Zwanzig beleuchtet Globen zeigen die Problematik der Klimaveränderung auf.

Zwanzig beleuchtet Globen zeigen die Problematik der Klimaveränderung auf. (Foto: © THOMAS WOLF GOTHA)

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Ausstellung: Das zerbrechliche Paradies

Panorama

Der Gasometer in Oberhausen wurde umfangreich saniert. Mit der ersten Ausstellung nach dem Umbau startet eine Reise durch die Klimageschichte.

Einmal wie ein Astronaut fühlen und aus dem All auf die Erde schauen? Die Welt und ihre Verwandlung vom Urkontinent zum besiedelten Planeten beobachten? Bitte schön! Die neue Ausstellung "Das zerbrechliche Paradies" im Gasometer in Oberhausen ermöglicht das mit einer riesigen Erdkugel. Im 100 Meter hohen Raum schwebt der Globus frei über den Köpfen der Besucher. Auf der Oberfläche erleben Besucher neben einer poetischen Reise durch Milliarden Jahre Erdgeschichte auch die Folgen des menschlichen Handelns. Der Klimawandel ist da.

Nach einer fast zweijährigen Sanierungsphase meldet sich das Industriedenkmal mit einer ambitionierten Schau zurück. Vom Mensch verursachte Umweltkatastrophen sind nicht mehr wegzureden. Die Anzahl extremer Wettererscheinungen hat sich auf der ganzen Welt seit den 90er Jahren fast verdoppelt. Mehr als 100 preisgekrönte Fotografien, Filmmaterial und originale Exponate, zusammengetragen aus Millionen Jahren, zeigen die einzigartige Schönheit der Erde wie auch die erschreckende Zerstörung unserer Umwelt.

20 beleuchtete Globen

Neben der imposanten Erdkugel veranschaulichen 20 beleuchtete Globen auf der mittleren Etage die Rodung der Urwälder, Ölverschmutzungen im Meer oder die Visualisierung des Ozonlochs. Die Ausstellung scheut sich auch nicht, vor der eigenen Haustüre zu kehren.

 

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Direkt am Turm fließt die Emscher. Mehr als 100 Jahre diente sie als Abwasserlauf für das Ruhrgebiet und erhielt dafür den zweifelhaften Ruf "schmutzigster Fluss Deutschlands". "Sämtliche Abwässer wurden in den Fluss abgelassen. Die Geruchsbelästigung im Gasometer war enorm", erklärt Dirk Böttger, dass erst mit einer aufwändigen Renaturierung in den vergangenen 30 Jahren einer einst idyllischen Flusslandschaft neues Leben eingehaucht werden konnte.

Reise durch die Klimageschichte

Bei der Reise durch die Klimageschichte sind die Besucher multimedial mittendrin. Als lebensechte Hologramme berichten vier internationale Experten über Klimaveränderungen und die Zukunft der Erde. Doch die Oberhausener Ausstellung macht auch Hoffnung. Exemplarisch für eine klimaschonende Energiegewinnung wird "Noor" vorgestellt, der weltgrößte Solarkomplex mitten in der Wüste in Nordafrika. Oder das Projekt "Bosco Verticale". Die begrünten Zwillingstürme an den Hauswänden eines Hochhauses in Mailand sollen neue Lebensräume für Vögel und Insekten werden. Zudem verbessern die Bäume und Pflanzen das Mikroklima in den Räumen

Die mehr als aktuelle Ausstellung macht deutlich, wenn die Menschen auf der ganzen Welt beginnen, Klimaabkommen einzuhalten und neue Wege für eine bessere Umwelt zu finden, steuern wir nicht weiter auf einen Zusammenbruch zu, sondern können auch kommende Generationen auf eine hoffnungsvolle Zukunft schauen.

Ausstellung "Das zerbrechliche Paradies"Was Ausstellung bis 30. Dezember 2022 
Wann Dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, an Feiertagen und in den NRW-Ferien auch montags geöffnet   
Eintritt Tickets können über den neuen Online-Shop bestellt werden oder sind an der Tageskasse erhältlich
Kosten Erwachsene 11 Euro, ermäßigt 8 Euro, Familienticket (2 Erwachsene und max. 5 Kinder im Alter von 6 bis 17 Jahren) 27 Euro 
Hintergrund Weitere Information gibt es auf der Website des Gasometers. 

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Text: / handwerksblatt.de

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