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Kein Geld verschenken!

Der Beratungsgesellschaft Co2online zufolge verschenken die deutschen Solarthermie-Anlagen-Besitzer 66 Millionen Euro pro Jahr, weil viele Anlagen falsch eingestellt sind.

Wer seine Solarthermie-Anlage nicht regelmäßig warten lässt, verschenkt laut Expertenmeinung jede Menge Geld. Foto: © lassedesignen/123RF.com
Wer seine Solarthermie-Anlage nicht regelmäßig warten lässt, verschenkt laut Expertenmeinung jede Menge Geld.

Glaubt man der Beratungsgesellschaft Co2online verschenken deutsche Besitzer von Solarthermie-Anlagen rund 1,4 Milliarden Kilowattstunden Sonnenenergie pro Jahr. Das entspricht laut Co2online der Energie, die zum Heizen der Wohngebäude in einer Stadt wie Kassel nötig ist.

Ließen sie die Anlagen vom Fachhandwerk richtig einstellen, könnten insgesamt 66 Millionen Euro gespart und 340.000 Tonnen weniger CO2 ausgestoßen werden. Das bekräftigt laut Co2online der Praxistest Solarthermie und eine Stichprobe aus ihrer Gebäudedatenbank. Die Experten geben fünf Tipps, mit denen Besitzer von Solarthermie-Anlagen diese auf Vordermann bringen können:

  1. Heizung im Sommer abschalten: Eine Solarthermie-Anlage sollte den Bedarf, den ein Haushalt an Warmwasser hat, im Sommer vollständig decken. Ist der Heizkessel abgeschaltet, wird das Wasser nicht unnötig nachgeheizt und die Besitzer sparen den Betriebsstrom für den Kessel. Außerdem lässt sich die Heizung zur Not, wenn das warme Wasser ausgeht, jederzeit manuell einschalten.
  2. Regelung gemeinsam mit Handwerker einstellen: Die Regelung einer Solarthermie-Anlage sollte auf die Nutzungsgewohnheiten der Bewohner und den Standort eingestellt sein, beispielsweise die Maximaltemperatur des Speichers. Dabei spielt auch das Zusammenspiel von Heizung und Anlage eine Rolle, etwa bei der Einstellung der Nachheizzeiten für das warme Wasser.
  3. Erträge und Einsparungen der Anlage kontrollieren: Sind die Heizkosten durch Solarthermie gesunken oder muss die Anlage besser eingestellt werden? Um diese Frage zu beantworten, sollten Hausbesitzer regelmäßig den Verbrauch der Heizenergie und die solaren Erträge der Anlage notieren. Dazu sollte ein Wärmemengenzähler installiert sein. Die Daten können laut Co2online auf kostenlosen Online-Portalen dokumentiert und ausgewertet werden.
  4. Inspektion und Wartung: Solarthermie-Anlagen sollten nach Meinung der Experten einmal im Jahr inspiziert und alle drei bis fünf Jahre gewartet werden. Vor allem, wenn Hausbesitzer ihre Erträge nicht regelmäßig kontrollieren. Ohne Wartung kann es passieren, dass die Anlage ausfällt und die Heizung unbemerkt die gesamte Wärmeversorgung übernimmt.
  5. Spülmaschine und Waschmaschine ans Warmwasser anschließen: Viele moderne Spül- und Waschmaschinen lassen sich ans warme Wasser anschließen. Damit können Solarthermie-Besitzer Strom sparen, weil die Geräte das Wasser nicht mehr selbst erwärmen müssen. Außerdem können im Sommer die solaren Gewinne steigen, weil mehr warmes Wasser abgenommen wird und so im Solarspeicher mehr Platz für neue Sonnenenergie ist.


Weitere Informationen zum Thema finden Verbraucher auf der Website zum Praxistest Solarthermie.

Text: / handwerksblatt.de
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