Wer zu schnell "Ja" sagt, ärgert sich später.

Wer zu schnell "Ja" sagt, ärgert sich später. (Foto: © Antonio Guillem/123RF.com)

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Achtung: Ein "Ja" mit bösen Folgen!

Betrüger benutzen derzeit vermehrt eine Telefon-Masche, um Unternehmer in die Abofalle zu locken. Ein "Ja" auf eine belanglose Frage genügt, um ihnen auf den Leim zu gehen.

Dahinter steckt Abzocke: Sie bekommen einen Anruf und man stellt Ihnen Fragen, die mit "Ja" beantwortet werden können. Auf die Fragen "Hören Sie mich?" oder "Sind Sie Herr / Frau XY?" bietet sich die knappe Antwort gut an. Dabei gehen die Anrufer oft auch penetrant vor oder greifen zu Tricks, wie dem Vortäuschen einer technischen Störung, damit Ihnen auf ihre Frage nur die Antwort "Ja" bleibt.

Genau das bezwecken die Anrufer: Sie schneiden nämlich das Telefongespräch anschließend so zusammen, als hätte der Angerufene einem Vertragsabschluss zugestimmt – selbst wenn er ein geschäftliches Angebot abgelehnt hat! Hat er aber nur eine der Fragen bejaht, erhält er trotzdem eine Rechnung. Als "Beweis" für den Vertragsschluss wird der Mitschnitt des Telefongesprächs angeführt. Denn einmal "Ja" gesagt genügt für die Verfälschung der Aufnahme.

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Praxistipp: Wer Anrufe von Unbekannten erhält, sollte vorsichtig sein und auf Fragen nicht mit einem "Ja" antworten, sondern mit einem ganzen Satz oder mit einer Gegenfrage. Versucht der Anrufer, Ihnen ein "Ja" zu entlocken, beenden Sie das Gespräch besser sofort und notieren die Telefonnummer und die Dauer. Falls Sie am Smartphone angerufen wurden, machen Sie einen Screenshot vom Telefondisplay, den Sie später als Beweis für die Dauer des Gesprächs verwenden können. Falls Sie eine Rechnung erhalten, fragen Sie einen Anwalt oder die Rechtsberater der Kammer.

Text: / handwerksblatt.de

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