"Google for Jobs" bietet die kostenlose Möglichkeit, in Trefferlisten weit oben zu landen. Doch wie funktioniert das Angebot? Und was sind die Vorteile für Handwerker?

"Google for Jobs" bietet die kostenlose Möglichkeit, in Trefferlisten weit oben zu landen. Doch wie funktioniert das Angebot? Und was sind die Vorteile für Handwerker? (Foto: © Lician Milasan/123RF.com)

Mehr Fachkräfte und Auszubildende finden mit "Google for Jobs"

Handwerk 4.0: Das Optimieren von Webseiten für Suchmaschinen ist heute selbstverständlich. Doch Betriebe sollten auch ihre Online-Stellenangebote optimieren.

Denn mit "Google for Jobs" gibt es eine kostenlose Möglichkeit, in Trefferlisten weit oben zu landen. Doch wie funktioniert das Angebot? Und was sind die Vorteile für Handwerker?

Fachkräfte und Auszubildende suchen vor allem online nach neuen Jobs: Laut einer Studie von Jobufo und MobileJobs aus dem Jahr 2020 nutzen 67 Prozent der Jobsuchenden ohne Studienabschluss bevorzugt Jobbörsen im Internet.

Da es in Deutschland neben den Jobbörsen und der Personalvermittlung der Handwerkskammern rund 2.000 Online-Jobbörsen gibt, hat Google eine Funktion ergänzt, die es Betrieben erleichtert, Bewerber zu finden: "Google for Jobs". Dieser Service wurde zuletzt massiv ausgebaut.

Die Funktionsweise ist ganz einfach: Sobald Google anhand der Suchbegriffe erkennt, dass ein Nutzer sich für Jobs interessiert, blendet die Suchmaschine eine große Treffer-Box mit passenden Stellenangeboten ein – vor den eigentlichen Suchergebnissen. Die Inhalte stammen nicht nur aus Online-Jobbörsen, sondern auch aus sozialen Netzwerken, wie XING oder LinkedIn, und von den Karriereseiten kleiner und großer Unternehmen. Dabei nutzt Google den Standort des Suchenden, um bevorzugt passende Jobs in der eigenen Region anzuzeigen. Wenn die Suchbegriffe bereits bestimmte Städte oder Regionen umfassen, wird der aktuelle Standort nicht berücksichtigt.

Kostenlos Vorteile sichern

Da der Google-Service für Unternehmen und Jobsuchende völlig kostenlos ist, profitieren beide Seiten davon: Bewerber müssen nicht mehr mehrere Hundert Jobbörsen und Karriereseiten durchforsten, um passende Angebote zu finden. Und Handwerksbetriebe haben die Chance, mit eigenen Stellenanzeigen bei Google weit oben zu landen – noch vor den eigentlichen Suchtreffern. Dafür sorgen in vielen Fällen auch spezielle Filtermöglichkeiten, die Google direkt im Treffer-Kasten anbietet: So lassen sich die Stellenanzeigen zum Beispiel direkt nach thematisch passenden Begriffen sortieren, wie "Vollzeit", "Homeoffice" oder "Buchhaltung und Finanzen". Die Google-Jobtreffer werden dabei oft mit vielen Zusatzinformationen angezeigt, wie Datum der Veröffentlichung, Firmenlogo, Bewertungen und Jobdetails.

Filter, Merkzettel und Mail-Abo

Alternativ können Suchende über eingeblendete Verlinkungen auch direkt zu einer der angezeigten Online-Stellenbörsen springen, um dort Treffer mit den eingegebenen Schlüsselwörtern zu finden.

Die eigentliche "Google for Jobs"-Seite ist hingegen etwas versteckt: Dazu muss man am Ende des Google-Kastens auf den Textlink "Mindestens xxx weitere Stellenangebote" klicken. Hier warten dann neben weiteren passenden Treffern auch ausführlichere Filtermöglichkeiten und ein "Speichern"-Button für Jobs, die dann auf einem Merkzettel landen. Unten links auf der Seite befindet sich ein Schieberegler "Alerts für neue Stellenangebote", bei dessen Aktivierung täglich Stellenanzeigen im eigenen Mail-Postfach landen, die zu den eingegebenen Suchbegriffen und Filtern passen.

Eigene Jobs hinzufügen

Doch wie landen Handwerksbetriebe mit eigenen Stellenanzeigen bei "Google for Jobs"? Dafür gibt es zwei Wege: Unternehmen können ihre Stellenanzeigen entweder direkt in Online-Jobbörsen oder sozialen Netzwerken einstellen, mit denen Google kooperiert. Alternativ müssen Betriebe allen Jobangeboten auf eigenen Webseiten sogenannte "strukturierte Daten" hinzufügen, um den Seiteninhalt zu klassifizieren.

Dies gelingt mit einer kurzen Bearbeitung des HTML-Quellcodes. Dazu benötigt man keinen ausgebildeten Programmierer, es genügen bereits einige Grundkenntnisse in HTML. Eine entsprechende Anleitung stellt Google unter developers.google.com/search/docs/data-types/job-posting kostenlos bereit. Sobald die strukturierten Daten hinzugefügt sind, indiziert Google künftig automatisch alle neuen Stellenangebote von der eigenen Betriebswebsite.

Gerade für Handwerker kann es sich lohnen, "Google for Jobs" gezielt für eigene Stellenangebote zu nutzen. Denn im Wettbewerb um die besten Fachkräfte und Auszubildenden in der eigenen Region verschaffen sich Betriebe im besten Fall einen spürbaren Vorsprung, weil eigene Stellenanzeigen schneller gefunden werden. Dabei sollten Handwerker jedoch beachten, dass nicht alle Jobbörsen mit "Google for Jobs" kooperieren. Je nach ausgeschriebener Stelle kann es sich deshalb empfehlen, alternative Ausschreibungswege oder andere Jobbörsen zu wählen, um bestimmte Zielgruppen bestmöglich zu erreichen. jobs.google.com/about/intl/de_ALL

Checkliste: Stellenanzeigen

Eigene Webseiten für "Google for Jobs" optimieren.

  • Fügen Sie dem HTML-Code Ihrer Stellenanzeigen strukturierte Daten hinzu, damit Google diese identifizieren kann. Eine Anleitung findet sich unter developers.google.com/search/docs/data-types/job-posting
  • Verwenden Sie in Stellenanzeigen alle wichtigen Begriffe, nach denen Interessenten suchen könnten.
  • Zu den wichtigsten Informationen für Google zählen eine eindeutige Job-Bezeichnung, die Beschreibung der Stelle, Teil- oder Vollzeit, Arbeitsort, Informationen zum eigenen Betrieb sowie das Datum der Veröffentlichung.
  • Achten Sie auf eine klare Struktur aller Inhalte mit Überschriften, kurzen Fließtexten und Aufzählungen. Sinnvoll ist z. B. die Einteilung: "Unser Unternehmen", "Stellenbeschreibung", "Anforderungsprofil", "Das bieten wir" und "Kontakt".
  • Fügen Sie wichtige formale Hinweise hinzu, um Rückfragen zu vermeiden, z. B.: Starttermin des Arbeitsverhältnisses, mögliche Bewerbungswege (schriftlich, E-Mail, telefonisch, online) oder gewünschte Bewerbungsunterlagen (Schul- und Arbeitszeugnisse, Arbeitsproben etc.).
  • Nutzen Sie nach Vorgabe des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) immer neutrale Formulierungen bei Angaben zu Geschlecht, Alter, Religion, Herkunft, sexueller Identität oder Behinderungen.
  • Nennen Sie alle Kontaktmöglichkeiten für Bewerber und einen festen Ansprechpartner für Rückfragen.
  • Achten Sie auf möglichst kurze Ladezeiten aller Webseiten.
Ausgewählte Online-Jobbörsen im Überblick Foto: © Thomas BuschAusgewählte Online-Jobbörsen im Überblick Foto: © Thomas Busch

Text: / handwerksblatt.de

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