Peugeot RCZ vorne

Foto: © Peugeot

Peugeot RCZ: Doppelwölbung im Dach

Mobilität

Es soll ein ungewöhnlicher Sportwagen für relativ wenig Geld sein? Dann lohnt sich eine Probefahrt mit dem RCZ von Peugeot.

Bitte was für ein Auto? Ein RCZ? Von Peugeot? Diese Fragen höre ich öfter, wenn ich auf den Testwagen angesprochen werde. Und das ist nicht selten, obwohl der Wagen eigentlich viel Aufmerksamkeit verdient hätte. Denn wer diese Nachfragen stellt, dem ist ein wirklich spannendes, sportliches Auto von der Löwenmarke entgangen. Noch dazu eines, das die Franzosen schon in zweiter Generation vorstellen.

Ausgelegt als Viersitzer, ist der RCZ eher ein schicker Zweisitzer mit Notsitzen für Erwachsene, die sich mühsam in den Fonds hineinschlängeln müssen. 2 + 2 nennt sich das in der Fachsprache, aber für die Fahrt zu Viert in die Stadt oder gar eine längere Reise ist der Wagen nicht wirklich geeignet. Und auch wer mit großem Gepäck unterwegs ist, wird wenig Freude an dem doch eher bescheidenen Kofferraum haben.

Schicke Rennschnitte

Peugeot RCZ hintenAber mal ehrlich: Darin liegt ja auch nicht seine wahre Bestimmung. Der RCZ ist eine kleine, schicke Rennschnitte für all diejenigen, die ein flaches, roadsterähnliches Auto haben wollen und stets mit einem Dach über dem Kopf unterwegs sein wollen. Und gerade das Dach ist etwas Besonderes. Peugeot widmet sich gerne ungewöhnlichen Formen und so haben die Franzosen in dem Glasdach zwei Kuppeln geformt für Fahrer und Beifahrer. Ob diese Doppelwölbung schick oder albern ist, darüber streiten sich die Geschmäcker, sie ist aber auf jeden Fall ein Blickfang.

Im Jahr 2013 tritt der Sportwagen nach seinem ersten Auftritt 2010 nun in einer überarbeiteten Version an. Gut: Zweite Generation ist vielleicht etwas übertrieben formuliert, aber es hat sich was getan. Die Frontpartie wirkt etwas filigraner, der Löwe, das Markenemblem, ist freigestellt. Die neu gefasste Front weist auch nun unverkennbar die Zugehörigkeit zur Peugeot-Familie auf. Neu sind auch die Xenonscheinwerfer samt einer Scheinwerferreinigungsanlage. Äußerlich sind das die einzigen Änderungen am RCZ des Jahres 2013.

Zwei Benziner, ein Diesel

Peugeot RCZ innenDen Sportler gibt es in drei Motorisierungen, zwei Benziner und ein Diesel. Für die Benziner-Ausführung setzt Peugeot auf ein 1,6-Liter-Aggregat, das es in zwei Leistungsstufen gibt. Die kleinere Version leistet 115 kW/156 PS und verbraucht laut Hersteller 6,4 Liter auf 100 Kilometer. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 149 g/km. 0,3 Liter mehr verbraucht das größere Aggregat mit einer Leistung von 147 kW/200 PS. Die Schadstoffemission liegt bei 155 g/km. Und mit einer Spitzengeschwindigkeit von 235 km/h ist diese Variante auch die schnellste aus der RCZ-Familie.

Sparsamer wird es mit dem Zwei-Liter-Diesel. Der Selbstzünder hat 120 kW/163 PS und verbraucht 5,3 Liter bei einer Emission von 139 g/km. Der Motor entfaltet ein Drehmoment von 275 Newtonmeter und bringt schnell auf Tempo. Die 200 PS reichen für 225 km/h und es ist kein leeres Versprechen, wenn Peugeot von einem durchzugsstarken Motor spricht. Wer das sportliche Fahren liebt, sollte sich daher entweder auf den Diesel oder die große Benzinmaschine festlegen.

Preiswerter Einstieg

Genau darin liegen die Qualitäten des RCZ, dass man schön auf Tempo kommt und durch die Kurve fliegen kann. Bei höheren Geschwindigkeiten wirkt das Fahrwerk in Kurven zwar leicht schwammig, aber der Peugeot schiebt sich durch, um auf der nächsten Geraden eine bessere Figur zu machen. Schade nur, dass bei 225 eben Schluss ist. Aber bei der Größe des Fahrzeugs reicht das Tempo auch, zumal die Lautstärkeentwicklung nicht ganz ohne sind.

Dafür fällt der RCZ in genau die Kategorie, die sich Normalsterblich durchaus leisten können, wenn sie ein schickes Auto für sich oder eben zu zweit haben wollen. Der Benziner fängt bei 22.801,50 Euro (Preise o. MwSt.) an, der Diesel startet bei 24.826,50 Euro.

Fotos: © Peugeot

Text: / handwerksblatt.de

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