Peter Eul, Mona Neubaur und Dr. Jens Prager (v. l.) bei der Verleihung des Zukunftspreises.

Peter Eul, Mona Neubaur und Dr. Jens Prager (v. l.) bei der Verleihung des Zukunftspreises. (Foto: © Thomas F. Starke / HWK OWL)

"Handwerk ist unverzichtbar für Energie- und Klimawende"

Politik

Drei Handwerksbetriebe wurden mit dem Zukunftspreis der Stiftung Zukunft Handwerk OWL ausgezeichnet. Im Mittelpunkt des diesjährigen Wettbewerbs stand das Thema Nachhaltigkeit.

Bei der Bewältigung der Zukunftsaufgaben komme dem Handwerk eine Schlüsselrolle zu. Das sagte NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) bei der Verleihung des Zukunftspreises der Stiftung Zukunft Handwerk Ostwestfalen-Lippe. "Ob Gebäudesanierung, Einbau von Wärmepumpen oder Wartung von Elektroautos: Fachkräfte aus den Handwerksbetrieben in Nordrhein-Westfalen sind unverzichtbar für eine umfassende Energie- und Klimawende und ganz aktuell auch bei unseren Anstrengungen zum Energiesparen."

Drei Handwerksbetriebe aus der Region wurden mit Preisen in den Kategorien nachhaltige Betriebsführung, nachhaltige Produkte/Dienstleistungen und nachhaltiges Gesamtkonzept ausgezeichnet. Preisträger sind die Fritz Husemann GmbH & Co. KG aus Gütersloh (Betriebsführung), die Fritz Schnieder GmbH & Co. KG aus Herford (Gesamtkonzept) sowie die Tischlerei Fuhrmann aus Marienmünster (Produkte/ Dienstleistungen).

Große Herausforderungen

"Das Thema des diesjährigen Zukunftspreises betont die zentrale Rolle des Handwerks bei der Umsetzung der gesellschaftlichen Nachhaltigkeitsziele", erklärte Peter Eul, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung und Präsident der Handwerkskammer OWL. Eine erfolgreiche und nachhaltige Transformation könne nur mit dem Handwerk gelingen. "Deutschland steht vor großen Herausforderungen: Energiewende und Klimaschutz, Mobilitätswende, Digitalisierung und die Versorgung einer immer älter werdenden Bevölkerung, all diese Bereiche müssen angegangen werden", so Eul.

Dazu seien die Expertise des Wirtschaftszweiges Handwerk, seine top ausgebildeten Fachkräfte und seine tief verwurzelte Nachhaltigkeitstradition unbedingt erforderlich. Die Landesregierung habe das erkannt. Der Koalitionsvertrag von CDU und Grünen im Land NRW biete seiner Einschätzung nach eine gute Grundlage, da dieser anerkenne, dass ein starkes Handwerk und eine Stärkung der Berufsbildung zu den entscheidenden Lösungen für die Herausforderungen der Zeit zählten.

Über 100-jährige Geschichte

Dr. Jens Prager, Vorstandsvorsitzender der Stiftung und Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer OWL, bezeichnete die Fritz Husemann GmbH & Co. KG als Pionier bei der Implementierung regenerativer Energien. Die Orientierung an zukunftsweisenden Techniken ziehe sich wie ein roter Faden durch die über 100-jährige Geschichte des Betriebes. Bis heute habe das Unternehmen hunderte Transformatorstationen für Wasserkraft, Biomasse sowie Wind- und Sonnenenergie produziert und bei Kundinnen und Kunden angebracht.

Die Kombination verschiedener Verkehrsmittel und die Vernetzung von Mobilität nehme in Zukunft einen immer größeren Stellenwert ein, erklärte Prager. "Darauf stellt sich die Fritz Schnieder GmbH & Co. KG hervorragend ein", betonte der Hauptgeschäftsführer. Das Unternehmen biete beispielsweise E-Bikes an, die in Österreich aus heimischen Hölzern gefertigt werden. Auch mit dem Vertrieb von Lastenrädern setze das Herforder Autohaus auf eine Symbiose von Individualität, Nachhaltigkeit und zeitgemäßer Mobilität.

Anspruchsvolle handwerkliche Fertigung

Ein Rundum-Paket zum Thema Nachhaltigkeit – angefangen vom Bau der Werkstatt über die Auswahl der Werkstoffe und die Herstellung bis hin zum Vertrieb bietet die Tischlerei Fuhrmann. Der Fachbetrieb hat sich auf den individuellen Möbelbau spezialisiert. "Die gefertigten Möbel sind auf einen möglichst langen Lebenszyklus ausgelegt. Das wird durch den Einsatz hochwertiger Materialien und anspruchsvoller handwerklicher Fertigung erreicht", betonte Prager. Für die Verpackung der Produkte verwendet das Unternehmen ausschließlich wiederverwendbare Materialien. Auch die Energieversorgung des Betriebes erfolgt nachhaltig.

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Text: / handwerksblatt.de

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