Handwerksblatt Logo

Anzeige

Steuererklärung 2018: Neuer Verspätungszuschlag

Für ihre Steuererklärung haben die Deutschen erstmals zwei Monate länger Zeit. Aber Achtung: Wer die neue Abgabefrist versäumt, der zahlt immer einen Verspätungszuschlag.

Achtung: Wer die Steuererklärung zu spät abgibt, muss jetzt immer mindestens 25 Euro pro Monat Verspätungszuschlag zahlen. Foto: © Elnur/123RF.com
Achtung: Wer die Steuererklärung zu spät abgibt, muss jetzt immer mindestens 25 Euro pro Monat Verspätungszuschlag zahlen.

Steuerzahler können ihre Steuererklärung für 2018 jetzt zwei Monate später beim Finanzamt einreichen. Wer die Steuererklärung selbst macht, der hat bis 31. Juli 2019 Zeit. Früher war der 31. Mai als Stichtag bekannt. Wer einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein beauftragt, kann sich bis 28. Februar 2020 Zeit lassen; früher war das immer der 31. Dezember.

"Die verlängerten Abgabefristen für die Steuererklärungen gelten aber nicht uneingeschränkt.  Das Finanzamt kann weiterhin die Steuererklärung explizit auch früher anfordern", erklärt Steuerberater Mathias Lüschen von der Kanzlei Ecovis in Vechta.

Neu ist ein strengerer Verspätungszuschlag. "Das Finanzamt hat bei Abgabe der Steuererklärungen nach dem 28. Februar 2020 keinen Ermessensspielraum mehr", betont Lüschen. Das gelte auch, wenn das Finanzamt die Steuererklärung zu einem früheren Termin angefordert hat, und die Steuererklärung nicht innerhalb der geforderten Frist eingereicht wird.

Auch die Höhe des Verspätungszuschlags ändert sich. Er beträgt jetzt 0,25 Prozent der Steuer, die man möglicherweise nachzahlen muss. 25 Euro pro Monat fallen aber mindestens an. Früher lag das komplett im Ermessen des Finanzamts. Der Verspätungszuschlag durfte zehn Prozent der festgesetzten Steuer oder 25.000 Euro nicht überschreiten.
 

Quelle: Ecovis

Text: / handwerksblatt.de
Was Sie sonst noch interessieren könnte
Foto: © Vimcar
Unternehmensführung 
Das Fahrtenbuch im Stecker
Mit Vimcar, einem kleinen Stecker, der in (fast) jedes Auto passt, werden die Fahrten mit dem Firmenauto automatisch aufgezeichnet und ans Smartphone oder den PC übertragen.
Foto: © Cathy Yeulet/123RF.com
Unternehmensführung 
Steuerfreie Jobtickets und Fahrräder
Die Bundesregierung wird das Jobticket wieder steuerfrei stellen. Das soll Berufspendler animieren, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.
Unternehmensführung 
Hilfe vom Steuerberater förderfähig
Steuerberater helfen Firmenchefs oft nicht nur in steuerlichen Fragen, sondern auch bei betriebswirtschaftlichen Themen. Für diese Beratung können sie Zuschüsse aus einem Förderprogramm des Bundes erhalten.
Unternehmensführung 
Abschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern
Der Schwellenwert für die Sofortabschreibung liegt neuerdings bei 800 Euro. Tabets, Smartphones oder Büromaterial können im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben werden.
Unternehmensführung 
Beratersuche: Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl!
Es ist nicht immer leicht, den richtigen Steuerberater zu finden. Entscheidend sind neben fachlicher Expertise das Erstgespräch – und das Bauchgefühl. Darauf sollten Sie darüber hinaus achten.
Service & Infos > Themen-Specials 
Ehrenamtliche Richter: Entschädigung steuerfrei
Ehrenamtliche Richter erhalten sechs Euro pro Stunde als Entschädigung für den Zeitausfall. Diese Entschädigung müssen sie künftig nicht mehr versteuern, das hat der Bundesfinanzhof entschieden.

Leserkommentare

nach oben