Das Projekt "Schülergenossenschaften: nachhaltig wirtschaften – solidarisch handeln" wird bis Februar 2023 verlängert.

Das Projekt "Schülergenossenschaften: nachhaltig wirtschaften – solidarisch handeln" wird bis Februar 2023 verlängert. (Foto: © Antonio Guillem/123RF.com)

Schülergenossenschaften: NRW verlängert Kooperationsvereinbarung

Politik

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will Schülergenossenschaften weiterhin unterstützen und verlängert die entsprechende Vereinbarung. Zu den Unterzeichnern gehört auch der WHKT.

Das Land Nordrhein-Westfalen will auch in Zukunft Schülergenossenschaften unterstützen und für ihre Gründung werben. Dazu haben Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP), Peter Götz, Vorstandsmitglied des Genossenschaftsverbandes – Verband der Regionen, und der Präsident und Hauptgeschäftsführer des Westdeutschen Handwerkskammertags (WHKT), Hans Hund und Matthias Heidmeier, ein entsprechende Vereinbarung unterschrieben. Das Projekt "Schülergenossenschaften: nachhaltig wirtschaften – solidarisch handeln" wird damit bis Februar 2023 verlängert.

Bis Ende des vergangenen Jahres konnten rund 100 Schülergenossenschaften mit Hilfe des Schulministeriums gegründet werden. Die Schüler weiterführender Schulen bauen ihre Genossenschaft selbst auf und führen sie in Eigenverantwortung. Sie entwickeln im Rahmen dieser Schulprojekte eigene Geschäftsideen und Organisationsstrukturen. Ihre Produkte und Dienstleistungen bieten sie anschließend innerhalb wie außerhalb der Schulen an.

Eigenverantwortlich wirtschaften

"In Schülergenossenschaften lernen junge Menschen, gemeinschaftlich, eigenverantwortlich, eigeninitiativ und innovativ zu wirtschaften", sagt Yvonne Gebauer. "Dies sind grundlegende Kompetenzen für das Berufsleben und insbesondere auch für das selbstbestimmte und verantwortliche demokratische Handeln in unserer Gesellschaft. Es ist faszinierend, welch tolle, kreative Projekte Schülergenossenschaften auf die Beine stellen. Das reicht von der Internetplattform bis zu recycelten modischen Accessoires. Ein Grund mehr, die Unterstützung und Förderung der Schülergenossenschaften weiter fortzusetzen."

Hans Hund Foto: © Teamfoto MarquardtHans Hund Foto: © Teamfoto Marquardt

WHKT-Präsident Hans Hund stellt fest: "Gerade in der heutigen Zeit ist unser gemeinsames Projekt eine wunderbare Möglichkeit, junge Menschen an unternehmerisches und vor allem verantwortliches Handeln heranzuführen. Für mich ist das entscheidende Stichwort hierbei: Nachhaltigkeit. Damit sind Schülergenossenschaften genau das, was auch im Handwerk vielerorts gelebte Praxis ist." Nicht der kurzfristige Erfolg, sondern die Verantwortlichkeit des eigenen Handelns für Mensch, Umwelt und nachfolgende Generationen sei entscheidend.

Unternehmensmodell Genossenschaft kennenlernen

Die Innovationsfreude der Schülergenossenschaften sei erstaunlich groß, erklärt Peter Götz. "Geschäftsmodelle reichen vom Schulkiosk über die eigene Imkerei bis zum Verkauf von fair gehandelten Waren. Darüber hinaus sind Schülergenossenschaften nachhaltige Projekte, die auf viele Jahre und mehrere Schülergenerationen ausgerichtet sind. Die jungen Menschen haben so die Möglichkeit, das solidarische und demokratische Unternehmensmodell Genossenschaft praktisch kennenzulernen und zu erproben. Außerdem lernen sie schon in jungen Jahren, wirtschaftlich und unternehmerisch zu denken und zu handeln."

Quelle: WHKT

Text: / handwerksblatt.de

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