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Kosmetik ist eine Kür - Hautschutz ist Pflicht

Hautkrankheiten mögen erst harmlos daherkommen. Sie stellen aber rund ein Drittel aller begründeten Verdachtsanzeigen auf eine Berufskrankheit dar.

Dieser Artikel gehört zum Themen-Special Arbeitssicherheit: Wenn der Hammer falsch fällt
Foto: © Peter Greven Physioderm

Professioneller Hautschutz ist keine Kosmetik, sondern gehört zur Sorgfaltspflicht des Arbeitgebers. Online-Tools erleichtern die Handhabung. Ähnlich dem Plan mit den Notausgängen sollte in jedem Betrieb ein Hautschutzplan hängen und zwar gut sichtbar für alle Beschäftigten. Er zeigt an, bei welchen Arbeiten welche Hautmittel zum Schutz angewendet werden sollen. Ein umfassender Hautschutzplan enthält folgende Informationen:

• Hautschutzmittel vor und während der Arbeit
• Hautreinigungsmittel gemäß Verschmutzungsgrad
• Hautpflegemittel nach der Arbeit entsprechend dem individuellen Hautzustand
• Desinfektionsmittel (bei Bedarf)

Dabei muss ein solcher Plan heute nicht mehr aufwendig manuell erstellt werden. Auch hier hält die Digitalisierung Einzug und bringt Fortschritte. So bietet beispielsweise die Peter Greven Physioderm GmbH (PGP) aus Euskirchen einen Hautschutzplan-Konfigurator an.

Hautschutzplan-Konfigurator

Das Online-Tool ermöglicht es, mit wenigen Klicks schnell und einfach individuelle Hautschutzpläne zu erstellen. Es basiert auf einer Datenbank, die stets auf dem neuesten Stand ist, und richtet sich vor allem an die für den Hautschutz Verantwortlichen in Unternehmen und Handwerksbetrieben sowie Arbeitsmediziner und Sicherheitsingenieure.

Von Vorteil für die Praxis ist die intuitive, einfache Bedienung des Konfigurators. Es können Musterhautschutzpläne hinterlegt werden, die auf die jeweilige Branche abgestimmt sind. Das Tool kann zudem mit dem Firmenlogo versehen und damit individueller gestaltet werden.

Ein weiterer Pluspunkt ist seine Fremdsprachen-Funktion, denn die Vielfalt am Arbeitsplatz nimmt zu. Das System übersetzt in die gängigsten Fremdsprachen. Derzeit sind Englisch, Französisch, Türkisch und Polnisch implementiert. Dadurch werden Fehlanwendungen verhindert – gerade auch im Notfall.

Text: Rita Lansch
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