Johannes Nagl, Geschäftsführer des österreichischen Softwareanbieters Swat.io, ermöglicht nun auch Handwerkern und KMU, ein Social-Media-Management-Tool zu nutzen. Funktionen, Kanäle und Nutzer können flexibel geändert werden. (Foto: © Swat.io)

Social-Media-Management-Tool von Swat.io nun auch für KMU

Immer mehr Handwerker zeigen sich auf Instagram, YouTube oder TikTok. Wer die Inhalte für mehrere Social-Media-Kanäle plant, platziert und evaluiert, braucht viel Zeit. Anfang Mai hat Swat.io ein Werkzeug speziell für die Bedürfnisse kleinerer Betriebe auf den Markt gebracht.

Mit Handwerkern kennt Johannes Nagl sich kaum aus. Als er den Umbau seiner Wohnung plant, sucht der Gründer und Geschäftsführer von Swat.io dort, wo er sich auskennt – im Internet und in den sozialen Medien. "Ich war erstaunt, wie viele Handwerker auf Instagram ihre Referenzobjekte zeigen und welch großartigen Content sie produzieren."

Social-Media-Management für KMU

Mit dem Redaktionskalender von Swat.io lassen sich Inhalte im Voraus planen Foto: © Swat.ioMit dem Redaktionskalender von Swat.io lassen sich Inhalte im Voraus planen Foto: © Swat.io

Bislang nutzen vor allem Media-Agenturen und Konzerne das Social-Media-Management-Tool des Österreichers. "Bei der Suche nach einem Handwerker ist mir bewusst geworden, dass auch die vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen in den verschiedenen Netzwerken präsent sein müssen", erklärt Johannes Nagl.

Über Social-Media-Kanäle wie Instagram oder Pinterest lassen sich neue Kunden gewinnen. Lehrstellenbewerber können über Videoplattformen wie YouTube oder TikTok, qualifizierte neue Mitarbeiter auf Karriere-Netzwerken wie LinkedIn oder Xing angesprochen werden.

Viele Accounts, viel Aufwand

Mit vielen unterschiedlichen Kanälen in den Sozialen Medien können auch kleinere Betriebe ihre Reichweite steigern. Doch je mehr Accounts mit Texten, Fotos oder Videos zu bestücken sind, desto aufwändiger wird die Organisation. "Ein Handwerksbetrieb mit wenigen Mitarbeitern dürfte kaum die Zeit haben, sich den ganzen Tag mit Social Media zu beschäftigen", vermutet Johannes Nagl. Social-Media-Management-Tools wie Swat.io können die Öffentlichkeitsarbeit erleichtern. Über eine Oberfläche lassen sich Inhalte für mehrere Kanäle erstellen, planen und auswerten. Zudem werden Kommentare unter den Posts, Direktnachrichten und Bewertungen – etwa von Google My Business – zentral zusammengeführt.

Zwei Module, drei Produkte

Speziell für kleinere Unternehmen mit kleineren Budgets hat Swat.io Anfang Mai seine Produktpalette aufgefächert. Angeboten werden die Module "Publisher" und "Inbox". Sie können getrennt genutzt werden. Zusammengefasst ergeben sie das Produkt "Enterprise Suite". Alle enthalten Swat.io zufolge Analytics-Funktionen.

Publisher: Content erstellen und planen

Mit dem Modul Publisher von Swat.io können Beiträge für Social Media erstellt werden. Foto: © Swat.ioMit dem Modul Publisher von Swat.io können Beiträge für Social Media erstellt werden. Foto: © Swat.io

Das Modul "Publisher" enthält einen kalendarisch aufgebauten Redaktionsplan. Darüber können Inhalte geplant und erstellt werden. "Zu fest datierten Ereignissen wie dem ,Tag des Handwerks‘ oder den Betriebsferien lassen sich Beiträge für alle Social-Media-Kanäle langfristig auf den Tag und die Minute genau vorbereiten", erklärt Johannes Nagl.

Mit "Publisher" können auch Bilder bearbeitet werden. "Jede Plattform hat ihre eigenen Vorgaben für die Dateigröße oder das Format von Fotos, Videos oder Karussells. Sie sind alle in unserem Tool hinterlegt." Soll etwa ein Bild für den Facebook-Kanal hochgeladen werden, schlägt Swat.io automatisch das richtige Verhältnis vor. Fotos können so zugeschnitten werden, dass der beste Ausschnitt sichtbar ist. Zudem sieht der Bearbeiter mit der Post-Vorschau, wie Beiträge auf Social Media erscheinen werden.

Inbox: Interaktion mit der Community

Im Modul Inbox von Swat.io laufen Nachrichten aus mehreren Social-Media-Kanälen in einem zentralen Postfach zusammen. Foto: © Swat.ioIm Modul Inbox von Swat.io laufen Nachrichten aus mehreren Social-Media-Kanälen in einem zentralen Postfach zusammen. Foto: © Swat.io

Dem Modul "Inbox" weist Johannes Nagl den "reaktiven Part" zu. "Man kann es sich wie ein zentrales Postfach vorstellen, in das alle Reaktionen fließen, welche die Community auf den unterschiedlichen Social-Media-Kanälen erzeugt und worauf das Unternehmen reagieren möchte", verdeutlicht der Swat.io-Geschäftsführer.

Kümmert sich ein Team um die Bearbeitung der Kommentare, Bewertungen oder Privatnachrichten, können die Zuständigkeiten über die "Inbox" verteilt und kontrolliert werden.

Preismodelle von Swat.io

Bei der Preisgestaltung und bei der Auswahl der Funktionen möchte Johannes Nagl den kleinen und mittelständischen Unternehmen größtmögliche Flexibilität bieten. "Der Preis ergibt sich aus dem gewählten Produkt sowie der Anzahl der Kanäle und Nutzer. Dabei ist die Anzahl der Nutzer und Kanäle frei wählbar", fasst er knapp zusammen. Einsteigern empfiehlt er vor allem die Variante "Basic". "Pro" richte sich eher an Nutzer, die bereits Erfahrungen auf Social Media gesammelt haben. Die beiden Varianten unterscheiden sich vor allem im Umfang der Funktionen.

Basic: Für Einzelkämpfer und kleine Teams

Foto: © Swat.ioFoto: © Swat.io

Die Basic-Variante des Moduls "Publisher" enthält acht grundlegende Funktionen. Dazu gehören unter anderem "Erstellen/Duplizieren/Editieren/Löschen von Posts", die "Post-Vorschau für Desktop und Mobile" und "Freigabeprozess". Die Basic-Funktionen lassen sich auf insgesamt sieben Social-Media-Kanäle anwenden: Facebook, Instagram, Twitter, LinkedIn, YouTube, Pinterest und TikTok.

Ein Nutzer, der mit der Basic-Variante des Moduls "Publisher" einen Social-Media-Kanal seiner Wahl bestückt, zahlt 35 Euro pro Monat. Pro zugebuchtem Kanal kommen fünf Euro hinzu. Pro neuem Nutzer werden 30 Euro fällig. Bei drei Kanälen und zwei Nutzern fielen also 75 Euro an (jeweils bei jährlicher Zahlung).

Pro: Für mittelgroße Teams mit vielen Prozessen

Foto: © Swat.ioFoto: © Swat.io

Die Pro-Variante des Moduls "Publisher" enthält neben den acht grundlegenden Funktionen der Basic-Variante acht weitere Funktionen. Dazu gehören unter anderem der "Bild Editor", "Newsfeed Targeting" und "Sponsored Posts". Die Pro-Funktionen lassen sich auf die sieben Social-Media-Kanäle Facebook, Instagram, Twitter, LinkedIn, YouTube, Pinterest und TikTok sowie einen "individuellen Planungskanal" anwenden.

Ein Nutzer, der mit der Pro-Variante des Moduls "Publisher" einen Social-Media-Kanal seiner Wahl bestückt, zahlt 70 Euro pro Monat. Pro zugebuchtem Kanal kommen zehn Euro hinzu. Pro neuem Nutzer werden 60 Euro fällig. Bei drei Kanälen und zwei Nutzern fielen also 150 Euro an (jeweils bei jährlicher Zahlung).

Einfach beginnen, flexibel wechseln

Ein Nutzer. Ein Kanal. Sollten Handwerker bei dieser Konstellation über den Einsatz eines Social-Media-Management-Tools nachdenken? Johannes Nagl ist skeptisch. "Sobald irgendwo mindestens eine Zwei auftaucht – sei es bei der Zahl der Kanäle oder bei der Zahl der Nutzer – sieht die Sache aber schon ganz anders aus", ist der Geschäftsführer von Swat.io überzeugt.

Um erste Erfahrungen zu sammeln, könne man mit einem Modul in der Basic-Variante starten. Dank der "Self-Service-Möglichkeit" ließen sich die Produkte sowie die Zahl der Nutzer oder Kanäle schnell und einfach ändern. "Ein Upgrade oder Downgrade ist jederzeit in beide Richtungen möglich."

Sicherheit der Daten

"Alle Daten werden in Deutschland gehostet. DSGVO-Sicherheit ist für uns selbstverständlich", versichert Johannes Nagl.

Themen-Specials Im Themen-Special "Digitales Handwerk" auf handwerksblatt.de geben wir Tipps, wie die Digitalisierung im Handwerk gelingen kann. Online-Artikel gibt es etwa zu neuen Trends bei der Suchmaschinenoptimierung, zum Influencer-Marketing oder zu Online-Bewertungen. Im Themen-Special "Influencer wollen Lust aufs Handwerk machen" stellen wir Handwerker vor, die sich erfolgreich auf Social Media betätigen. Dazu gehören etwa die Malerin und Lackiererin Jessica Jörges, Zimmerer Eugen Penner oder Tischlerin Isabelle Vivianne

Swat.io kostenlos testen

Ausprobieren ist besser als konsumieren, meint Johannes Nagl. Statt Videos zu schauen, sollten man lieber die Demo-Version testen. Foto: © Swat.ioAusprobieren ist besser als konsumieren, meint Johannes Nagl. Statt Videos zu schauen, sollten man lieber die Demo-Version testen. Foto: © Swat.io

In verschiedenen Videos wird erklärt, wie das Social-Media-Management-Tool funktioniert. Doch ausprobieren ist besser als konsumieren, meint Johannes Nagl. "Jeder kann eine Demo-Version aller Varianten 21 Tage lang kostenfrei testen", sagt der Geschäftsführer von Swat.io.

Nach dem Ende der dreiwöchigen Testphase laufe die Nutzung der Software ohne eine Kündigung automatisch aus. Zudem müsse bei der Registrierung für die Demo-Version keine Kreditkartennummer hinterlegt werden.

Support, aber auf Österreichisch

"Viele, die sich professionell mit Social Media beschäftigen, kennen Swat.io. Mit unseren neuen Produkten wollen wir nun auch Soloselbstständige und kleine Betriebe dabei unterstützen, auf Social Media erfolgreich zu sein", sagt Johannes Nagl.

Im deutschsprachigen Raum zähle man unter den Social-Media-Management-Tools zu den Marktführern – wohl nicht zuletzt deshalb, weil Kunden aus Deutschland eine Sprache mit dem Support-Team sprechen. "Sie müssen sich lediglich an den österreichischen Dialekt gewöhnen."  

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Text: / handwerksblatt.de