Der neue DS3 Crossback ist das zweite Modell der Citroën-Nobeltochter DS. (Foto: © Citroën)

Der DS 3 Crossback ist ein französischer Luxus-Gleiter

Mobilität - Pkw

Mit dem neuen DS3 Crossback bringt die Nobeltochter von Citroën ein schickes City-SUV auf den Markt, das mit vielen luxuriösen Accessoires aufwartet.

Nach dem Mittelklasse-Crossover DS7 Crossback präsentiert die Citroën-Edelmarke DS nun ihr zweites SUV. Mit einer Länge von 4,12 Meter ist der neue DS3 Crossback ideal für das Stadtgetümmel und bietet mit einem hohen Premium-Anspruch viel Eigenständiges. Angefangen beim kantig-runden Design mitsamt der angedeuteten Haifischflosse in der B-Säule, oder den Türgriffen, die sich beim Fahrtantritt bündig in die Karosserie zurückziehen bis hin zu den Matrix-LED Scheinwerfern mit seinen 14 Leuchtelementen. Ob Audi Q2, Mini Countryman oder Mercedes GLA: so viel Exklusivität bietet sonst kein anderer Premiumhersteller in dieser Fahrzeugklasse.

Feinstes Leder in Handarbeit

Foto: © Citroën
Foto: © Citroën

Auch innen bietet der DS3 Crossback Außergewöhnliches. Das in einem Rauten-Look gehaltene Interieur lässt sich über die vier gewöhnlichen Ausstattungslinien hinaus in fünf weiteren Stufen verfeinern. Dann präsentiert sich der DS3 Crossback in seinem Innenraum mit unter anderem Alcantara noch individueller. In der Topversion namens La Première ist beispielsweise das Cockpit mit feinstem Nappaleder und handgestickten Ziernähten bespannt.

Ebenso lässt sich die gegerbte Tierhaut in verschwenderischer Form an den Türverkleidungen und den Sitzen wiederfinden. Alles ist fein säuberlich verarbeitet. Der Fahrer kann sich von seinem Mobiliar wohltuend massieren lassen und schaut auf die oberflächenbehandelten Kippschalter der Mittelkonsole, die scheinbar wie Diamanten funkeln.

Nicht ganz dem Premiumanspruch gerecht wird das Head-Up-Display, welches die relevanten Informationen auf eine einfache Plastikscheibe projiziert. Auch das Multimedia mit seinem 10,2 Zoll großem Touchscreen zeigt Schwächen in der Bedienung, da es mit seinen integrierten Klimafunktionen überfrachtet ist. Sich gleichzeitig die Navi-Karte anzeigen lassen und dabei die Gebläseeinstellung verändern, geht im DS3 Crossback nicht.

Dafür glänzt der kleine Franzose mit vielen Fahrerassistenten, die unter anderem einen adaptiven Tempomaten umfasst. Vorne ist das Platzangebot in Ordnung, im Fond ist es dagegen eng, da die Bewegungsfreiheit ür Erwachsene nur recht bescheiden aus. Außerdem fühlen sich die mitreisenden Kollegen durch die schmalen Fenster im Haifischflossen-Design wie eingemauert. Auch das Kofferraumvolumen setzt mit 350 bis 1.050 Liter keine Bestmarken in Sachen Transport. Der DS3 Crossback ist halt ein Mini-SUV. Daher empfiehlt er sich eher für eine gefestigte Zweier-Beziehung.

Später auch als Stromer

Eine elektrische Variante folgt zum Jahresende. Foto: © Citroën
Eine elektrische Variante folgt zum Jahresende. Foto: © Citroën

Zum Verkaufsstart wird der DS3 Crossback zunächst mit Dreizylinder-Benzinern angeboten. Die drei Motoren leisten 100, 130 sowie 155 PS und schöpfen ihre Kraft aus 1,2 Litern Hubraum. Bei den beiden kräftigeren Antrieben ist ein Achtstufen-Automatik serienmäßig, der kleine Variante verfügt über ein manuelles Sechsganggetriebe. Ebenso stehen zwei Diesel mit 100 und 130 PS im Angebot, die im Juni an den Start gehen. Zudem gibt es in diesem Jahr noch eine elektrische Variante des DS3 Crossback.

Der E-Tense verfügt über einen 136 PS starken Elektromotor und hat eine Reichweite von bis zu 320 Kilometern. Die gefahrenen Top-Benziner mit 130, beziehungsweise 155 PS finden gefallen. Als typische Dreizylinder sind beide kaum auszumachen, da sie laufruhig ihre Arbeit aufnehmen. Dabei muss es nicht unbedingt gleich die stärkste Variante sein, denn mit 130 PS ist der DS3 Crossback bereits schon kräftig genug motorisiert. Die Automatik hangelt sich sanft und ruckfrei durch ihr acht Gänge-Menü, aber auch insgesamt bevorzugt der Franzose mehr die gemächliche Gangart als einen sportlich ambitionierten Außendienstler hinter seinem Lenkrad.

Der Franzose ist ein gemütlicher Cruiser

Denn: Bei ruhiger Fahrweise verwöhnt der DS3 Crossback mit einem angenehmen Fahrkomfort. Das Fahrwerk filtert die meisten Unebenheiten gekonnt heraus, derbe Stöße werden allerdings auch so manches Mal direkt an die Insassen weitergeleitet. Flott angegangene Kurven durchfährt der DS3 Crossback mit einer ausgeprägten Seitenneigung und eine allzu forsche Gangart kündigt der Franzose mit einem frühzeitigen Untersteuern über die Vorderräder an. Dabei bleibt er jederzeit gut kontrollierbar und sicher.

Zur weichen Grundabstimmung kommt noch eine wenig mitteilsame Lenkung hinzu. Letztere arbeitet gefühllos und könnte dem Fahrer mehr Rückmeldung über den Fahrbahnzustand gewähren. Richtig Premium ist der DS3 Crossback beim Design und seiner reichhaltigen Ausstattung.

Auch die Preisgestaltung ist selbstbewusst: Los geht’s bei relativ günstigen 19.739 Euro, doch die gefahrene Topversion La Première kostet in Verbindung mit dem 155 PS-Benziner ziemlich teure 32.849 Euro.

Text: / handwerksblatt.de

Das könnte Sie auch interessieren: