Das Land will die Megatrends der Globalisierung, der zunehmenden Komplexität von Märkten und Strukturen, der Neo-Ökologie und der Digitalisierung in den Mittelpunkt einer neu ausgerichteten Außenwirtschaftsförderung stellen.

Das Land will die Megatrends der Globalisierung, der zunehmenden Komplexität von Märkten und Strukturen, der Neo-Ökologie und der Digitalisierung in den Mittelpunkt einer neu ausgerichteten Außenwirtschaftsförderung stellen. (Foto: © Golkin Oleg/123RF.com)

Außenwirtschaftsförderung wird neu aufgestellt

Politik

Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium stellt seine Außenwirtschaftsförderung ab Juli 2020 um. Die Gesellschaften NRW.Invest und NRW.International sollen dann unter einem Dach operieren.

Um die mit der weltweiten wirtschaftlichen Dynamik verbundenen Potenziale noch besser zu nutzen, hat das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium Anfang 2019 einen Prozess zur Weiterentwicklung seiner Außenwirtschaftsstrategie begonnen. Dazu werden in einem ersten Schritt Strukturen neu geordnet: Die Aufgaben von NRW.Invest und NRW.International werden ab dem zweiten Halbjahr 2020 in einer hundertprozentigen Landesgesellschaft unter einem Dach und mit einer neuen Marke zusammengeführt.

Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart. Foto: © MWIDE NRW/F. Wiedemeier
Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart. Foto: © MWIDE NRW/F. Wiedemeier

Das Land will die Megatrends der Globalisierung, der zunehmenden Komplexität von Märkten und Strukturen, der Neo-Ökologie und der Digitalisierung in den Mittelpunkt einer neu ausgerichteten Außenwirtschaftsförderung stellen. "Unsere Außenwirtschaftsförderung wird insgesamt positiv wahrgenommen und auch die Zahlen zeigen: Nordrhein-Westfalen ist im Bereich der Ansiedlungen bundes- und europaweit Spitze", erklärt Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP). "Wir wollen eine Außenwirtschaftsförderung aus einem Guss, die nicht mehr länger Investoren- und Standortwerbung sowie Markterschließung und Exportförderung trennt.“

Enge Zusammenarbeit mit den Kammern

Grundlage der künftigen Konzeption und praktischen Arbeit soll die enge Zusammenarbeit mit den Kammern und der NRW.Bank bleiben. Die derzeit zur Finanzierung der beiden Gesellschaften und der Außenwirtschaftsaktivitäten durch das Land bereit gestellten Mittel sollen der neuen Gesellschaft kumuliert zur Verfügung stehen. Einzelheiten zu gesellschaftsrechtlichen und operativen Fragestellungen werden mit den Gesellschaftern und ihren Gremien besprochen.

Neben eine vorwiegend an internationalen Zielländern orientierte Außenwirtschaftsförderung soll künftig eine thematische Fokussierung treten, die das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit Kammern, Wirtschaftsförderungen, Verbänden und Clustern entwickeln wird. Mögliche Schwerpunktthemen sind: Digitale Technologien und Innovationen (wie Künstliche Intelligenz, Cyber-Sicherheit, Smart Citys), Branchen im Wandel (besonders Energie und Mobilität) sowie Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

Text: / handwerksblatt.de

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