kleines, vertikales Fenster, ebenfalls vom Original übernommen.

Die Technik im 2CV Berlingo Fourgonnette ist natürlich Stand 2022. Bis zu 18 Assistenzsysteme unterstützen den Fahrer in seiner Arbeit hinterm Steuer, im Retro-Design gibt es ein Head-up-Display, natürlich die Überlastanzeige, Grip Control mit Bergabfahrassistent oder ein Totwinkel-Überwachungssystem. Ganz zu schweigen von der üblichen Konnektivität, um sein Handy in die digital-elektronische Welt zu integrieren.

Auch die Fahrleistungen sind mit dem regulären Berlingo identisch. Schließlich haben die Franzosen das Hommage-Modell mit ihrer gesamten Antriebspalette ausgestattet. So gibt es ihn als dieselbetriebenen 1.5 BlueHDi, als 1.2 Pure Tech mit Benzinmotor ebenso wie mit Automatikgetriebe. Wer ihn elektrisch fahren will, kann auf eine Reichweite von bis zu 275 Kilometern mit einer Ladung rechnen, ohne Verluste in Sachen Ladevolumen hinnehmen zu müssen. Geplant ist der Start ab 2023, der Preis steht noch nicht fest.

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Text: / handwerksblatt.de

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