DSGVO, Auftragsverarbeitung, Bau

Handwerker sind keine Auftragsverarbeiter für Generalunternehmer. (Foto: © dolgachov/123RF.com)

Datenschutz wird übertrieben

Handwerksbetriebe müssen Hausverwaltungen oder Generalunternehmern keine Verträge zur Auftragsverarbeitung unterzeichnen. Dies ist datenschutzrechtlich nicht notwendig.

Handwerksbetriebe erhalten seit Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) häufig Auftragsverarbeitungs-Verträge von Hausverwaltungen oder Generalunternehmern, mit denen sie vertragliche Beziehungen unterhalten. Dies ist jedoch datenschutzrechtlich weder nötig noch sachgerecht, erklärt der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).

Werden Handwerksbetriebe für eine Hausverwaltung oder als Subunternehmer für einen Generalunternehmer tätig, handelt es sich hierbei in aller Regel nicht um eine Auftragsverarbeitung. Zwar erhalten die Handwerksbetriebe in diesen Fällen die Kundendaten. Anders als bei Anbietern von CloudLösungen, Websites, etc. sind die Daten der Kunden jedoch nicht wesentlicher Gegenstand des eigentlichen Werkvertrags. Die Kundendaten sind lediglich nötig, um den eigentlichen handwerklichen Auftrag erfüllen zu können. Aus diesem  Grund ist der Abschluss eines Auftragsverarbeitungsvertrags
weder erforderlich noch sachgerecht.

Der ZDH bietet einen kostenlosen Leitfaden zum Thema Datenschutz als Download.

Text: / handwerksblatt.de

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