Das Projekt e-RegioWerk wird auf der A+A in Düsseldorf vorgestellt. Arbeitssicherheit ist auch ein Thema in kleineren Betrieben.

Das Projekt e-RegioWerk wird auf der A+A in Düsseldorf vorgestellt. Arbeitssicherheit ist auch ein Thema in kleineren Betrieben. (Foto: © Werbefotografie Weiss GmbH)

Gemeinsam stark im Kleinbetrieb

Kleinere Betriebe machen bereits vieles richtig, wenn es um die Gesunderhaltung ihrer Mitarbeiter geht. Häufig fehlt nur der nötige strukturelle Rahmen durch die Installation eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM).

Durch ihre überschaubare Größe besitzen kleine Unternehmen im Handwerk einen seltenen Vorzug. Sie sind flexibel, traditionell familiennah und weit anpassungsfähiger als andere. Damit bestehen gerade in diesem Wirtschaftszweig überdurchschnittlich gute Voraussetzungen, Arbeit gesundheitsgerecht zu organisieren. Andererseits haben sie häufig keine Personalabteilung und oft wenig zeitliche und personelle Ressourcen, um sich aktiv mit ihren Arbeitsprozessen zu beschäftigen und diese gesundheitsförderlich und innovativ zu gestalten. 

PDF-Download: Sicher im Job - Arbeitsschutz im Betrieb

"Ein Kleinbetrieb steht hier vor ganz anderen Herausforderungen als ein großes Unternehmen, wenn er Projekte zur Gesundheitsförderung oder Prävention für die Mitarbeiter durchführen will", weiß Katja Keller-Landvogt, Gesundheitsexpertin der IKK classic. Dabei ist das Handwerk durch seine kleinbetriebliche Struktur ganz besonders vom demografischen Wandel und von den Anforderungen des Wettbewerbs betroffen. Genau hier setzt das Projekt e-RegioWerk an.

Das Projekt e-RegioWerk

In diesem Forschungsprojekt hat die IKK classic gemeinsam mit vier Kreishandwerkerschaften neue Instrumente und Werkzeuge entwickelt, die Handwerksbetriebe stärken und die Betriebsinhaber/-innen sowie ihre Beschäftigten nachhaltig gesund und leistungsfähig halten sollen. Auf wissenschaftlicher Seite wurde das Projekt von der Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Hamburg und der Informatik der Technischen Hochschule Lübeck betreut. Praxispartner war neben den vier Kreishandwerkerschaften Freiburg, Köln, Rhein-Erft und Ortenau auch die Team Steffen AG aus Alsdorf als Weiterbildungsanbieter.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat das Projekt gefördert. Während des dreijährigen Projektzeitraums wurden in über 60 Kleinbetrieben zielgruppengerechte Tools und Maßnahmen zur Förderung von Gesundheit in Betrieben erprobt. Mit der Präsentation der Ergebnisse auf der A+A findet das Projekt seinen Abschluss.

Umsetzung in die Praxis

Als größte Innungskrankenkasse arbeitet die IKK classic im nächsten Schritt daran, die neu entwickelten Angebote deutschlandweit mit Unterstützung der regionalen Kreishandwerkerschaften auszurollen. Die Angebote decken dabei ganz unterschiedliche Themenbereiche ab: Das neue Handlungsfeld Teamentwicklung nimmt besonders die Mitarbeiter in den Fokus. Gerade in kleinen Teams ist es wichtig, dass alle an einem Strang ziehen. Den täglichen Spagat zwischen Beruf und Privatleben hat das Coaching für Inhaberpaare zum Thema. Zu oft reiben diese sich im Alltag auf und die nötige Balance geht verloren. Synergien zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen bietet das Online-Analyseinstrument, das im Rahmen des BGM eingesetzt wird. Dessen Auswertung lässt sich direkt für die notwendige Dokumentation nutzen. Darüber hinaus nutzen die Gesundheitsmanager der IKK classic in ihrer Arbeit weitere Schnittmengen zu Arbeits- und Gesundheitsschutz, beispielsweise über Kooperationen mit Unfallversicherungsträgern.

 

Hintergrund: Sie möchten mehr zum Thema BGM erfahren? Dann besuchen Sie uns auf der A+A in Düsseldorf. Sie finden uns in Halle 10 an Stand 10G49. Oder Sie schreiben eine Mail an bgm@ikk-classic.de.
Workshop: Mehr informationen zum Projekt e-RegioWerk erhalten Sie im Workshop "Regionale Präventionsallianzen für KMU" am 5. November, 10 bis 12.30 Uhr im Konferenzbereich.

Text: / handwerksblatt.de